Nordkap 2024

Alle Wege führen ... wieder zum Nordkap

Hönan Agda – Das Huhn Agda

Heute morgen ging es weiter: mit Minderheitssprachen und schwedischen Dialekten. Wir hörten uns einige Aufnahmen an und ich versuchte zu verstehen. Das ging meistens ganz gut, da sich die schwedischen Dialekte mehr bei der Aussprache und Satzmelodie leicht voneinander unterscheiden, aber kaum im Wortschatz. Selbst einen norwegisch sprechenden Moderator konnte ich halbwegs verstehen.

Am Nachmittag übernahm Bengt und spielte mir ettliche Lieder vor, unter anderem eine makkaronische Dichtung aus deutsch und schwedisch:

Som ni hören kan nicht jag
Sprechen deutchen särskilt bra
Men Carola hon har lärt mich alla Grunden
Under varje Nakenbild
Steht ein Text dass macht mich vild
Och ibland så är det så ich måste blunden

Ein anderes Lied war das vom Huhn Agda. Noch etwas weniger jugendfrei als das obige Carola von Robert Bruberg. Der alte Hahn der konnt nicht mehr, tirili….. Und was der neue so alles macht…

men som han är frisk och sund, får vart höns en kärleksstund

Jeannette kann sich das ja mal übersetzen, ich bring dann den Rest mit. 😀

Dann aber auch noch andere Lieder mit seriösem oder einfach nur poetischem Inhalt. Alles in allem wieder sehr abwechslungsreich.

Gegen Abend habe ich dann noch eine kleine Runde von ca 20 km gedreht. Hier ein paar Bilder aus Nödinge und Umgebung:

Blick von der anderen Seeseite
Kirche in Nödinge
Nur echt mit Schwedenflagge

Ausflug nach Marstrand

Morgens gab es wieder viel Schwedisch: Zeitungsartikel, Nachrichtensendungen, draußen sitzen und alles benennen was zu sehen war und den Anfang von Selma Lagerlöfs „Der Kaiser von Portugallien“.

Am Nachmittag habe ich dann mit Bengt einen kleinen Ausflug zu den Schären bei Marstrand gemacht – Anna hatte da andere Termine.

Die Festung Marstrand
Die „Kuh-Insel“, Nachbarinsel von Marstrand
Blick auf die Schären
Bengt

Nicht besonders warm, aber ein gutes Sommerwetter, herrlich!

Dyka in i språket — In die Sprache eintauchen

Heute morgen war es ziemlich windig und frisch, genau das richtige Wetter um drinnen zu bleiben und Schwedisch zu lernen.

Puh, ganz schön intensiv, das macht müde, mein Kopf ist jetzt leer. Aber es macht auch Spaß. Wir haben über samische Kultur gesprochen, die Wahlergebnisse diskutiert und Gedichte gelesen. Mittags habe ich einen kleinen Spaziergang am See gemacht, dann ging es weiter.

Nachher grillen wir, und Bengt hat einen samischen Film mit schwedischen Untertiteln empfohlen. In dem Film wird nicht viel geredet, hat er gesagt, das versteht man ganz gut.

Blick auf das Haus von Anna und Bengt

Spazierweg am Ufer
Der Vimmer-See
Am Steg

Plan für Tage 3 bis 8 – Sprachkurs und Göteborg & Umgebung

Mal schauen, wie ich diese Woche einteile – jeden Tag werde ich ein paar Stunden Schwedisch üben und dann sicher die Umgebung erkunden: Ausflüge zur Festung Bohus, nach Göteborg, eine Radtour zu den Schären auf die Insel Marstrandsö oder ein Besuch im Freizeitpark Liseberg – wann ich aber was machen werde, weiß ich noch nicht.

Den nächsten „Plan für Tag X“ gibt es dann in einer Woche, am Sonntag, wenn ich mich mit der ersten größeren Tagesetappe auf den Weg machen werde.

Wasser in allen Formen

Heute morgen kam ich gut in Göteborg an

Kleine Schäre vor Göteborg

Es grummelte zwar immer wieder, blieb aber doch noch trocken. Manchmal kam die Sonne raus, aber es war doch recht frisch.

Domkirche Göteborg
Die Schweden liiieben Süssigkeiten
Gustav II. Adolf, der Gründer Göteborgs

Auf dem Weg nach Nödinge legte das Gewitter los, es gab immer wieder heftige Güsse, kurz bevor ich durchkam auch als Hagel

Meine Fahrradspur im Hagel

Kurz vor der Ankunft wurde es wieder trocken. Das Haus von Anna und Bengt liegt idyllisch an einem kleinen See. Wir haben gerade gut Kaffee getrunken und uns schön unterhalten. Sehr nett! Man merkt, dass die beiden Erfahrung mit Sprachunterricht haben – sie haben immer darauf geachtet, nicht zu schnell zu sprechen, deutlich und mit nicht zu komplizierten Worten.

Nachher setzen wir uns noch zusammen und planen die Woche.

Blick aus dem Wohnzimmerfenster

Plan für Tag 2 – Ankunft in Nödinge

Den ersten Brocken Schwedisch habe ich vermutlich schon gestern auf der Fähre benutzt, und für die nächsten 25 Tage tauche ich hoffentlich gut in die Sprache ein. 

Nach der Ankunft morgens in Göteborg werde ich die Stadt etwas intensiver anschauen als beim letzten Mal – damals sind wir nur kurz durch die (morgens noch leere) Stadt gefahren, da wir eine normale Tagesetappe vor uns hatten. Dieses Mal habe ich mehr Zeit, da mein Ziel, Nödinge, nur gut 30 Kilometer nördlich von Göteborg liegt.

Gesamtstrecke: 32.92 km
Gesamtanstieg: 371 m

In Nödinge komme ich dann für eine Woche bei Anna und Bengt unter – ich habe mir einen Sprachkurs gegönnt. 

Tag 1, Sa. 7 Juni

Das Fahrradabteil ist voll, ein älteres Ehepaar aus Riehen will Jütland umrunden, ein Anderer trifft sich mit Freunden in Westerland, und bei der Bahn ist heute wieder mal das Verhältnis Fahrzeit pro Euro besonders hoch – anders gesagt: eine Stunde Verspätung angekündigt wegen Streckenreparatur und Umleitung. Wie gut, dass ich in Kiel viel Zeit habe.

Vor dem Badischen Bahnhof

In Kiel war es erst noch sonnig aber windig. Bald schon zog es zu und drohte zu regnen. Also beeilte ich mich auf die Fähre zu kommen. Jetzt sitze ich im trockenen während es draußen schon regnet. In einer guten Stunde wartet das Abendbuffet auf mich.

Plan für Tag 1 – Anreise bis Göteborg

Heute geht es endlich los. Zuerst mit dem frühesten Zug bis Kiel. Das heißt zwar, dass ich vor 4 Uhr aufstehen muss, aber dafür ist es ein direkter Zug und ich komme noch vor 13:00 Uhr an. Es bleibt also genügend Zeit, eine eventuelle Zugverspätung aufzufangen, und um Kiel noch etwas anzuschauen, bevor es dann am späteren Nachmittag auf die Nachtfähre nach Göteborg geht.

Wieder Richtung Nordkap