Noch kann ich nicht sagen, wie das Wetter wird. Falls es gut ist, könnte ich für ein paar Stunden am Ziel ein Kajak ausleihen
Gesamtanstieg: 707 m
Untertitel sind überbewertet
Noch kann ich nicht sagen, wie das Wetter wird. Falls es gut ist, könnte ich für ein paar Stunden am Ziel ein Kajak ausleihen
Bei dieser Tour mache ich etwas, was ich sonst eher nicht mache – einen Ort auf einer Tour mehrfach besuchen. Heute geht es wieder zurück nach Karlshamn, und morgen dann nach Kristianstad — aber natürlich auf einer anderen Strecke. Auf dem Hinweg war ich in Küstennähe unterwegs, auf dem Rückweg mehr im Landesinnern
Die letzten beiden Tage habe ich es mir in Karlskrona gemütlich gemacht. Gestern war ich im Län-Museum von Blekinge, mit der Geschichte der Gegend hier seit der Eiszeit. Danach habe ich eine Bootsrundtour durch die Schären gemacht.
Man lernt nie aus. Die deutsche Übersetzung des schwedischen Wortes Örlog soll Orlog sein. Aha. Noch nie gehört. Und was bedeutet das? Man könnte vielleicht eher Kriegsmarine dazu sagen. „Världsarvet örlogsstad Karlskrona“ wäre dann „Weltkulturerbe Marinestützpunktstadt Karlskrona“. Und das stimmt. Ein Teil der Insel auf der Karlskrona liegt, ist militärisches Sperrgebiet. Als das Ausflugsschiff die Stadt verließ und das Sperrgebiet durchquerte, wurde es einige 100 Meter lang von zwei Soldaten auf Jetski-Wasserscootern begleitet, die mit Argusaugen darüber wachten, dass niemand fotografierte oder anderen Unsinn trieb. Einer der beiden sah aber eher wie ein Alt-Rocker mit Rauschebart aus, der auf seiner Harley cruiste.
Heute stand eigentlich nur das Marine-Museum auf dem Programm. Umfangreich und interessant, mit Schaluppen und Barkassen und zwei U-Booten in voller Größe.
Mein Hintern hat sich in den drei Tagen ohne auf dem Sattel zu sitzen etwas erholt, und so kann es morgen wieder auf den Rückweg gehen.







In Karlskrona lege ich zwei Ruhetage ein – aber eigentlich habe ich nicht vor, diese untätig zu verbringen. An einem davon werde ich wahrscheinlich eine kleine Tour über die Schären machen, und am anderen könnte ich eines der größten Weingüter Schwedens besuchen — mit 3000 Weinstöcken klein im Vergleich zu einem durchschnittlichen Weingut im Markgräflerland, aber groß für schwedische Verhältnisse.
Am frühen Morgen noch kühl, einstellig. Dann geht die Sonne auf und es wird schnell warm. Man sitzt im Liegestuhl im Garten, schlürft einen Cocktail. Die Bienen summen, die Hummeln brummen und die Zeit kriecht wohlig dahin. Naja, so wars bei mir gestern natürlich nicht, denn ich war ja mit dem Rad unterwegs. Aber so ein schön entschleunigtes Gefühl hatte ich schon.






Heute das Kontrastprogramm. Irgendwie habe ich mir den Hintern aufgescheuert. Also erstmal in die Apotheke, dann mit dem Zug anstelle Rad nach Karlskrona. Die nächsten zwei Tage sind eh als Ruhetage geplant, am Sonntag bin ich dann hoffentlich wieder fit.


Weiter geht es der Küste von Blekinge entlang, bis zum östlichsten Punkt der Reise, Karlskrona.
Heute geht es nach Osten, von Skåne bis Blekinge. Der letzte Tag, an dem sich die Strecke auf kleinen Teilen mit der vor 12 Jahren deckt. In Karlshamn bin ich zufälligerweise im gleichen Hotel wie damals.
Heute war es wieder oft sonnig, aber der Wind… vor allem in Küstennähe ein gepflegter Gegenwind, der das vorankommen mühsam machte. Im Landesinnern war es ein bisschen ruhiger und es hat mich manchmal an den mittleren Schwarzwald und manchmal an die Kiefernwälder Brandenburgs erinnert. Kleine, kaum befahrene Sträßchen auf denen man im stetigen auf und ab vorankam.
Nach der Ankunft habe ich in Kristianstad noch einen kleinen Spaziergang gemacht. Die Stadt selbst ist eher unspektakulär, hat aber einen sehr schönen Stadtpark.








Das Theater im Stadtpark von Kristianstad
Heute wende ich mich nach Norden und fahre zuerst entlang der Küste, dann mehr im Landesinnern.
Im letzten Drittel bin ich auf einer ehemaligen Bahntrasse unterwegs. Diese Wege sind meist recht angenehm zu fahren, da sie nur geringe Steigungen haben, allerdings sind sie dafür manchmal nicht asphaltiert.
Gestern war ein herrlicher Fahrradtag: Morgens frisch aber nicht zu kühl, nachmittags warm aber nicht zu heiß. Bei schönstem Sonnenschein. Eigentlich hätte mir einges von der Tour vor 12 Jahren bekannt sein sollen, aber gefühlt war alles neu.
Von Trelleborg bis Ystad folgte ich dem Südküstenradweg. Der war (für schwedische Verhältnisse) sehr gut befahren, Reiseradler mit Gepäck kamen mir Dutzendweise entgegen.









Heute war das Wetter nicht ganz so gut. Bedeckt den ganzen Tag. Morgens noch trocken, dann wuchsen sich bis zu Ales Stenar die vereinzelten Tropfen zu einem leichten Landregen aus, ab Glimmingehus war es dann aber wieder trocken. Insgesamt war es aber nicht schlecht zu fahren.
Bei Ales Stenar, großen Findlingen gesetzt in Form eines Schiffsrumpfes waren natürlich viele Touristen zu finden, darunter viele Familien mit kleinen Kindern aus Deutschland und anderswo.
Im Glimmingehus, einer mittelalterlichen Burg kam ich gerade recht zu einer Führung auf schwedisch. Nach einer Weile bin ich aber alleine weitergegangen – der schonische Dialekt war doch recht schwer zu verstehen und die Infotafeln waren auch sehr informativ.










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