

Wandern auf Mallorca



Nach der Ankunft der Fähre in Kiel geht es nach Hannover um meinen Michael mit Familie zu besuchen. Zwei Tage später dann nach Hause.
Heute hab ich es ganz gemütlich gemacht. Bin durch die Stadt geschlendert, hab in der Sonne gefaulenzt, und in der Markhalle, in der Feskekôrka und im Fantasyladen gestöbert.
Anders als sonst ging es beim Check-in und beim Boarding heute ruck-zuck, keine Viertelstunde und ich sitze schon auf dem Sonnendeck.





Auf der Fähre
Heute habe ich etwas Zeit in Göteborg, bevor ich mich gegen Abend mit der Fähre auf den Weg nach Kiel mache.
Der Morgen fing ganz gut an, es war schon angenehm warm und sonnig. Dann wurde es noch wärmer und noch sonniger, am Nachmittag kam dann zu der Wärme noch ein kräftiger Gegenwind dazu und manche kleine (natürlich nicht asphaltierte) Strassen waren sehr schlecht. Anstrengend. Im letzten Drittel zogen sich die Kilometer wie zäher Kaugummi dahin. Vor einer Brücke dachte ich noch: Bei dem Wind sollte ich besser meine Mütze ein- da kam auch schon ein Windstoß und die Mütze landete neben einer eingezäunten Autobahn. Keinerlei Chance über den Zaun zu klettern um die Mütze zu holen. SCH…ADE!
Also kroch ich ohne Mütze weiter bis Alingsås.
Im Zug nach Göteborg verstellte sich dann mein Navi auf Arabisch, und ich musste somit mit dem Handy in der Hand meinen Weg zum Hotel finden.
Es scheint mir fast, als ob mir alles sagen will: Es reicht. Und in einem gewissen Sinn stimmt das auch. Es waren zwei sehr schöne Wochen, bis auf ein paar Schauer an den ersten Tagen trocken und warm. Die Unterkünfte und Restaurants haben gepasst (na ja, bis auf das winzige „Hauptgericht“ in Hjo) Zeit sich allmählich wieder auf den Weg in den Süden zu machen. Morgen noch durch Göteborg schlendern, dann geht es am Nachmittag auf die Fähre nach Kiel.

Der letzte Fahrtag. Die ganze Strecke bis Göteborg war mir zuviel, also kürze ich von Alingsås mit dem Zug ab. Es bleiben aber immerhin doch noch über 100 km.
Heute war es wieder eine schöne Strecke, hat sich ziemlich eben angefühlt. Es gab eigentlich nur zwei nennenswerte Anstiege: vom Vättern auf die umgebende Höhe, und ein Hügel nach Skövde. Dieser zweite Anstieg war am Anfang ungewöhnlich gleichmäßig und gar nicht so steil. Als ich dann die Böschungen rechts und links sah war mir aber klar: Ich befinde mich auf der ehemaligen Trasse einer Schmalspurbahn. Dieser Anstieg fuhr sich also auch ganz bequem.
Ich komm grad aus dem Spa mit Sauna und traditionellem Baderitual (sich mit Salz abreiben und dann Wasser mit Schälchen aus dem Brunnen schöpfen und sich abspülen). Lundsbrunn ist schon seit dem 18. Jh. ein Wasserkurort. Heute nicht mehr so glanzvoll wie wohl vor 100 Jahren, war aber doch sehr schön.






Die heutige Etappe ist mit 75 km eher kurz – ich werde mich allerdings trotzdem recht früh auf den Weg machen, denn für das Ziel ist das Spa-Paket mit anschließendem Dreigangmenü schon gebucht.
Die ersten zwei Drittel waren heute im Wald. Kein dichter, dunkler, sondern eher ein lockeres, lichtes Waldgebiet. Dann machte sich die Nähe des Vättern bemerkbar und Weizenfelder dominierten. In Forsvik querte ich den Götakanal, der hier den höchsten Punkt hat und die Schleuse mit dem höchsten Hub. Da konnte man mehr Deutsch als andere Sprachen hören. Auch sonst waren heute im Gegensatz zu den letzten Tagen recht viele Deutsche unterwegs.
Während ich in der ersten Woche Wolken als potentielle Regenbringer eher mit Argwohn betrachtete, sind sie jetzt willkommene Schattenspender.







Im Hafen von Hjo


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