Jeannette in Costa Rica

Sonne statt Schnee

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Rauschende Brandung und leuchtendes Wasser

Wir hatten mit Carlos ausgemacht früh aufzustehen und ohne Kaffee wollte er uns dann doch nicht aus dem Haus lassen. Also bekamen wir eine schöne große Tasse Kaffee und ein kleines Frühstück bevor es dann zum Carbo Blanco Nationalpark ging. Es hieß dieser sei sehr schön und am Ende des Weges lockt ein schöner Strand. Und so machten wir uns dann auf den Weg um uns dann am Uferweg auf der holprigen Schotterpiste wieder zu finden. Puh, da kamen Erinnerungen hoch. Da wir nicht genau wussten wo wir das Auto abstellen konnten wir ne nur eine ungefähre Angabe von ca. 7km von Carlos erhielten wollten wir das Auto dann am Wegesrand abstellen in der Nähe eines Hauses. Aber der Eigentümer gab Gerhard Handzeichen und er wollte schon unfreundlich sagen es gibt nichts aber es stellte sich dann heraus das er uns anbot bei ihm auf dem Grundstück zu parken, er passt darauf auf. Die beiden haben dann noch ein bisschen miteinander gesprochen, denn er wollte das Haus verkaufen, nun wo er alt ist und seine Söhne weit weg in einer Stadt wohnen. Für 70000 Euro erhältlich. Nun dann stiefelten wir los, mit Wasser und dem ganzen Schnorchelzeug. Es ging ganz schön zur Sache und die 5km haben mich ziemlich gefordert. Ich habe den Eindruck die Höhe Luftfeuchtigkeit macht mir doch ziemlich zu schaffen. Zumindest habe ich wie ein Maikäfer gepustet. Es ging aber auch wirklich steil nach oben. Auf dem Weg haben wir einen Schweizer aus Basel kennengelernt. Der war alleine unterwegs, hat seinen Job gekündigt und reist nun in den lateinamerikanischen Ländern und es ist kein Witz, besucht jeden Nationalpark in Rekordzeit. Nach 2h am Ziel angekommen meinte er auf die Uhr schauend ah das ist gut, angesagt waren 2:30 aber wir sind jetzt 1:58 gelaufen super…. Gerhard bot ihm an er könne ja auch schnorcheln, wir haben alles dabei. Nein nein, dafür hat er keine Zeit, er kann höchstens mal kurz die Beine ins Wasser stecken und dann muss er weiter. Das nächste Ziel wartet. Hmm seltsam. Wir aber packten erstmal aus nachdem wir dachten ein Schattenplatz im trockenen gefunden zu haben. Aber es war extrem rauschende Brandung und auch zum schnorcheln war es etwas zu stürmisch, so dass wir nach 2 Stunden alles wieder einpackten um den Rückweg anzutreten. Ein Mann sprach mich noch an ob ich wüsste wann der nächste Bus führe…nein aber wir boten an ihn und seine Freundin mitzunehmen. Es stellte sich heraus dass es auch Deutsche waren. Sie kurz vor ihrem 2ten Staatsexamen Medizin und er schreibt an seiner Doktorarbeit. Sozialwissenschaftler mit Schwerpunkt Klimawandel und Auswanderung/ Vertreibung in Peru. Was für eine Mischung. Sie bleiben noch ein halbes Jahr wenn es geht und bereisen Costa Rica und lernen/ schreiben nebenher..wenn man etwas länger unterwegs ist trifft man tatsächlich immer wieder diese Langzeitreisenden und denkt sich immer, wow wie spannend. Da wir ja nicht ausgelastet waren, so sind wir noch ein bisschen am Strand spazieren gewesen, wo wir an dieser Schildkröten Aufzuchtstation anhielten und auf deutsch ein paar Informationen erhielten. Derzeit kommen wohl immer noch die Schildkröten- Mamas und legen Eier ab. Diese werden dann in der Aufzuchtstation sicher verbuddelt und nach 45 Tagen schlüpfen sie dann und werden dann wie schon erwähnt begleitet. Eigentlich ist die Zeit des Eier Legend und schlüpfen Ende November vorbei aber dieses Jahr haben sie noch immer Mamas die kommen..

