Grenzlandtour nach Aachen

42 Mal von hüben nach drüben

Tag 9 – St. Vith bis Monschau

Heute stoßen wir bei Büllingen auf die Trasse der Vennquerbahn, und einige Kilometer weiter dann auf die Vennbahn. Heutzutage sind das Radwege, damals waren es wichtige Eisenbahnverbindungen.

Als nach dem ersten Weltkrieg die Gebiete um Eupen und Malmedy belgisch wurden, bestand Belgien darauf, auch die in Deutschland verbliebenen Abschnitte der Vennbahn zu kontrollieren. Seither gibt es die kuriose Situation, dass zwischen Kalterherberg und Roetgen nur die Bahntrasse selbst belgisches Hoheitsgebiet ist, rechts und links davon aber deutsches Staatsgebiet.

Technisch gesehen befinden wir uns also heute bis auf die letzten 2 Kilometer den ganzen Tag in Belgien. Die Strecke ist recht kurz, damit genug Zeit für den Besuch der Senfmühle Monschau bleibt.

Gesamtstrecke: 54.25 km
Gesamtanstieg: 831 m

Von allem ein bisschen zuviel

Ja das kann man heute glatt so sagen. Ein ständiges auf und ab, was deutlich zuviel war aber was will man machen…die Hügel anders legen, ha das wäre was. Und dann war da noch der Wind, eigentlich war er schon gestern da aber irgendwie noch erträglich. Heute war er sehr präsent und nicht mal nur weil er aus der falschen Richtung kam. Es ist eher das man sich konzentrieren und den ständigen Ton im Ohr akzeptieren muss.

Aber bei aller Anstrengung muss man klar zugeben, was für ein tolles Wetter wir haben und wie schön Ostbelgien ist. Aber bevor wir da hin kamen, haben wir uns zum Dreiländereck Deutschland/ Belgien und Luxemburg begeben. Mit ziemlich viel rauf und runter. Und wie beeindruckend dieser Platz, der doch Geschichte schrieb. Was wenn es diese mutigen Männer mit Visionen nicht gegeben hätte. Handelsbeziehungen und Frieden für die Länder der Abkommen und auch dann noch das Schengen Abkommen, keine Grenzkontrollen mehr. Ich weiß in diesen Zeiten vielleicht nicht unbedingt etwas was besonders sichtbar ist aber wie wäre es wenn es das alles nicht gäbe? Ich möchte es mir nicht ausmalen. Und wie einfach es ist mir dem Euro überall zu bezahlen, genial. Ich bin in jedem Fall eine ostdeutsche Europäerin und Martin meinte auch er sei durch und durch Europäer.

Nun sind wir in Sankt Vith und haben noch das schöne Hotel mit seinen Annehmlichkeiten genossen. Wellnessbereich und nun gerade beim 7 Gang Menü. Mega….

Morgen soll es dann nach Monschau gehen und ich hoffe sehr das wir noch eine Senfmühlenführung mitmachen können.

Grenze #18: Steg über die Our bei der Ourschleife LU-DE
Grenze #19: Wenige km später bei Keppeshausen DE-LU
Grenze #20: Wir verlassen Luxemburg am Dreiländereck LU-BE
Das Europamonument am Dreiländereck
Mal schnell nach Deutschland
Grenze #21: Angekommen in DE
Grenze #22: Und wieder zurück nach Belgien
Dreiländerecke sind immer irgendwie im Fluss
Grenze #23: Über die Our bei Welchenhausen BE-DE
Grenze #24: Bei Stupbach wieder zurück DE-BE
Grenze #25: Kurz nach Auel BE-DE
Grenze #26: Wenige 100 Meter später wieder zurück DE-BE
Auf der Vennbahn

Tag 8 – Vianden bis St. Vith

Am Vormittag fahren wir noch durch Luxemburg bis zum Dreilandereck bei Ouren, weiter geht es durch das deutschsprachige Ostbelgien bis St. Vith wo wieder Wellness und ein großes Gourmet-Menü auf uns warten. Auch heute machen wir wieder zwei kleine Abstecher nach Deutschland, 4 Grenzquerungen mehr.

