Zuerst geht es quer durchs Land bis nach Trelleborg, ab dort für 20 Kilometer auf dem gleichen Weg wie vor 12 Jahren.
Das Ziel ist Ystad, die kleine Stadt, in der Henning Mankells Kommisar Wallander spielt.
Gesamtanstieg: 310 m
Wieder in Schweden
Zuerst geht es quer durchs Land bis nach Trelleborg, ab dort für 20 Kilometer auf dem gleichen Weg wie vor 12 Jahren.
Das Ziel ist Ystad, die kleine Stadt, in der Henning Mankells Kommisar Wallander spielt.
Endlich geschafft!
Bis Bremen ging alles glatt, dann musste der Zug wegen einer Stellwerksstörung umgeleitet werden und kam eine Stunde später in Hamburg an. Dadurch war ich erst recht spät beim Check-in und konnte gleich auf die Fähre.
Jetzt beginnt endlich der Urlaub mit einem ersten schwedischen Bier, gut 14 Stunden nach dem Aufbruch zuhause.

„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was verzählen; drum nahm ich meinen Stock und Hut, und tät das Reisen wählen“ – so schrieb Matthias Claudius im Jahr 1774.
Ich habe zwar keinen Stock dabei, aber ein Fahrrad – und das macht das Reisen mit der Bahn nicht unbedingt einfacher. Da die DB an diesem Wochenende gerade zwischen Herbolzheim und Offenburg baut, gibt es dort Schienenersatzverkehr, der leider keine Räder mitnimmt. Dass da kein Zug fährt hat die Bahn allerdings erst gesagt, nachdem ich die Fahrkarte schon gebucht hatte…
Zuerst mit dem Rad bis Eimeldingen, dann mit der Bahn bis Herbolzheim, dann wieder mit dem Rad bis Offenburg, dann mit einem ICE über das Ruhrgebiet bis nach Hamburg, dann mit dem Regionalzug nach Travemünde. Wenn alles gut geht passt es dann für die Nachtfähre nach Malmö.
Ich bin gespannt.
In der zweiten Augustwoche geht es wieder nach Schweden. Diesmal bleibe ich ganz im Süden des Lande. Der Startpunkt ist wieder Malmö, kein Wunder, da ja die Fähre dort ankommt.
An manchen Tagen bin ich immer wieder für ein paar Kilometer auf derselben Strecke unterwegs, wie bei unserer allerersten Tour in Schweden. Damals fuhren wir von Trelleborg über Karlshamn bis zum Vätternsee. Dieses Mal biege ich in Karlshamn nicht nach Norden ab, sondern nach Osten, weiter nach Karlskrona. Insgesamt sind es aber nicht allzuviele Kilometer die gleich sind, außerdem ist das ja auch schon 12 Jahre her.
In Karlskrona mache ich dann etwas Pause um die Schären zu erkunden, dann geht es etwas mehr im Landesinneren zurück nach Helsingborg. Zwischen Helsingborg und Malmö bin ich das letzte Mal der Küste entlang gefahren, jetzt nehme ich eine andere Strecke über Lund.
Heute geht es wieder mit der Bahn zurück.
Dabei gibt es noch die zwei letzten Grenzquerungen: Im Zug kurz vor Basel und dann mit dem Rad auf dem Weg nach Hause.

















Der letzte Fahrtag. Zuerst geht es weiter auf der Vennbahn, dann etwas durch Belgien bis zum Dreiländerpunkt am Vaalser Berg. Von den vier Dreiländerpunkten, an denen wir vorbeigekommen sind, ist das der einzige den wir zu Fuss exakt erreichen können – die anderen liegen alle in der Flußmitte von Rhein, Mosel oder Our.
Bis 1919 trafen hier sogar 4 Territorien aufeinander. Neben Deutschland, Belgien und der Niederlande auch noch Neutral-Moresnet, ein nur gut 3 km² großes Gebiet, welches als Kondominium gemeinsam von Belgien und Deutschland verwaltet wurde.
Damit die Niederlande auch noch ein bisschen zum Zug kommt, fahren wir wahrscheinlich nicht direkt von Vaals nach Aachen, sondern machen noch einen Abstecher nach Kerkrade/Herzogenrath und sammeln dabei auf wenigen Kilometern nicht weniger als zusätzliche 6 Grenzquerungen.







Heute stoßen wir bei Büllingen auf die Trasse der Vennquerbahn, und einige Kilometer weiter dann auf die Vennbahn. Heutzutage sind das Radwege, damals waren es wichtige Eisenbahnverbindungen.
Als nach dem ersten Weltkrieg die Gebiete um Eupen und Malmedy belgisch wurden, bestand Belgien darauf, auch die in Deutschland verbliebenen Abschnitte der Vennbahn zu kontrollieren. Seither gibt es die kuriose Situation, dass zwischen Kalterherberg und Roetgen nur die Bahntrasse selbst belgisches Hoheitsgebiet ist, rechts und links davon aber deutsches Staatsgebiet.
Technisch gesehen befinden wir uns also heute bis auf die letzten 2 Kilometer den ganzen Tag in Belgien. Die Strecke ist recht kurz, damit genug Zeit für den Besuch der Senfmühle Monschau bleibt.













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