Mein Geburtstag startete recht gemütlich mit einem leckeren Frühstück draussen, noch einmal unsere Totenkopf-Äffchen die uns besuchten und dann ging es auch schon los nach Paquera, das war keine 35km von Montezuma entfernt. An unserem neuen Domizil angekommen ging es sehr lustig zu, da hier viele Tiere herumflitzen wie z.b Hühner, die auch Kleine haben und viele Hunde ohne Namen. Die Zimmer sind neu von 2018 und alles ist wirklich toll gebaut worden. Es gehört einem jungen Paar, sie Holländerin und er Einheimischer…2 Kinder haben sie. Der junge geht nun in die 2te Klasse und das letzte Jahr meinte sie haben sie einen Stapel bekommen in der Corona Zeit und das sollten sie mit den Kindern abarbeiten. Das hat nicht so richtig geklappt und nun hat der Sohn schon recht Mühe hinterher zu kommen. Dann wollten wir noch im Pali- Supermarkt etwas einkaufen, also gut ab ins Auto und in die Stadt. Dort haben wir nicht sofort den Pali gefunden und Gerhard hielt bei einem älteren Paar an welches vor ihrem Haus sass. Der alte Mann meinte Pali Pali si si und schwubs wollte er mit. Er war fast komplett blind und man musste ihm helfen. Und dann ab ins Auto und der Pali war dann schnell gefunden. Und dann ging es weiter, er meinte dann zu Gerhard jetzt braucht er Kaffee und ….. Stopp. Schnell jemanden finden der ihm helfen kann, aber der securitas Mann wollte das nicht und dann hat ihm eine Einheimische geholfen. Auf der Rückfahrt hat er uns noch erzählt, das er morgen nach San Jose gebracht wird und dort eine Augen OP bekommt. Er war glücklich das wir ihn mitgenommen haben zum einkaufen und für uns war das ja kein großer Aufwand. Und dann ging es ab zum Standort Bahia Rica, wo wir abends eine Kajak Tour mit luminizierendem Wasser gebucht hatten. Dorthin führte wieder ein Stückchen Schotterpiste vom feinsten. Wir sind mittlerweile etwas traumatisiert, können aber noch Späßchen machen vor allem wenn uns ein Bagger über den Weg fährt. Dann heißt es immer, äh schau mal unser Freund 😉. Aber es ging alles gut und dort angekommen hatten wir noch etwas Zeit bis zur Tour so dass wir noch ein Kajak für uns erhielten um ein bisschen die buchten zu erkunden. Das war schön, denn Gerhard ist dann auch noch schnorcheln gewesen und ich hinterher mit dem Kajak. Es hat schon viele Fische, aber leider ist es oft doch sehr trüb das Wasser. Dann würde es endlich dunkel und wir bekamen eine Einführung in das Phänomen Bioluminescence. Das ist Plankton, welches bei Berührung Licht aussendet, sprich Energie abgibt. Das war echt super, wir sind dann rein in die Kajaks und dann ab die besten Orte finden. Unser Guide wusste das ja und so konnten wir in der Nacht uns gut auf dem Wasser zurechtfinden. Und neben dem leuchtendem Wasser war schon einfach toll nachts auf dem Wasser mit dem Kajak zu sein und dann noch die Milchstraße zu sehen.

Das war mal ein anderer Geburtstag so in der Wärme. Danke euch allen für die lieben Geburtstagswünsche, kamen alle an😘. Nach einer ruhigen Nacht und einem gemütlichen Frühstück wollen wir uns heute nun auf den Weg machen nach Dominical, weiter der Pazifikküste entlang.

Pura Vida (reines Leben)

Pura Vida ist das unumstrittene Lebensgefühl von Costa Rica und das spürt man wo man hinkommt, hinsieht und vor allem in Kontakt mit den Einheimischen kommt. Und da Gerhard (Gerardo auf Spanisch) wirklich ganz gut spanisch kann (ich habe auch den Eindruck es wird von Tag zu Tag besser) und auch immer gleich auf alle zugeht ist es ganz einfach mehr zu erfahren.

Gestern sind wir auf excellenten Straßen nach Montezuma äh liebevoll von den Einheimischen Montefuma genannt, weil hier die Hippies und Alternativen so das eine oder andere Grasstängelchen wegrauchen und man riecht es auch. Falls ich was in die Finger bekomme 🥳…Hier in Montezuma ist das Leben sehr leicht und uns gefällt es ganz gut hier so daß wir bei Carlos unserem Airbnb Gastgeber für zwei weitere Nächte verlängert haben. Als wir ankamen wurden wir recht freundlich und neugierig von Totenkopfäffchen empfangen und auch eine Echse gesellte sich noch dazu. Auf dem Weg zum Strand haben wir dann noch eine Echse gesehen. Das ist wirklich beeindruckend hier wie nah man den Tieren kommt und das völlig ohne einen Nationalpark zu besuchen. Am Strand findet man alles mögliche an Muscheln, Krebsen etc. Lebend und tot..