Gesamtstrecke: 66.48 km
Gesamtanstieg: 1636 m

Luxemburg- klein aber oho

Nachdem ich gestern wirklich platt war und daher war das Einschlafen recht früh und für lange…haben beide gut 10h schlafen können. Das tat gut und hat zumindest meine Kräfte wiederbelebt.

Und so starteten wir heute morgen erstmal mit einem Anstieg aber doch recht moderat auf einem Bahnradweg. Das zog sich zwar aber war super schön. Teilweise sind wir komplett alleine, niemand weit und breit. Irgendwann ging es dann runter zur Sauer (Fluss) und dann zum Schluss noch an der Our (ebenfalls Fluss) nach Vianden.

Da es mir heute wieder gut ging, bin ich noch der Dusche auf die Burg Vianden und hab mir diese angeschaut. Martin war fertig und hat sich lieber mal ausgeruht. Ist eine tolle erhaltene Burg, aber auch nur weil die Stadt und der Staat die Burg wieder aufgebaut haben. Eigentlich gehörte sie einmal in die Königsfamilie Oranje also Nassau, aber der Unterhalt war wohl etwas zu kostspielig so daß diese aufgegeben wurde.

Luxemburg ist ja ein kleines Land aber wo man hinschaut, sehr gepflegt und nicht ganz unbillig. Ich denke gut mit der Schweiz zu vergleichen. Für uns jedenfalls eine Bereicherung hier gewesen zu sein, es hat uns sehr sehr gut gefallen. Morgen geht es nach Belgien auch ein Land welches wir bisher nur einmal mit dem Auto durchquerten auf dem Weg von Müllrose  in die Normandie.

Auf der alten Bahntrasse Luxemburg- Echternach
Grenze #14: links Luxemburg,  rechts das Kondominium von Luxemburg und Deutschland, die Sauer.Steg bei Echternach
Grenze #16, wieder LU-DE bei Wallendorf (bei soviel Grenzen habe ich verpasst, bei #15, der Brücke bei Bollendorf ein Bild zu machen )
Grenze #17: mal keine Flussgrenze, kurz vor Vianden. DE-LU

Tag 7 – Luxemburg bis Vianden

Zuerst geht es nach Echternach, und dann immer der Sauer und Our entlang bis nach Vianden. Zwei Mal wechseln wir dabei für jeweils einige Kilometer auf die deutsche Seite.

Gesamtstrecke: 72.29 km
Gesamtanstieg: 1152 m

Europa pur

Irgendwie war das nicht mein Tag. Am morgen bin ich schon etwas lätschig aus dem Bett gekommen und so zog es sich dann bis jetzt hin. Es war ein anstrengender Tag zum Radeln mit seinen knapp 90 km/ 800hm. Und wenn man da nicht ganz bei der Sache ist, kann das verdammt zäh sein. Hab ich ja sehr selten aber nun do war es heute.

Das Wetterchen war wieder mit uns und es blühte und duftete um uns herum. Die ersten 35km gingen an der Saar entlang, herrlich. Der erste nennenswerte Anstieg endete dann an einem Skulpturen Wander/ Radfahrweg wo neuzeitliche Menhiren von Künstlern aufgestellt wurden. Der Weg geht entlang der deutsch- französischen Grenze.

Bald hatten wir dann auch Schengen erreicht. Ich hatte mir ja nie Gedanken über den Begriff Schengener Abkommen gemacht aber nun weiß ich es was es ist. Das Boot Princess Maria Anne liegt noch vor Ort wo eben die Papiere unterzeichnet wurden.

Nachdem wir dann weiteres auf und ab weg- geradelt sind, haben wir endlich unseren Zielort Luxembourg in Luxemburg erreicht. Weltkulturerbe soll die Stadt sein und zuerst haben wir es gar nicht kapiert, aber es müssen die schönen Bauten sein. Habe versucht etwas zu fotografieren…

Morgen geht es dann weiter in Luxemburg, das ist ja ein Land wo wir noch nie waren.

Grenze #11: Nur der andere Belag zeigt an, dass  hier eine Grenze sein könnte. DE-FR
Route des Menhirs
Grenze #12: Kurz vor Schengen, FR-DE
Die kleine Insel ist das Dreiländereck DE-FR-LU
Grenze #13: Auf der Brücke nach Schengen, DE-LU
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