Untertitel sind überbewertet

Autor: Jeannette (Seite 1 von 17)

Yvoire- letzter Tag

Eigentlich war es heute easy, obwohl ich starken Gegenwind hatte und es dadurch deutlich anstengender war. Dachte ich bin an der Nordsee…..

Hab mir sehr viel Zeit gelassen beim herradeln nach Yvoire und ich muss sagen das  ist ein ganz schmuckes Städtchen hier.

War im Garten der 5 Sinne und fand den Eintrittspreis von 15euro etwas viel aber ansonsten ganz schön gemacht.

Und nun sind 14 Tage rum und der Alltag wird sich morgen wieder einstellen, freu mich aber ganz besonders die Emmi wieder zu sehen.

Genf- mein Angsttag

Aber das war komplett zu unrecht. Es war traumhaft heute zu radeln trotzdem es nachdem ich gerade 5km auf dem Rad saß anfing zu regnen. Ich hatte eh schon alles nach oben verfrachtet, also das Regenzeug und das wollte getestet werden. Hatte mir eine neue Jacke und Regenüberschuhe gekauft. Fazit: Regenüberschuhe sensationell, die waren auch teuer, aber das Geld wert. Verschweisste Nähte ect. , also richtig gut. Nun mit Jacke, das ist immer so eine Sache…ich glaube die ist dicht, aber weil man ja innen schwitzt ist man trotzdem nass.

Und mir kam der Regen sehr gelegen. Ich finde das toll wenn sich so der Nebel bildet und über den Wipfeln schwebt, hat was Mystisches. Ist auch schwierig auf Fotos einzufangen.

Und mit dem Regen kam ja auch der Temperaturrückgang von 15°C, gefühlt. Jedenfalls ließen sich die Anstiege und davon gab es heute reichlich super fahren. Wenn das wieder über 30°C gehabt hätte, puh ich hätte viel geflucht. Aber so….easy. Und die Anstiege waren nicht so mega steil….

Zu Mittag habe ich mir eine schöne Rast mit einem Menü gegönnt. Die sind immer mega preiswert (zumindest bisher in Frankreich). So hab ich Energie getankt und habe zumindest das nasse Oberteil ausgetauscht.

Allerdings 37km vor Genf hat meine Vorderbremse sich gemeldet und den Tarif durchgegeben….ich bin durch! Hatte ich schon mal, heißt jetzt in jedem Fall muss die Bremsscheibe auch gewechselt werden. Und da ja eh die ganze Bremse neu gemacht werden muss, wird das morgen noch hoffentlich alles halten für die letzten 30km. Keine Sorge, das wird schon nicht so wild morgen…zur Not könnte ich sogar laufen🤣

Ah gestern Abend gab es erstaunlich gutes Essen, Gott sei Dank hatte ich das noch entdeckt.

So morgen geht es nach Yvoire, das ist noch ein Stückchen dem Genversee also der Rhone entlang. Ich gehe mal davon aus, dass ich mir morgen noch ein bisschen das Städtchen anschaue oder den 5 Sinnesgarten in Yvoire….mal schauen

Belley- vermutlich der letzte Tag mit hochsommerlichen Temperaturen

Der gestrige Tag hatte mich geschlaucht mit seinen Ereignissen und so wollte ich unbedingt früh los um dem letzten Tag mit den hochsommerlichen Temperaturen davon zu radeln.

Das hat auch super geklappt und da heute nix als Mittagsrast- Ort sich entpuppte bin ich einfach stetig stetig geradelt und war gegen 13:30 in Belley wo es erstmal ein schönes grosses Radler gab. Da es noch ein bisschen zu früh war bin ich noch in die Kathedrale Saint Jeanne Baptiste. Was mir auch schon in Lyon auffiel, das durch die schönen Glasfenster mit dem Einfall des Lichtes ein tolles Farbspiel entsteht, so leicht rosa, gelblich….

Der Weg war heute super und da ich leider heute morgen bei meinem Versuch in den Hinterreifen noch etwas mehr Luft reinzubekommen eher das Gegenteil bewirkte bin ich immer sehr vorsichtig gefahren. In Morestel habe ich nach einem Radladen gegoogelt und siehe da, keine Minute weg. Ich da hin und ein wirklich freudlicher Herr hat mir mit seiner professionellen Pumpe noch gut 1,5 bar spendiert. Puh da ist mir ein Stein vom Herzen gefallen und ich konnte wieder etwas befreiter zuradeln.