Heute haben wir eine kleine Flusswanderung zu einem Wasserfall unternommen mit einem herrlichen Naturschwimmbecken. Das alleine wäre ja schon schön gewesen aber es füllte sich unglaublich irgendwann mit Einheimischen aber eben auch mit Urlaubern. Das war lustig zu sehen wie einige versucht haben von einem Felsenvorsprung zu springen oder die Schwinge zu nutzen. Irgendwann sind wir aufgebrochen und haben einen schönen Strandspaziergang unternommen mit baden und ausruhen. Auf dem Rückweg konnten wir der letzten Oliv- Bastardschildkröte bei ihrem Weg ins Meer zuschauen.

Und nun noch ein paar Worte zu Costa Rica selbst. Ein wirklich schönes Fleckchen Erde, unglaublich grün und mit recht viel spannender Flora und Fauna bei wirklich angenehmen Temperaturen. Die Menschen sind sehr freundlich und lachen viel. Das Preisniveau ist sehr hoch und für uns Ausländer noch viel mehr, da sie tatsächlich ne Menge drauf schlagen. Das verleitet oft auch mal zu handeln, denn nicht alle Ausländer sind Dukatenscheisser. Ein einfacher Handwerker verdient hier 800USDollar sprich 700 Euro. Das ist nicht viel und mal zum Vergleich derzeit bekommt man eine Ananas wenn sie günstig ist für 2Euro aber vielleicht eben die Ticas günstiger, hoffentlich sonst ist das Leben hier wirklich teuer. Was sehr störend ist, das sie überall die Nationalparks eingerichtet haben und hier gut zuschlagen. 10US Dollar pro Person und mehr. Interessant ist allerdings wie sie wohnen. Manchmal in schicken Steinhäusern mit tollem Anwesen aber meistens in zusammen gezimmerten Blechhütten, Holzhäusern oder Stein aber dann mit Holz oder Blechdach. Und jeder wie er will. Es ist ein wirklich einfaches Leben und neben dem Tourismus ist die Landwirtschaft mit dem Früchte-/ Kaffee- & Schokoladenanbau die Haupteinnahmequelle des Landes. Und nun so kurz vor Weihnachten sieht man auch immer mal wieder ein Bäumchen, glitzern irgendwie unwirklich so ohne Schnee.

Sonne, Strand & Me(h)er

Die Zeit vergeht wie im Fluge und die letzten Tage waren doch sehr interessant und auch abenteuerlich. Aber fange ich mal von vorne an….

Am Freitag ging es zum Schnorcheln an die Playa Ocotal. Nach ein paar Erklärungen wie man richtig schnorchelt ging es auch schon los. Ich hatte das Erlebnis in Australien am Great Barier Reef ja schon zweimal und war ganz begeistert. Ganz so schön bunt war es dann in Ocotal nicht, aber das liegt sicher auch daran das die Meere immer wärmer werden und somit die Korallen absterben. Aber es war trotzdem schön, denn wir haben viel gesehen. Kleine Rochen, Seeigel, Kofferfische, Thunfische, Scalare, Seehechte, Muräne, Drückerfische und dann noch einiges mehr was man auch in den Aquarien so sieht. Sehr beeindruckend. Pelikane haben gefischt und wir haben es sehr genossen. Dann war der Plan noch nach Tamarindo zu fahren um zu Abend zu essen und den tollen Sonnenuntergang zu sehen. In der Unterkunft angekommen wurden wir erstmal zur Seite genommen vom hiesigen Anlagenwächter der uns dann mitteilte wir haben wohl nur für eine Nacht gebucht und unsere Sachen sind bei ihm im Büro…oha. Wir waren voll der Meinung das wir für 2 Nächte gebucht hatten und die Vermieterin hatte auch kein Zimmer mehr für uns, sie war ausgebucht. Aber dank Booking und Airbnb haben wir schnell ein preiswertes Zimmer gefunden und dann hieß es erstmal umziehen. Den Plan mit Tamarindo haben wir dann auch verworfen, da es 70 km weit weg gewesen wäre und die Zeit nicht ausgereicht hätte für hin und her. Kein Problem,dann halt morgen auf der Durchfahrt nach Samara.

