Start und Ziel hätten nicht unterschiedlicher sein können. Das ist mir schon vor 11 Jahren aufgefallen und es hat sich wieder bestätigt. Växjö ist zwar deutlich größer als Vetlanda, dieses wäre mit 13000 Einwohnern aber doch groß genug für ein bisschen Atmosphäre. Gestern lagen Dutzende Restaurants und Cafés in der Fußgängerzone dicht an dicht, brechend voll ,so dass ich froh war, dass das Abendessen im Hotel inklusive war. Betrieb auf den Straßen bis deutlich nach Mitternacht. Växjö ist eine quirlige lebendige Stadt.

Heute tote Hose. Eine kleine Industriestadt mitten im Nirgendwo. Die wenigen Restaurants an denen ich vorbei gekommen bin gähnend leer oder gleich ganz geschlossen.  Ich bin der Empfehlung des Hotels gefolgt und sitze jetzt in „einem der ältesten Restaurants der Stadt“ (eröffnet 1997 ah ja, so so) von den 30 Tischen ist noch ein anderer besetzt – wie können die hier überleben?

Und dazwischen? Sehr schöner Fahrtag im stetigen auf und ab.  Mal kleine Straßen, mal Feldwege, hat mich oft an den Schwarzwald erinnert.  Genau die richtige Temperatur zum Fahren. Morgens in Växjö trugen die wenigen die schon unterwegs waren kurze Hosen in Erwartung des sonnigen Tages. Am Nachmittag zog es etwas zu und es braute sich über Vetlanda ein Gewitter zusammen. Das verzog sich aber ohne einen Tropfen zu hinterlassen und jetzt sitze ich draussen, genieße ein Bier und warte auf meinen Lachs mit Gemüse und Herzoginkartoffeln.

Nachtrag zu der Frage oben nachdem das Essen kam: Ich weiss es nicht.