Im Winter am Polarkreis

Kategorie: Allgemein (Seite 4 von 39)

Plan für Tag 14 – Hjo bis Lundsbrunn

Die heutige Etappe ist mit 75 km eher kurz – ich werde mich allerdings trotzdem recht früh auf den Weg machen, denn für das Ziel ist das Spa-Paket mit anschließendem Dreigangmenü schon gebucht.

Gesamtstrecke: 75.22 km
Gesamtanstieg: 711 m

Am Vättern

Die ersten zwei Drittel waren heute im Wald. Kein dichter, dunkler, sondern eher ein lockeres, lichtes Waldgebiet. Dann machte sich die Nähe des Vättern bemerkbar und Weizenfelder dominierten. In Forsvik querte ich den Götakanal, der hier den höchsten Punkt hat und die Schleuse mit dem höchsten Hub. Da konnte man mehr Deutsch als andere Sprachen hören. Auch sonst waren heute im Gegensatz zu den letzten Tagen recht viele Deutsche unterwegs.

Während ich in der ersten Woche Wolken als potentielle Regenbringer eher mit Argwohn betrachtete, sind sie jetzt willkommene Schattenspender.

So rot sah es heute am Wegesrand oft aus
Ein kleiner See
Götakanal: gleich kommt ein Boot
Die alte Hubbrücke ist von 1813
Am Ufer des Vättern
Gleicher Standort, andere Richtung

Im Hafen von Hjo

Nachdem mir das als „Hauptgericht“ serviert wurde, habe ich das Restaurant gewechselt ….
…. und wurde mit dem hier für weniger als den halben Preis satt.

Plan für Tag 13 – Askersund bis Hjo

Heute fahre ich in Gegenrichtung der Vätternrunde. Im ersten Teil meide ich allerdings die etwas größere Strasse von Askersund bis Karlsborg und fahre durch das Hinterland.

Die Unterkunft ist grad mal 300 Meter vom „Depå Hjo“ entfernt, eine Verpflegungsstation bei der Vätternrunde, bei der es traditionellerweise Lasagne gibt.

Gesamtstrecke: 89.89 km
Gesamtanstieg: 873 m

Bara bada bastu

Heute war die Landschaft etwas offener als in den beiden letzten Tagen,  die Hügel waren flacher, die Äcker etwas länger. In der zweiten Hälfte wurden die Abstände zwischen den Anstiegen jedoch wieder kürzer, so dass es einige Höhenmeter zu bewältigen galt, insgesamt waren es aber doch weniger als in den beiden letzten Tagen.

Das Wetter ist schön, tagsüber vielleicht 20 bis 23  Grad und meist sonnig – ich bin froh,  noch nicht wieder zurück zuhause bei 35 Grad zu sein.

In Askersund bin ich jetzt zum dritten Mal. Zum ersten Mal durchgefahren auf dem Weg zum Nordkap, zum zweiten Mal bei der Vätternrunde 2022 und jetzt. Der Ort hat ungefähr die Größe von Kandern, ist aber noch touristischer geprägt. Ich habe das Gefühl, es gibt hier alleine schon mehr Eisdielen als gestern Restaurants insgesamt – und gestern war der Ort sogar noch größer.

Nach der Ankunft habe ich zuerst mal das gemacht was der Titel sagt: „Bara bada bastu“ – so hieß der schwedische Beitrag zum diesjährigen  Eurovision Song Contest — „Einfach in die Sauna gehen“. Hat gut getan.

Ich habe oft die Radroute „Seerosenweg“ gekreuzt. Hier hab ich mal endlich welche gesehen.
Einfach so auf dem Feld – ohne Zaun
Achtung Ziegen
Ein Feld mit Klee
Askersund liegt am Alsen –  dieser ist mit dem Vättern verbunden.
Abend im Hafen
Schweden lieben alte Strassenkreuzer

Plan für Tag 12 – Vingåker bis Askersund

Heute nähere ich mich wieder bekannteren Gegenden. Durch den Zielort sind wir schon mehrfach durchgekommen – Auf der Fahrt zum Nordkap 2018 und die Strecke der Vätternrunde führt seit 2021 auch durch Askersund.