Ich hoffe ich bekomme noch etwas vernünftiges zu Essen, es scheint hier eher wie in Schweden zu sein so mit Fast food anstatt gute Restaurants.

Vor morgen graut es mir ein wenig, die Höhenmeter die bun anstehen um nach Genf zu kommen aber auch der Wetterumschwung. Mal schauen ob ich noch im Regen losfahren muss …..

Etappenziel ist jedenfalls Genf.

Saint Sorlin en Bugey- man kann auch sagen, ich bin über mich hinausgewachsen

Puh was für ein Tag. Bei 68km habe ich gedacht, muss ich nicht übertreiben und nicht ganz so früh los. Gegen 09:00 hab ich dann meinen Zimmerschlüssel abgegen und mein Rad in Empfang genommen. Leider mit einem platten Hinterreifen.

Mit dem Rad auf all den Reisen (2007) gekauft noch nie etwas gewesen, nicht mal Luft nachpumpen. Aber das nützt mir ja nichts…jetzt war es anders. Also habe ich meine neue kleine Luftpumpe herbeigezaubert und gepumpt. Aber mir war klar, das ist bestimmt kein Streich und nir hst jemand die Luft rausgelassen. Da ich mich genau vor so einer Situation gefürchtet hab, hab ich schnell nach einer Radwerkstatt geschaut. Und da stand was von Velo Ambulace, 5min. weg…also rauf aufs Rad und dahin. Luft hielt aber es wurde schon wieder weniger….aber dort angekommen nichts zu sehen. Ich bestimmt 15min. umhergeirrt und dann per Zufall beim Decathlon (Sportbekleidung) gelandet. Da hab ich mich erinnert das Joscha mal meinte in jedem Decathlon hat es eine Werkstatt für Räder. Hab dann aber noch eine etwas ältere Dame angesprochen ob sie weiss wo ich die Rad Ambulance finde….oh meinte sie das ist kein Laden, das ist jemand der ist hier und da….aber schon rief sie ihn an…aber der war dann im Urlaub. Der Decathlon wollte um 10:00 aufmachen und es war da gerade 09:50..irgendwie kam dann auch noch eine Mitarbeiterin und die fragte sie dann ob man mir hier helfen kann mit dem Rad. Ja ja kam die Antwort und dann faselte sie noch was von  Courage und weg war sie….

Um 10:00 erklärte man mir allerdings das am Mo der Workshop ( Werkstatt) aber zu hat und auch bei allen anderen Läden in Lyon. Ist im Lö auch nicht anders….oh mein Gott….

Ich hatte alles dabei und Martin hat es mir ja auch schon gezeigt bzw. 1-2 mal hatte ich das schon so halbwegs zusammen mit Martin gemacht. Die Alternative wäre Abbruch gewesen, das geht gar nicht. Also hab ich dem Typen noch abgerungen, wenn ich nicht mehr weiter weiss ob er mir hilft…ja ich solle dann Bescheid geben.

So dann hab ich alles abgebaut, Rad umgedreht, Werkzeug ausgepackt und mich an die Arbeit gemacht. Und siehe da, es hst funktioniert. Einzig das Rad zurück mit der Kette das wollte nicht so richtig. Dann hab ich mir aber so einen Kunden geschnappt, ihm erklärt wo ich hänge und ob er es mir erklären kann. Also nicht dreckig machen sondern nur erklären. Gut, er hat dann doch 2 Finger benutzt und schwupps war das dann auch erledigt.

Und um 10:50 sass ich endlich auf dem Rad. Wo mich dann irgendwie die Mittagshitze noch erwischte und ich dann trotz einer schönen Mittagsrast bei einem Italiener (gut das ich da nicht vorbeigefahren bin, es gab dann nix mehr am Wegesrand) ziemlich fertig in Saint Sorlin en Bugey angekommen bin..