Und am nächsten morgen sind wir ohne Frühstück aufgebrochen und ca. 3km vor Tamarindo sind wir in einer Soda eingekehrt und haben richtig typisch costaricanisch gefrühstückt. Gallo Pinto…rote Bohnen mit Reis, Eiern, gebratenen Käse, gebratene Wurst, pulled pork und gebackene Banane. Sehr lecker aber auch gut gehaltvoll. Aber was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, es sollte die einzige Mahlzeit des Tages werden. In Tamarindo haben wir vor den Toren der Stadt geparkt, denn die Ticas wollen immer und überall Geld nehmen für das Auto überwachen. Der Strand war schön und wir sind dann noch ins klare Wasser und haben den Surfanfängern zugeschaut. Und dann ab nach Nosara. Gerhard meinte ich solle mal schauen ob wir wirklich den Weg aussen Rum nehmen müssen oder ob wir nicht ne Abkürzung finden. Hmm, Abkürzung das wäre ja dann nicht die Hauptstrasse und nach einigem hin und her und einem gründlichen Missverständnis so will ich das mal ausdrücken sind wir in Santa Cruz von der Hauptstrasse abgebogen auf zum Höllentrip. Erst war die Strasse zwar schmal aber ganz gut, ungeteert aber okay. Und niemand kam uns entgegen….wir fuhren von Spitze zu Spitze, immer höher auf einem schmalen Grad. Oben haben wir noch wilde Mandarinen gefunden und genascht und dann ging es mehr nach unten aber auch immer mal wieder steil nach oben. Aber der Weg wurde immer ausgewaschener und unbefahrbarer zumindest wenn man keinen Allrad-Wagen dabei hat. Wir haben einen Suzuki…eben aber kein Allrad Antrieb und sind uns auch dessen bewusst und haben bisher auch gut die wirklich nicht befahrbaren Wege umfahren. Irgendwann kamen wir dann an eine Abzweigung wo Gerhard noch meinte jetzt wird es ja immer komischer aber das Abenteuer nahm seinen Lauf. Vorher sind wir schon einen Weg runtergeholpert wo klar war, das war der Point of no return…okay tapfer fuhr Gerhard weiter in der Hoffnung es wird schon nicht so schlimm. Aber dann kam der Moment wo wir beide den Aufstieg sahen und meinten jetzt ist der Weg zu Ende. Und ja…..wir kamen nicht hoch, zudem der Weg jetzt richtig ausgewaschen war und auch feucht, somit rutschig. Nachdem wir es noch versucht hatten, ich auf der Motorhaube und so…aber wir blieben dann trotzdem auf halber Strecke stecken. Okay, was nun…..Gerhard ist dann losgelaufen und ich bin beim Auto geblieben, das war dann 9km vor Nosara. Dann nach einer Stunde ein Anruf, der Netzempfang eher bescheiden mit der Info es kommt jemand in 1,5 h gegen 18:00 und kann uns helfen. Der Anruf war um 15:00. Hmm alles komisch aber nun, es hieß Ruhe bewahren. Um 17:30 geht hier als die Sonne unter….ich hatte ja alles und zur Not hätte ich mich im Auto eingeschlossen. Nach einer weiteren halben Stunde kam dann ein Moped und fuhr einfach an mir vorbei. Bis ich das geschnallt hatte…aber ich rief ihm hinterher und dann hielt er an. Ja ja mein Freund sei bei ihm und in einer Stunde kommt Hilfe. Oha na dann. Nach weiteren 2 Stunden kam Bewegung in die Sache. Ein Jeep kam vorsichtig um die Ecke und ich dachte schon es sei Gerhard mit besagter Hilfe. Aber es stiegen 2 Ticos aus und kamen runter. Sie waren freundlich und der eine meinte er hätte Gerhard gesehen mit einem Traktor, der kommt. Aber er muss jetzt hier durch und er könne das Auto runter fahren damit er durch kann. In der Zwischenzeit kam dann noch ein Moped daher und dann haben die auf Spanisch und dann wieder in Englisch mit mir gesprochen. Hmm da war guter Rat teuer aber gesagt getan. Er fuhr das Auto runter und dann kam dann Gerhard mit dem Traktorfahrer äh nee das war kein Traktor es war ein Bagger so mit Schaufel vorne und hinten. Dann gesellte sich noch der erste Mopedfahrer dazu und dann haben die Männer miteinander geschwätzt. Die einen meinten zurück da wo wir hergekommen waren und die anderen meinten nach vorne. Es sah eine Zeitlang so aus als würde das nichts werden, es traut sich keiner aber nachdem dann Gerhard erklärte von wo wir kamen und das wir das alles gefahren sind dann ging es endlich los. Der Baggerfahrer legte los die Strasse auszubessern und dann ab ans Seil mit unserem Auto. Das riss dann auch ziemlich gleich und dann gab es die Stahlkette. Und dann ging es ab, der Bagger zog und zog… Stückchen für Stückchen bewegten wir uns endlich nach oben. Dann oben angekommen ging es nach einem kleinen flachen Stück runter. Das erforderte höchste Konzentration um nicht mit der Windschutzscheibe den Bagger zu knallen. Nach 3km war es dann geschafft….wir waren erleichtert. Dann noch die Buckelpiste bis runter nach Nosara und weiter zum Endziel Samara was nochmals weitere 30km entfernt war. Alles ungeteerte Buckelpiste…dann sag ich irgendwann: man das Auto vor uns rußt ja ganz schön und bis wir bemerkten das sind ja wir verging eine Zeit. Und dann kam die Motortemperaturanzeige…oweia. Dann haben wir an einer Bar angehalten was ganz gut war, denn wir brauchten viel Wasser und eine Zange welche wir bei dem freundlichen Barmann erhielten… weiter ging es. Noch 20km nach Samara aber wir sollten kein Glück haben. Gott sei Dank haben wir dann den Braten schon gerochen. Gerhard stieg aus und checkte die Lage…fazit war er kam ohne Schuhe zurück. Die hat es ihm ausgezogen und er konnte sie im Schlamm nicht mehr finden. Schlechter Weg und dann kam noch Wasser dazu, also wenn wir weiter gefahren wären dann wären wir im Schlamm festgesteckt, Abends um 21:00…wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben an unserem Nachtquartier anzukommen und sind umgedreht. Unterwegs sahen wir ein Schild mit Restaurant El Crocodil, okay da fragen wir ob sie Zimmer haben….aber wir wurden belohnt mit der richtigen Wegbeschreibung nach Samara auf geteerten Straßen. Dann nochmals 16km und völlig am Ende unserer Kräfte kamen wir an und wurden ganz lieb von Tica der Angestellten von Thomas unserem B&B Gastgeber empfangen. Sie war dann noch so lieb und hat uns noch zwei Bierchen besorgt in der gegenüberliegenden Bar, die schon zu hatte. Kein Wunder wir kamen ja erst nach 22:00 Uhr an….dann noch eine Dusche und ab ins Bett. Was für ein Tag! Das war ein Abenteuer das man so in Costa Rica wohl nicht am Strassenrand oder im Touristikbüro kaufen kann.