Gesamtstrecke: 82.32 km
Gesamtanstieg: 925 m

Same procedure as last day

Im großen und ganzen  ähneln sich die Fahrtage gestern und heute schon, es sind die kleinen Unterschiede im Detail, die es immer wieder interessant machen. Gestern war die Strecke etwas länger, heute etwas weniger Höhenmeter. Gestern etwas mehr Äcker, heute mehr Wiesen. Gestern mehr Nadelbäume, heute mehr Laubbäume.

Beim Frühstück dachte ich schon, „warum haben die denn ein großes Buffet aufgebaut, ich bin doch hier gefühlt der einzige Gast“ dann kam ein komplettes Lehrerkollegium herein, die ein Seminar abhielten und sich davor mit einem gemeinsamen Frühstück stärkten.

Unterwegs traf ich auf zwei junge Niederländer,  die mit ihrem Tandem von Stockholm bis Kopenhagen radeln. Die beiden nehmen die Planung etwas locker, und sind dann überrascht, dass gestern statt der geschätzten 80 km zum Schluss 110 km auf dem Tacho standen. Aber sie kommen voran und haben Spaß. Letztes Jahr sind sie den Rheinradweg von der Quelle bis nachhause gefahren.

 
Elch in freier Wildbahn
 
Weite Felder
Preiselbeeren
Und Preiselbeeren
Auch mal ein Golfplatz

Plan für Tag 11 – Malmköping bis Vingåker

Gesamtstrecke: 73.36 km
Gesamtanstieg: 814 m

Wieder auf dem Rückweg

Es war gut,  dass ich mich dafür entschieden hatte,  die ersten 30 Kilometer mit der Bahn  abzukürzen. Zum einen, weil es doch noch 90 Kilometer waren, also keine zu kurze Etappe. Zum zweiten, weil ich keine Lust hatte, mich durch den Vorstadtdschungel zu schlagen, zum dritten, weil es auch so genug Höhenmeter waren, zum vierten, weil der böige Wind, der auf der Hinfahrt nach Stockholm eher von hinten bließ, jetzt eher von vorne kam, zum fünften weil viele der kleinen „Kreisstrassen“ nicht asphaltiert waren, und sechstens einfach so.

Heute waren viele unterwegs. Auf den größeren Straßen – und etwas überraschend heute  auch auf den ganz kleinen, nicht asphaltierten –  natürlich Autos, aber auch recht viele Rennradfahrer.

Wiesen und Wälder, Äcker und Felder – ähnlich wie auf der Hinfahrt, aber heute hatte ich das Gefühl,  dass die Landschaft etwas offener war.

 
 
 
 

Plan für Tag 10 – Stockholm bis Malmköping

Die heutige Etappe ist die längste, mit über 120 km. Je nachdem wie ich drauf bin, könnte ich die Etappe etwas abkürzen und den Zug bis Södertälje nehmen – es wären dann knapp 90 km. Wenn ich früh ankomme, reicht es vielleicht noch für das kleine Lokalverkehrsmuseum.

Gesamtstrecke: 122.39 km
Gesamtanstieg: 1633 m

Skansen

Heute habe ich das schöne Sommerwetter ausgenutzt und bin in das älteste Freilichtmuseum Europas gegangen – Skansen.

Höchster freistehender Glockenturm Schwedens mit 40 Meter von 1730.
Mühle aus Västergötland
Suchbild mit oder ohne Luchs
Wenn schon nicht in freier Wildbahn…
Im 17. Jh waren Wildschweine in Schweden ausgestorben. Die jetzigen 300 Tausend sind Nachkommen von in den 1970ern aus Gehegen ausgebrochenen Schweinen.
Um die Lebensmittelknappheit im 1. Weltkrieg zu lindern, bekamen die Stockholmer Land für Schrebergärten

Die beiden jungen Glasbläser hörten lautstark klassische Opern.
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