Skåne und Blekinge

Wieder in Schweden

Tag 5 – Kristianstad bis Karlshamn

Heute geht es nach Osten, von Skåne bis Blekinge. Der letzte Tag, an dem sich die Strecke auf kleinen Teilen mit der vor 12 Jahren deckt. In Karlshamn bin ich zufälligerweise im gleichen Hotel wie damals.

Gesamtstrecke: 65.81 km
Gesamtanstieg: 302 m

Sonne und Wind

Heute war es wieder oft sonnig, aber der Wind… vor allem in Küstennähe ein gepflegter Gegenwind, der das vorankommen mühsam machte. Im Landesinnern war es ein bisschen ruhiger und es hat mich manchmal an den mittleren Schwarzwald und manchmal an die Kiefernwälder Brandenburgs erinnert. Kleine,  kaum befahrene Sträßchen auf denen man im stetigen auf und ab vorankam.

Nach der Ankunft habe ich  in Kristianstad noch einen kleinen Spaziergang gemacht.  Die Stadt selbst ist eher unspektakulär, hat aber einen sehr schönen Stadtpark.

Am Hafen in Simrishamn
Ein mit Reet gedeckten Haus, gab es immer wieder mal
Der Ort heißt wirklich „Österreich“
Die Hagebutten waren wirklich riesigengroß
Bis zum Horizont und weiter auf der ehemaligen Bahnstrecke

Das Theater im Stadtpark von Kristianstad

Tag 4 – Simrishamn bis Kristianstad

Heute wende ich mich nach Norden und fahre zuerst entlang der Küste, dann mehr im Landesinnern.

Im letzten Drittel bin ich auf einer ehemaligen Bahntrasse unterwegs. Diese Wege sind meist recht angenehm zu fahren, da sie nur geringe Steigungen haben, allerdings sind sie dafür manchmal nicht asphaltiert.

Gesamtstrecke: 83.76 km
Gesamtanstieg: 654 m

Sommer mit Sonne / Sommer mit Regen

Gestern war ein herrlicher Fahrradtag: Morgens frisch aber nicht zu kühl, nachmittags warm aber nicht zu heiß. Bei schönstem Sonnenschein. Eigentlich hätte mir einges von der Tour vor 12 Jahren bekannt sein sollen, aber gefühlt war alles neu.

Von Trelleborg bis Ystad folgte ich dem Südküstenradweg. Der war (für schwedische Verhältnisse) sehr gut befahren, Reiseradler mit Gepäck kamen mir Dutzendweise entgegen.

Eine Pause am Sonnenblumenfeld
Weiter Himmel weite Felder
Der südlichste Punkt Schwedens
314 km bis Berlin,1572 km bis zum Dreiländerpunkt mit Norwegen und Finnland
 
In Ystad
Schöner Hinterhof mit Restaurant(im Rücken) Haben wir damals hier was gegessen?

Heute war das Wetter nicht ganz so gut. Bedeckt den ganzen Tag. Morgens noch trocken,  dann wuchsen sich bis zu Ales Stenar die vereinzelten Tropfen zu einem leichten Landregen aus, ab Glimmingehus war es dann aber wieder trocken. Insgesamt war es aber nicht schlecht zu fahren.

Bei Ales Stenar, großen Findlingen gesetzt in  Form eines Schiffsrumpfes waren natürlich viele Touristen zu finden, darunter viele Familien mit kleinen Kindern aus Deutschland und anderswo.

Im Glimmingehus, einer mittelalterlichen Burg kam ich gerade recht zu einer Führung auf schwedisch. Nach einer Weile bin ich aber alleine weitergegangen –  der schonische Dialekt war doch recht schwer zu verstehen  und die Infotafeln waren auch sehr informativ.

Ales Stenar mit neuzeitlicher Lenkertasche
Die Bäume bilden fast ein Tor
Glimmingehus
Der Burggraben
Stoppelfeld mit Glimmigehus

Tag 3 – Ystad bis Simrishamn

Auch heute fahre ich auf kleineren Abschnitten auf derselben Strecke wie vor 12 Jahren, meistens erschließe ich jedoch neue Landschaften.