Nachdem wir ausgeschlafen hatten, obwohl ich glaube Gerhard hat die ganze Nacht von schlechten Straßen geträumt, gab es erstmal ein tolles Frühstück von Tica und dann ging es ab zum Strand. Heute wurde das Auto nicht bewegt sondern wir konnten uns zwischen 2 Stränden bewegen und haben noch einmal versucht zu schnorcheln, diesmal ohne Erfolg. Das Wasser war leider zu trüb. Dafür gab es dann am Abend in der gegenüberliegenden Sunset Bar ein Cocktail und dazu einen mega tollen Sonnenuntergang 🌞. Thomas hatte uns heute morgen verraten, das Tica und ihr Mann auch für die Gäste kochen. Er ist Italiener und soll ganz fantastisch kochen. Na das haben wir dann gerade auch ausprobiert und müssen gestehen daß war super. Frischer Thunfisch mit Süsskartoffel, Yuca Gemüse und frischem Salat. Ich glaube so frischen Fisch hatte ich noch nie. Den Fisch hatten die heute morgen um die Ecke am Strand bei den Fischern erstanden, quasi noch warm. Wir würden gerne noch bleiben aber die Zimmer sind ausgebucht, kein Wunder…tolle Lage am Strand und verdammt ruhig. Einzig die Hühner am Morgen stehen früh auf und der Hahn kräht aber das sind wir ja gewöhnt.