Hier ist nicht viel los (die Restaurants machen alle erst am Di wieder auf) und so hab ich mir noch etwas beim Lidl im 2km entfernten Lagnieu etwas für heute Abend geholt. Viel brauchte ich nicht, es gab ja einen grossen Salat und so landete mehr zu trinken im Einkaufskorb. Ich gehe bald schlafen, denn ich will morgen wieder früh los. Es geht nach Belley.

Lyon- ein schönes Städtchen

Heute morgen musste ich Gott sei dank mal nicht aufstehen wenn der Wecker klingelt. Also nicht falsch verstehen, das ist schon ok aber heute war es irgendwie auch okay…..

Besonders weil die Nacht etwas schwierig war. In einem Etagenzimmer ohne Klimaanlage, ihr könnt euch fragen wohin die Luft steigt, besonders wenn sie warm ist.

Daher hab ich etwas länger gepooft und um 10:00 war ich startklar. Zuerst in die Hallen von Paul Bocuse und ich muss sagen, alleine ein Wochenende nur dafür würde schon toll sein. Aber da ich gut gefrühstückt hatte blieb es beim staunen und fotografieren.

Dann ging es in die Altstadt, Navi google maps sei Dank…Hab mir die schöne Kathedrale angeschaut und die Juwelen konnte man am So Nachmittag auch bestaunen. Alles kostenlos…

Dann ging es noch rauf zum Hausberg um die Basilika zu besichtigen…auch schön und sogar mit Alpensicht.

Die 2 Kerzen im Bild sind für Alle unsere Lieben die nicht mehr bei uns sind. Puh, war ein schöner Tag aber auch anstrengend.

Lyon- ein langer Tag

Und der startete schon um 07:13, da ich lieber der Hitze zumindest ein wenig aus dem Weg gehen wollte. Das hat auch ganz gut geklappt.

Der Weg war gut zu fahren bis auf gut 10km relativ dicht am Lyon dran, da hab ich gedacht mein Schwein pfeifft, so schmal war der Weg, das war bestimmt nicht richtig. Aber ich war tapfer und habe durchgezogen.

Meine Mittagsrast habe ich in Vienne gemacht, da hieß es das sei ganz schön und war es auch. Sa ist wohl immer grosser Markttag und es wuselte nur so von Menschen.

Die letzten Kilometer waren anhänglich, zum einen weil es wieder heiss war aber auch weil es nochmal etwas rauf ging…

Nun die 108km sind auch geschafft und morgen halte ich es doch einmal mit der Religion…am 7.Tage sollst du ruhn. So schaue ich mich morgen noch etwas in Lyon um.

Tournon-sur-Rhone (oder der Tag der Brücken)

Bin sehr schön früh losgekommen (07:41) und der Tag fing auchgmeich super an mit der ersten tollen Brückenüberquerung und so ging das einfach den ganzen Tag so….toll. Daher gibt es auch heute sehr viele Brückenbilder.

Es war wieder heiß aber nicht ganz so schlimm wie James es gestern angekündigt hatte und der Wind war nur die ersten 10 km spürbar, danach hielt er sich vornehmlich zurück.

Eine sehr schöne Mittagspause habe ich kurz nach Valence eingelegt und das Essen war super lecker, es gab eine Poke Bowl…halt so was neumodisch gesundes. Aber ich war erstaunt, es war propevoll.

In Tournon gegen 14:30 angekommen ging es schnell unter die Dusche und dann zur Cite de Valrhona….einem Schokoladentraum. Ich dachte immer das sei schweizer Schokolade, aber nee die kommt aus Frankreich. Man konnte eine selbstgeführte Tour machen und sich eben über alles informieren und mit seinem Ticket hier und da eine kleine Probierschokolade aus dem Automaten ziehen. Ich glaube ich muss morgen noch etwas länger radeln, das waren ganz schön viele die man da probieren durfte. Um 19:30 hab ich mir noch einen Tisch reserviert hier im Hotel, das Essen soll excellent sein. Schauen wir mal. Morgen geht es nach Lyon.

Montelimar- Stadt des weißen Nougats

Bevor ich den heutigen Tag Revue passieren lasse, noch ein paar kurze Worte zu gestern Abend. Pierre hat uns verwöhnt, ein 3 Gänge Menü bestehend aus Caderousser Melone als Vorspeise, einem Kartoffelstampf, Zucchini und Ei als Hauptspeise und noch einer gebackenen Waffel mit Karameleis. Hervorragend und das haben sich auch die Mücken gesagt, nach dem Essen habe ich bei 40 aufgehört zu zählen.