Kurz nach Ystad mache ich einen Abstecher zur Ales Stenar – über 50 Steine, tonnenschwer, die in Form eines Schiffsrumpfes angeordnet sind und vermutlich Teil eines Grabkultes waren.

Ein weiterer kleine Abstecher führt mich zum Glimmingehus, eine der am Besten erhaltenen mittelalterlichen Burgen in Skandinavien.

Das Ziel ist die kleine Hafenstadt Simrishamn.

Gesamtstrecke: 57.48 km
Gesamtanstieg: 304 m

Tag 2 – Malmö bis Ystad

Zuerst geht es quer durchs Land bis nach Trelleborg, ab dort für 20 Kilometer auf dem gleichen Weg wie vor 12 Jahren.

Das Ziel ist Ystad, die kleine Stadt, in der Henning Mankells Kommisar Wallander spielt.

Gesamtstrecke: 82.62 km
Gesamtanstieg: 310 m

Auf der Fähre

Endlich geschafft!

Bis Bremen ging alles glatt,  dann musste der Zug wegen einer Stellwerksstörung umgeleitet werden und kam eine Stunde später in Hamburg an. Dadurch war ich erst recht spät beim Check-in und konnte gleich auf die Fähre.

Jetzt beginnt endlich der Urlaub mit einem ersten schwedischen Bier, gut 14 Stunden nach dem Aufbruch zuhause.

Tag 1 – Anreise nach Malmö

„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was verzählen; drum nahm ich meinen Stock und Hut, und tät das Reisen wählen“ – so schrieb Matthias Claudius im Jahr 1774.

Ich habe zwar keinen Stock dabei, aber ein Fahrrad – und das macht das Reisen mit der Bahn nicht unbedingt einfacher. Da die DB an diesem Wochenende gerade zwischen Herbolzheim und Offenburg baut, gibt es dort Schienenersatzverkehr, der leider keine Räder mitnimmt. Dass da kein Zug fährt hat die Bahn allerdings erst gesagt, nachdem ich die Fahrkarte schon gebucht hatte…

Zuerst mit dem Rad bis Eimeldingen, dann mit der Bahn bis Herbolzheim, dann wieder mit dem Rad bis Offenburg, dann mit einem ICE über das Ruhrgebiet bis nach Hamburg, dann mit dem Regionalzug nach Travemünde. Wenn alles gut geht passt es dann für die Nachtfähre nach Malmö.

Ich bin gespannt.

Wieder nach Schweden

In der zweiten Augustwoche geht es wieder nach Schweden. Diesmal bleibe ich ganz im Süden des Lande. Der Startpunkt ist wieder Malmö, kein Wunder, da ja die Fähre dort ankommt.

An manchen Tagen bin ich immer wieder für ein paar Kilometer auf derselben Strecke unterwegs, wie bei unserer allerersten Tour in Schweden. Damals fuhren wir von Trelleborg über Karlshamn bis zum Vätternsee. Dieses Mal biege ich in Karlshamn nicht nach Norden ab, sondern nach Osten, weiter nach Karlskrona. Insgesamt sind es aber nicht allzuviele Kilometer die gleich sind, außerdem ist das ja auch schon 12 Jahre her.

In Karlskrona mache ich dann etwas Pause um die Schären zu erkunden, dann geht es etwas mehr im Landesinneren zurück nach Helsingborg. Zwischen Helsingborg und Malmö bin ich das letzte Mal der Küste entlang gefahren, jetzt nehme ich eine andere Strecke über Lund.

Gesamtstrecke: 779.46 km
Gesamtanstieg: 5552 m

Tag 11 – Rückfahrt

Heute geht es wieder mit der Bahn zurück.

Dabei gibt es noch die zwei letzten Grenzquerungen: Im Zug kurz vor Basel und dann mit dem Rad auf dem Weg nach Hause.

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