Das Leben hier möchte ich auch noch beschreiben, sehr spannend aber nicht mehr heute. Nun genießen wir noch einen Kaffee und ab ins Bett. Mal schauen welche Abenteuer morgen auf uns warten.

Vom Nebelwald zum Strand

Bevor ich mich dem heutigen Tag widme hab ich noch einen kleinen Nachschlag zum gestrigen Abend. Wir waren wirklich super lecker essen, die Köchin hat uns ihre Spezialität des Hauses gekocht und dann gab es dazu frisch gepressten Fruchtsaft aus Ananas/ Mango. Hmm lecker. Als ich dann das Zimmer aufgeschlossen hatte krabbelte uns ein kleiner Scorpion entgegen. Tja der blieb Gott sei Dank die Nacht über draussen😉.

Heute morgen sind wir wieder früh aufgestanden. Ich hab den Eindruck das dies ganz gut ist da der Tag ja schon gegen 17:00 zu Ende ist und wir dann ausser essen und zeitig schlafen gehen momentan noch ein wenig am Jetlag knabbern. Der Nebelwald hat seinem Namen alle Ehre gemacht. Als wir die Schotterpiste endlich hinter uns gebracht hatten und in den Park gingen war es doch sehr feucht und regnete ein wenig…ist ja warmer Regen und somit gut zu ertragen. Und oben in den Baumwipfeln zog der Nebel durch, richtig mystisch und tatsächlich ein wirklich wenig überlaufener Park. Sehr ursprünglich und man kann sehr gut verstehen was mit Urwald gemeint ist. Die vielen Bäume, Palmen und exotischen Pflanzen…einfach nur toll. Einige der Pflanzen kennt man bei uns Zuhause als Zimmerpflanzen und hier wachsen die eben draussen und sind sehr groß. Und dann die vielen Vögel, einfach super. Die allerdings vor die Linse zu bekommen kein leichtes Unterfangen.

Und dann ging es zum Strand und in die Wärme. Dafür mussten wir ein paar holprige Straßen mit Löchern überwinden bevor wir dann die Panamericana nutzen konnten. Und dann wurde es auf einmal richtig heiß, ich hab schon gedacht die Heizung ist kaputt 🥳. Aber irgendwie auch toll, da nun der Vitamin D Spiegel aufgefüllt wird. Wir sind kaum im Appartement angekommen sofort in die Badeklamotten gesprungen und ab zum Strand. Der Strand hat schwarzen Sand und wir konnten Pelikane mega nah beim Fischen beochbachten. Das ist schon eindrücklich.

Vom Regenwald zum Nebelwald

Der Lava-Weg war sehr schön und wir konnten doch einige Vögel beobachten. Wunderschöne wilde Orchideen waren immer wieder zu sehen. Immer wieder kam der Regen, aber das ist ja nicht wirklich schlimm da es ein sehr warmer Regen ist.

Gestern haben wir uns noch entschieden nach Monteverde zu fahren um dann noch ein wenig im Nebelwald zu wandern. Und so haben wir uns dann ins Auto gesetzt und ab ging die Post. Die ersten Kilometer waren noch gut zu fahren aber dann ging es auf kleineren Straßen weiter mit nicht unerheblichen Löchern, aber auch wir haben es geschafft.

Nun genießen wir gerade die Aussicht auf den Pazifik bei einem einheimischen Bier 🍺. Lecker….

Weissrüsselnasenbär, Faultier & Co

Der Tag begann ja gestern sehr früh und nachdem wir uns gestärkt hatten ging es dann auch gemütlich zu einer geplanten Seerumrundung vom Laguna Arenal los. Unterwegs mussten wir erstmal einen Vollstopp hinlegen, denn eine ganze Horde von Touristen stand mitten auf der Straße und an einem Grundstück und schaute nach oben….man erklärte uns das sie nach einem Faultier Ausschau halten und siehe da, oben im Baum schlief es friedlich. Wow… Dann kam das erste Highlight des Tages. Man erzählte uns davon und wir waren vorbereitet. Heisse Quellen und für ein paar Colonnes könnte man das Auto am Strassenrand parken und dann ging es auch schon los. Morgens um 09:00 schon von warmen Wasser umspült, über uns kreisten die Geier und an unseren Körpern knabberte Fische…das war zugegeben etwas unheimlich.