Der heutige Tag hätte früh starten sollen aber wir haben uns beim Frühstück etwas verquatscht und so ging es erst gegen 08:38 los. Es ist schon so je früher umso besser entgeht man eben der Mittagshitze und heute kam dann auch noch Wind hinzu….hoffe der hat sich bis morgen verkrümelt.

Es war ausser der Sonne und dem Wind gut zu fahren, alles super ausgeschildert und geteert. Und da ich ja in verkehrter Richtung radele begegne ich vielen Radfahrern bin aber zumindest auf meiner Richtung komplett alleine.

In Montelimar bin ich nach einer erfrischenden Dusche noch dem Rat meines äusserst netten Portiers gefolgt und noch in einer Nougatfabrik vorbeigeschneit. Leider war es für eine lange Führung zu spät aber ich bekam quasi noch eine extra Erklärung. Ein bisschen was befindet sich nun auch noch zum Probieren in meiner Tasche.

Morgen soll es noch heißer werden und so werde ich schauen das ich früh loskomme, denn morgen soll es nach Tournon sur Rhone gehen.

Caderousse/ Orange

Heute ging es leider nicht so früh los wie ich es gerne gewollt hätte, da es erst um 08:00 Frühstück gab. Ihr denkt bestimmt, die spinnt ja so früh los aber bei den immer noch sehr heissen Temperaturen ist es mega schön am frühen Morgen in die Puschen zu kommen und wenn die Mittagssonne brägelt evtl. schon angekommen zu sein. Die letzten beiden Tage war ich gegen 07:30 schon auf dem Rad und um 14:00 spätestens angekommen. Heute war es eigentlich 14:30, aber ich bin heute bei Pierre untergekommen. Ein tolles Chambre in einem alten herrschaftlichen Haus hat bzw. es sind sogar 2 (das andere haben Schweizer gebucht). Und da Pierre noch normal arbeiten geht, durften wir erst um 17:30 bei ihm eintrudeln.

Ich habe die Zwischenzeit genutzt und bin doch noch nach Orange geradelt (da kamen dann auf die regulären 83 Tageskilometer noch plus 14 drauf). Hat sich aber gelohnt, denn in Orange ist mal wieder Weltkulturerbe zu bestaunen. Theater Antique und der Triumphbogen. Mal wieder die Römer (unter Augustus haben sich hier Veteranen der 2ten gallischen Legion niedergelassen), wer sonst…..ist schon beeindruckend was alles noch so vorhanden ist aus dieser Zeit. Heute wird das Theater wieder regelmässig genutzt. Könnte man sich mal überlegen…Opernfestival Choregies d’Orange. 

Nun bereitet Pierre gerade das Abendessen vor und ich kann noch etwas runterkommen von dem heissen Tag. Die Schweizer sind Vegetarier und somit gibt es heute Salat und hoffentlich was feines vegetarisches zu Futtern. Morgen geht es dann nach Montelimar.

Arles- noch ein schönes Amphitheater

Heute ging es von Aix en Provence nach Arles. Die Wege waren bezaubernd, es ging hinauf in den Pinienwald um dann wieder mehrere Male einen kleinen Kanal zu queren oder sogar ein Stückchen mit zu radeln. Es war kaum etwas auszusetzen, bis auf kleinere Stückchen radelte es sich heute weg.

Um dem Energieloch wie gestern vorzubeugen nahm ich heute die erste Gelegenheit war um in Palisane einen Cappucino und ein feines warmes Schokoküchlein zu verspeisen, hmm lecker.

Ich war etwas zu früh in Arles, da ich wieder um 07:30 startete, aber das ist okay. Etwas warten und dann kurz duschen…dann ging es auch schon direkt zur Erkundung der schönen Stadt, die immer noch sehr geprägt von Ihrem römischem Erbe ist. Amphitheater und Theater Antique habe ich mir angeschaut, sehr beeindruckend. Um dann noch ein bisschen zu schlendern, hier und da in ein schönes Geschäft zu schnuppern. Ein feines Abendessen war auch noch drin. Morgen geht es dann an der Rhone nach Caderousse.

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