Weiter geht es auf dem Sverigleden nach Helsingborg. Dort war ich schon zwei Mal – auf unserer allerersten Tour, und vor drei Jahren
Gesamtanstieg: 410 m
Wieder in Schweden
Weiter geht es auf dem Sverigleden nach Helsingborg. Dort war ich schon zwei Mal – auf unserer allerersten Tour, und vor drei Jahren
Die heutige Strecke war mit 95 km recht lang – aber das Wetter war gut, oft sonnig,, und es liess sich trotz etwas Gegenwind angenehm fahren. Unterwegs begegnete ich einem älteren Paar aus den Niederlanden, die auch schon viel in Europa unterwegs waren. Donauradweg, alle sonstigen Flussradwege, und alles andere, für das es ein Büchlein von Estherbauer gibt.
Die machen es aber anders als ich. Sie sind mit dem Auto unterwegs, und machen dann immer Tagestouren mit dem Rad. Immer hin und zurück. Am nächsten Tag fahren sie dann ein Stück mit dem Auto und dann kommt wieder die nächste Tagestour, bis sie das ganze Radtourenbuch abgedeckt haben.
Das Ende meiner Tour nähert sich allmählich. Nur noch zwei Fahrtage, dann geht es wieder zurück. Bis auf einen Tag hatte ich bis jetzt Glück mit dem Wetter, für morgen ist die Regenwahrscheinlichkeit etwas höher, mal schauen ob es mich erwischt, oder ob ich noch davonkomme.





Heute geht es quer durchs Land, ich nehme Kurs auf Helsingborg. Kurz vor dem Ziel in Eslöv komme ich an einem der unzähligen Seen Schwedens vorbei, dem Ringsjön, mit etwa 40 km² der zweitgrößte in Skåne, nur etwas kleiner als der Ammersee.
Gestern ging es wieder auf den Rückweg. In der ersten Hälfte bin ich etwas weiter im Landesinnern gefahren. Um die Mittagszeit hat nich aber die Karte total in die Irre geführt. Plötzlich endete der Waldweg und nicht einmal ein Pfad führte weiter. Nach einiger Suche fand ich dann aber zum Glück noch einige andere kleine Pfade, auf denen ich mich dann bis zu einer etwas größeren Waldfahrstrasse durchschlagen konnte.
Da hat wohl jemand die Wege einfach aus dem amtlichen Material blind zu Openstreetmap übernommen, ohne sie nochmal vor Ort zu überprüfen.
Da an dieser Stelle meine beiden Routen für den Hin- und Rückweg recht nah beieinander lagen, bin ich dann den Rest des Tages mehr in Küstennähe gefahren, da gab es dann keine Überraschung mehr.
Mein Hintern ist zwar besser, ich muss ihn aber mehr pflegen als sonst.
Heute war es meist wolkenverhangen, Nur knapp 20 Grad. Ohne Sonne und mit etwas Wind war das fast schon ein wenig frisch. Wenn aber manchmal doch die Sonne durchkam, war es schnell wieder angenehm. Ich bin die gleiche Strecke wie auf dem Hinweg gefahren. An der schönen Badestelle, an der sich vor einigen Tagen viele Leute tummelten, war niemand mehr.
Noch kann ich nicht sagen, wie das Wetter wird. Falls es gut ist, könnte ich für ein paar Stunden am Ziel ein Kajak ausleihen
Bei dieser Tour mache ich etwas, was ich sonst eher nicht mache – einen Ort auf einer Tour mehrfach besuchen. Heute geht es wieder zurück nach Karlshamn, und morgen dann nach Kristianstad — aber natürlich auf einer anderen Strecke. Auf dem Hinweg war ich in Küstennähe unterwegs, auf dem Rückweg mehr im Landesinnern
Die letzten beiden Tage habe ich es mir in Karlskrona gemütlich gemacht. Gestern war ich im Län-Museum von Blekinge, mit der Geschichte der Gegend hier seit der Eiszeit. Danach habe ich eine Bootsrundtour durch die Schären gemacht.
Man lernt nie aus. Die deutsche Übersetzung des schwedischen Wortes Örlog soll Orlog sein. Aha. Noch nie gehört. Und was bedeutet das? Man könnte vielleicht eher Kriegsmarine dazu sagen. „Världsarvet örlogsstad Karlskrona“ wäre dann „Weltkulturerbe Marinestützpunktstadt Karlskrona“. Und das stimmt. Ein Teil der Insel auf der Karlskrona liegt, ist militärisches Sperrgebiet. Als das Ausflugsschiff die Stadt verließ und das Sperrgebiet durchquerte, wurde es einige 100 Meter lang von zwei Soldaten auf Jetski-Wasserscootern begleitet, die mit Argusaugen darüber wachten, dass niemand fotografierte oder anderen Unsinn trieb. Einer der beiden sah aber eher wie ein Alt-Rocker mit Rauschebart aus, der auf seiner Harley cruiste.
Heute stand eigentlich nur das Marine-Museum auf dem Programm. Umfangreich und interessant, mit Schaluppen und Barkassen und zwei U-Booten in voller Größe.
Mein Hintern hat sich in den drei Tagen ohne auf dem Sattel zu sitzen etwas erholt, und so kann es morgen wieder auf den Rückweg gehen.







In Karlskrona lege ich zwei Ruhetage ein – aber eigentlich habe ich nicht vor, diese untätig zu verbringen. An einem davon werde ich wahrscheinlich eine kleine Tour über die Schären machen, und am anderen könnte ich eines der größten Weingüter Schwedens besuchen — mit 3000 Weinstöcken klein im Vergleich zu einem durchschnittlichen Weingut im Markgräflerland, aber groß für schwedische Verhältnisse.
Am frühen Morgen noch kühl, einstellig. Dann geht die Sonne auf und es wird schnell warm. Man sitzt im Liegestuhl im Garten, schlürft einen Cocktail. Die Bienen summen, die Hummeln brummen und die Zeit kriecht wohlig dahin. Naja, so wars bei mir gestern natürlich nicht, denn ich war ja mit dem Rad unterwegs. Aber so ein schön entschleunigtes Gefühl hatte ich schon.






Heute das Kontrastprogramm. Irgendwie habe ich mir den Hintern aufgescheuert. Also erstmal in die Apotheke, dann mit dem Zug anstelle Rad nach Karlskrona. Die nächsten zwei Tage sind eh als Ruhetage geplant, am Sonntag bin ich dann hoffentlich wieder fit.


Weiter geht es der Küste von Blekinge entlang, bis zum östlichsten Punkt der Reise, Karlskrona.
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