Nachdem wir uns am Mittwoch/ Donnerstag sortiert und zugegeben etwas ausgeschlafen hatten, können wir nun unseren zweiten Teil der Urlaubsreise in vollen ZĂŒgen genießen. Nun ist auch alles gebucht bzw. umgebucht und somit können wir es auch „laufen“ lassen.

Dubrovnik konnten wir nun etwas nĂ€her kennenlernen und wir mĂŒssen gestehen, eine wirklich besondere Stadt. Warum? Die vielen kleinen schmalen Gassen, mit den tollen Strassenlaternen. Denn die Laternen zeigen am was im jeweiligen GeschĂ€ft zu finden ist…z.b. haben wir bei einem Koreaner zu Mittag gegessen und da ist die Laterne dann eben passend zum Koreaner Restaurant…die Stadt ist so am Flussufer eingebettet unglaublich und man hat doch viele Höhenmeter innerhalb der Stadt zu bewĂ€ltigen. Auch hier und da gibt es kleinere Treppen und ZugĂ€nge direkt zur Adria und dem kĂŒhlen Nass. Das haben wir auch genossen. Unsere Vermieterin hatte uns da sehr nĂŒtzliche Tipps gegeben.

Die SchnellfĂ€hre zur Insel Brac ging am Freitag Nachmittag und machte Ihrem Namen alle Ehre. Mit teilweise 57kmh brauste sie dahin…. Salzwasser ĂŒberall. Auf der Insel angekommen wurden wir sehr herzlich von unseren neuen Vermietern empfangen. Er kann unglaublich gut deutsch, weil er zu Zeiten von Steffi Graf und Boris Becker hier viele viele deutsche GĂ€ste Tennisunterricht gegeben hatte und selber auch mal fĂŒr 5 Monate in Deutschland war. Mit dem Geld was er verdient hĂ€tte, hat er sich dieses nette HĂ€uschen mitten im Zentrum von Brac gebaut. Ein sehr netter Gastgeber…..und wir haben eine Ferienwohnung die hat ca.60m2, da hat man wirklich Platz und einem eigenen Balkon.

Gestern haben wir dann einen fauligen Strandtag gemacht….herrlich so mit einer Brise Wind, denn es weht hier mindestens jeden Abend ein laues LĂŒftchen, so Ă€hnlich wie es mit dem HöllentĂ€ler/InnentĂ€ler in Freiburg ist. Herrlich angenehm. Ich hatte uns zwei Liegen und ein Sonnenschirm gegönnt, denn es ist kein feiner Sandstrand sondern Kieselstrand. Am Abend waren wir noch in der Winzergenossenschaft und Wein probiert, denn seit 10 Jahren versucht hier die Winzergenossenschaft Stina sich zu etablieren, was sehr gut gelingt…2016 gab es fĂŒr einen Weisswein die Siegermedaille bester kroatischer Wein.

Heute nun haben wir uns vorgenommen einen Ausflug in eine einsame Einsiedlerei zu machen. Gesagt, getan…..mit dem Fahrrad erst eine geteerte Strasse und dann ca. 5km ungeteerte , puh mal wieder unfahrbar mit unseren RĂ€dern, hab oft geschoben. Aber dann die letzten Kilometer gut geteert (neu)…doch man kam nicht ganz mit den FahrrĂ€dern dort hin, die allerletzten 3km muss man/frau zu Fuss nehmen. Gute 300 Höhenmeter musste man nach unten ĂŒber felsigem Geröll/Steine laufen und Martin hat sich den Weg durch die Spinnennetze tapfer voraus gebahnt, aber dann mitten im nirgendwo taucht dann doch noch die Erimitage auf. Zu unserer Überraschung ist diese heute wieder bewohnt von 2 BrĂŒdern mit Familie und so konnten wir ein kĂŒhles GetrĂ€nk und eine großartige FĂŒhrung auf deutsch geniessen. Wir waren aber nicht alleine…4 weitere Deutsche aus Kiel/MĂŒnster die mit dem Segelboot da waren wollten sich auch die Erimitage anschauen. War sehr lustig….und extremst lehrreich. Der letzte Mönch Nikolas Milicevic ist 1963 verstorben und bis 1962 wurden die Kinder von 3 umliegenden Dörfern von Ihm unterrichtet. Schulgeld war das jedes Kind jeden Tag Holz mitbrachte. So könnte das Feuer in der KĂŒche jeden Tag brennen, um Brot und Essen zuzubereiten. Die ersten Mönche kamen im 16Jhd. und haben nach Bad nach diese Erimitage aufgebaut. Haupteinnahmequelle waren er angebaute Wein, Olivenöl, Getreide aus dem dann Brot gebacken wurde. Es wurde nur getauscht gegen BĂŒcher, Möbel, Teleskop…mit dem hatte der letzte Mönch sogar 2 Asteroiden entdeckt…..unglaublich was die da so angestellt haben und vor allem wie z.b ein Klavier da hoch transportiert wurde…

ZurĂŒck haben wir aber mit dem Fahrrad eine andere Route ĂŒber das Landesinnere genommen. Toller Ausblick immer mal wieder auf die Berge des Festlandes.

Und fast hĂ€tten wir am morgen abbrechen mĂŒssen, denn ich war kurz davor einen Hitzekollaps zu bekommen. Aber wir haben dann bitte unter einem kleinen Baum am Wegesrand Schatten gesucht, etwas getrunken und dann langsam weiter…..es war die richtige Entscheidung die Strecke zu teilen.

Schaut Mal, Barometer zeigt „schönes Wetter an“….wie wahr wie wahr

Und der Schnaps wird noch per Hand hergestellt…. KrĂ€uterbefĂŒllung der GlĂ€ser

Brac von oben

Morgen nun geht es am Abend nach Split und am Dienstag wollen wir uns auf den Weg zum Flughafen noch Trogir anschauen. Soll auch sehr schön sein. Und am Dienstag in der Nacht sind wir zurĂŒck in RĂŒmmingen. Dann bleiben uns noch ein paar Tage und da wollen wir noch 3 Tage in die französische Schweiz um zum einen im Tal de Traverse und in der Areuse Schlucht zu wandern, so zum Abschluss.