Dann ging es weiter und auch der nächste Stopp liess nicht lange auf sich warten. Weissrüsselnasenbären, eine ganze Horde lief friedlich auf der Straße umher….nach Blickeschweifen hab ich dann noch ein paar Affen entdeckt. Und die Natur am Rande der Strasse einfach super. Farbenfroh, grün und sehr ausladend. Dann haben wir in Nuevo Arenal noch einen Stopp bei der German bakery gemacht, wo uns der Auswanderer aus dem Allgäu freundlich begrüßte. 25 Jahre ist er nun schon hier und hat sich ein schönes Zuhause geschaffen. Er meinte dann auch das wir wenn wir nicht einen aufgebockt en Allradwagen hätten, dann ginge die Umrundung nicht da zwei Brücken eingestürzt wären und somit der Fluss überquert werden müsste. Naja nicht so schlimm also wieder zurück. Dann sind wir noch nach El Castillo gefahren und trafen dort auf sehr nette Einheimische die uns alles mögliche erzählt haben unter anderem auch einen Tipp für eine gute Wanderung auf dem alten Lava Weg von 1968 zu den wollen wir heute nun machen. Der Vulkan ist ja seit 2010 still und liegt meistens mystisch im Nebel.

Ankommen

Bevor ich aber die ersten Eindrücke hier in Costa Rica beschreibe

Mir ist leider kein besserer Titel eingefallen, denn es beschreibt dieses Gefühl der letzten beiden Tage ganz gut. Bevor wir aber richtig abfliegen könnten wurde Gerhard erstmal beim Zoll abgeführt, ja ja. Er wurde gefahndet und er musste erstmal die erhöhte Strassenbenutzungsgebühr leisten und sich frei kaufen. Der Flug war lang und irgendwann ging es dann doch schnell. Beim ersten landen musste er nochmals durchstarten, da zuviel Nebel da war. Das hat mich doch schwer an die Landung in Irkutsk erinnert. Dann Mietauto abholen und ab ins Hostel. Dort trafen wir dann auf Lorenzo, eigentlich Lorenz aus Leipzig…ein junger Kerl der erstmal bevor er weiß was er studieren will ein bisschen sein spanisch in Costa Rica aufpäppeln will. Noch ein Bierchen zum Abschluss bevor es dann nach 20 Stunden ins Bett ging.

Am nächsten Morgen waren wir richtig früh wach. In San Jose haben wir dann noch Geld getauscht und nun können wir auch das Haus mit einem Rutsch abbezahlen…wir sind reich!🥳 750’000 Colonnes gab es für 1000 Schweizer Franken. Unser erstes Ziel welches wir anvisiert hatten war dann la Fortuna. Eigentlich wollten wir den Panamericana Highway nehmen aber das Navi hatte so seine eigenen Pläne mit uns. Was letztlich super schön war, da wir erstmal durch den Regenwald führen. Abenteuerlich mit den Lastwägen im amerikanischen Stil, dem Regen und der fast 100%steilen Hänge über und über mit tief grünen Pflanzen bewachsen. Irre….dann ging es weiter auf einer gut ausgebauten Strasser namens corridor Atlantico. Was und wem man da alles begegnet neben den Autos. Fahrradfahrer, Hunde, Hühner und immer wieder diese tollen Früchtestände… Papaya, Ananas, Avocados…super lecker und frisch. An Ananasplantagen sind vorbeigekommen, der Duft irre. Ein paar Geier konnten wir auch schon beobachten. An unserer Unterkunft in la Fortuna haben wir 4 Deutsche angetroffen, 3000 Hühner und einen stolzen Hahn der uns heute morgen liebevoll bekräht hat…fast wie Zuhause😉

Der Jetlag hat uns noch voll im Griff und so wollen wir heute schauen was uns so begegnet…

Reise Reise

Ein, zwei, drei im Sauseschritt läuft die Zeit, wir laufen mit. Schaffen, schuften, werden älter, träger, müder und auch kälter, bis auf einmal man erkennt, das das Leben geht zu End‘. Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele, Freunde, Schönheit der Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur. Darum, Mensch, sei zeitig weise. ! Höchste Zeit ist’s! Reise, Reise! Dieses Zitat ist von Wilhelm Busch und so kann das Abenteuer Mittelamerika beginnen. Martin war so lieb und hat uns zum Flughafen gebracht und bisher gab es keine Schwierigkeiten. Der Flughafen ist busy aber man kann gut die Abstände einhalten….man weiß ja nie! Einzig die Hühner müssten nun Zuhause bleiben aber diese wissen wir gut versorgt.

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