Skåne und Blekinge

Wieder in Schweden

Tag 11 – Kristianstad bis Eslöv

Heute geht es quer durchs Land, ich nehme Kurs auf Helsingborg. Kurz vor dem Ziel in Eslöv komme ich an einem der unzähligen Seen Schwedens vorbei, dem Ringsjön, mit etwa 40 km² der zweitgrößte in Skåne, nur etwas kleiner als der Ammersee.

Gesamtstrecke: 95.32 km
Gesamtanstieg: 738 m

Auf dem Rückweg

Gestern ging es wieder auf den Rückweg. In der ersten Hälfte bin ich etwas weiter im Landesinnern gefahren. Um die Mittagszeit hat nich aber die Karte total in die Irre geführt. Plötzlich endete der Waldweg und nicht einmal ein Pfad führte weiter. Nach einiger Suche fand ich dann aber zum Glück noch einige andere kleine Pfade, auf denen ich mich dann bis zu einer etwas größeren Waldfahrstrasse durchschlagen konnte.

Da hat wohl jemand die Wege einfach aus dem amtlichen Material blind zu Openstreetmap  übernommen, ohne sie nochmal vor Ort zu überprüfen.

Da an dieser Stelle meine beiden Routen für den Hin- und Rückweg recht nah beieinander lagen, bin ich dann den Rest des Tages mehr in Küstennähe gefahren, da gab es dann keine Überraschung mehr.

Mein Hintern ist zwar besser, ich muss ihn aber mehr pflegen als sonst.

Heute war es meist wolkenverhangen, Nur knapp 20 Grad. Ohne Sonne und mit etwas Wind war das fast schon ein wenig frisch. Wenn aber manchmal doch die Sonne durchkam, war es schnell wieder angenehm. Ich bin die gleiche Strecke wie auf dem Hinweg gefahren. An der schönen Badestelle, an der sich vor einigen Tagen viele Leute tummelten, war niemand mehr.

Tag 10 – Karlshamn bis Kristianstad

Noch kann ich nicht sagen, wie das Wetter wird. Falls es gut ist, könnte ich für ein paar Stunden am Ziel ein Kajak ausleihen

Gesamtstrecke: 81.99 km
Gesamtanstieg: 707 m

Tag 9 – Karlskrona bis Karlshamn

Bei dieser Tour mache ich etwas, was ich sonst eher nicht mache – einen Ort auf einer Tour mehrfach besuchen. Heute geht es wieder zurück nach Karlshamn, und morgen dann nach Kristianstad — aber natürlich auf einer anderen Strecke. Auf dem Hinweg war ich in Küstennähe unterwegs, auf dem Rückweg mehr im Landesinnern

Gesamtstrecke: 78.45 km
Gesamtanstieg: 886 m

In Karlskrona

Die letzten beiden Tage habe ich es mir in Karlskrona gemütlich gemacht. Gestern war ich im Län-Museum von Blekinge, mit der Geschichte der Gegend hier seit der Eiszeit. Danach habe ich eine Bootsrundtour durch die Schären gemacht.

Man lernt nie aus. Die deutsche Übersetzung des schwedischen Wortes Örlog soll Orlog sein. Aha. Noch nie gehört. Und was bedeutet das? Man könnte vielleicht eher Kriegsmarine dazu sagen. „Världsarvet örlogsstad Karlskrona“ wäre dann „Weltkulturerbe Marinestützpunktstadt Karlskrona“. Und das stimmt.  Ein Teil der Insel auf der Karlskrona liegt, ist militärisches Sperrgebiet. Als das Ausflugsschiff die Stadt verließ und das Sperrgebiet durchquerte,  wurde es einige 100 Meter lang von zwei Soldaten auf Jetski-Wasserscootern begleitet, die mit Argusaugen darüber wachten, dass niemand fotografierte oder anderen Unsinn trieb. Einer der beiden sah aber eher wie ein Alt-Rocker mit Rauschebart aus, der auf seiner Harley cruiste.

Heute stand eigentlich nur das Marine-Museum auf dem Programm. Umfangreich und interessant, mit Schaluppen und Barkassen und zwei U-Booten in voller Größe.

Mein Hintern hat sich in den drei Tagen ohne auf dem Sattel zu sitzen etwas erholt, und so kann es morgen wieder auf den Rückweg gehen.

Ein Schild auf deutsch ist hier kein Wunder, bei so vielen Touristen aus Deutschland
Viele Schiffsmodelle
 
Die beiden U- Boote
Das Boot. Viel Spaß beim durchkriechen
 

Tage 7 und 8 – in Karlskrona

In Karlskrona lege ich zwei Ruhetage ein – aber eigentlich habe ich nicht vor, diese untätig zu verbringen. An einem davon werde ich wahrscheinlich eine kleine Tour über die Schären machen, und am anderen könnte ich eines der größten Weingüter Schwedens besuchen — mit 3000 Weinstöcken klein im Vergleich zu einem durchschnittlichen Weingut im Markgräflerland, aber groß für schwedische Verhältnisse.

So und so

Am frühen Morgen noch kühl, einstellig. Dann geht die Sonne auf und es wird schnell warm. Man sitzt im Liegestuhl im Garten, schlürft einen Cocktail. Die Bienen summen, die Hummeln brummen und die Zeit kriecht wohlig dahin. Naja, so wars bei mir gestern natürlich nicht, denn ich war ja mit dem Rad unterwegs. Aber so ein schön entschleunigtes Gefühl hatte ich schon.

Ein Meilenstein
Zwei Quallen – viel Glibber um die orangen Organe

Heute das Kontrastprogramm. Irgendwie habe ich mir den Hintern aufgescheuert. Also erstmal in die Apotheke, dann mit dem Zug anstelle Rad nach Karlskrona. Die nächsten zwei Tage sind eh als Ruhetage geplant, am Sonntag bin ich dann hoffentlich wieder fit.

Tag 6 – Karlshamn bis Karlskrona

Weiter geht es der Küste von Blekinge entlang, bis zum östlichsten Punkt der Reise, Karlskrona.

Gesamtstrecke: 84.81 km
Gesamtanstieg: 853 m

Tag 5 – Kristianstad bis Karlshamn

Heute geht es nach Osten, von Skåne bis Blekinge. Der letzte Tag, an dem sich die Strecke auf kleinen Teilen mit der vor 12 Jahren deckt. In Karlshamn bin ich zufälligerweise im gleichen Hotel wie damals.

Gesamtstrecke: 65.81 km
Gesamtanstieg: 302 m

Sonne und Wind

Heute war es wieder oft sonnig, aber der Wind… vor allem in Küstennähe ein gepflegter Gegenwind, der das vorankommen mühsam machte. Im Landesinnern war es ein bisschen ruhiger und es hat mich manchmal an den mittleren Schwarzwald und manchmal an die Kiefernwälder Brandenburgs erinnert. Kleine,  kaum befahrene Sträßchen auf denen man im stetigen auf und ab vorankam.

Nach der Ankunft habe ich  in Kristianstad noch einen kleinen Spaziergang gemacht.  Die Stadt selbst ist eher unspektakulär, hat aber einen sehr schönen Stadtpark.

Am Hafen in Simrishamn
Ein mit Reet gedeckten Haus, gab es immer wieder mal
Der Ort heißt wirklich „Österreich“
Die Hagebutten waren wirklich riesigengroß
Bis zum Horizont und weiter auf der ehemaligen Bahnstrecke

Das Theater im Stadtpark von Kristianstad

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