Grenzlandtour nach Aachen

42 Mal von hüben nach drüben

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Groß

Das Hotel in dem ich gelandet bin ist ein riesiger Kasten. Vierstellige Zimmernummern, und die Anzahl der Tische im Frühstücksraum – äh, in der Frühstückshalle – ist dreistellig. Morgen geh ich früher, damit es sicht ganz so wie im Bienenstock anfühlt.

Die Stadt ist auch groß – mit Vororten liegt sie zwischen München und Hamburg.

Vor allem groß ist auch der Kontrast zum letzten Etappenort. Nach einem einsam gelegenen Gehöft, kilometerweit vom nächsten Weiler entfernt jetzt eine Millionenstadt.

Heute war ich zuerst im Strassenbahnmuseum, dann im nordischen Museum. Die ziehen ziemlich unterschiedliche Besucher an. Im ersten waren hauptsächlich schwedische Familien, im zweiten Touristen aus aller Welt. Es mag auch daran liegen, dass das Strassenbahnmuseum auf dem ehemaligen Gaswerksareal etwas außerhalb liegt.

Am Audioguide habe ich gemerkt, dass die Zeit auch in Museen voranschreitet. Früher hätte man sich für ein paar Euro ein Gerät ausgeliehen, mit viel Glück sogar auf Deutsch, heute lädt man sich im kostenlosen WLan eine App in 20 Sprachen herunter.

So, jetzt nach einer Zimtschnecke geht es weiter im Museum.

Um 1900 hatten die Strassenbahnfahrer noch kein Fahrerhaus und schützten sich so im Winter
Am Anfang war die Pferdebahn
Im Museum
Der alte Gasspeicher wird zum Kulturzentrum
Ausruhen an einem großen Platz mit Brunnen

Pläne für Tag 8 und 9

Mal schauen, was ich diesmal in Stockholm anschauen werde – vielleicht besuche ich wieder den Skansen, anstelle von Vasamuseum und Abbamuseum vielleicht das nordische Museum oder das Straßenbahnmuseum.

In Norrmalm und Södermalm waren wir das letzte Mal gar nicht, auch nicht auf der kleinen Insel Riddarholm westlich der Altstadt.

Und wenn das Wetter zu ungemütlich ist, kann ich dieses Mal auf den Wellnessbereich im Hotel ausweichen.

Fahrpause

Auch wenn die letzten Tage schön zum Fahren waren,  bin ich jetzt doch froh zwei Ruhetage zu haben. Heute war es schön sonnig mit der richtigen Temperatur, die Strcke war nicht allzu lang und es fuhr sich gemütlich bis zum Ziel. Die Nähe zu Stockholm war deutlich zu spüren. Bis Tumba ging es noch, dann verlief die Strecke sehr oft an großen Ausfallstrassen. Zwar auf Radwegen, aber es war doch laut und nervig. Ich glaub wenn ich mich am Sonntag wieder auf den Weg mache, nehme ich für die ersten 30 Kilometer lieber den Zug.

Gänse
Diese Fähre hatte ich nicht mehr auf dem Schirm
 
  Bei der Überfahrt
Ich nähere mich Stockholm
Riddarholm direkt bei der Altstadt- und doch kaum was los

Ich war grad in der Altstadt – nach der Fahrt übers Land waren es mir viel zu viele Menschen. Ich denke, ich mach morgen was ruhiges, ein Museum vielleicht oder den Skansen. Aber schön war es trotzdem, durch die Gassen zu schlendern.

Plan für Tag 7 – Trosa bis Stockholm

Alle Wege führen nach Stockholm – und so ist es nicht verwunderlich, dass die Route ähnlich wie vor 9 Jahren ist. Im ersten Teilstück bis Tumba fahre ich praktisch den gleichen Weg wie damals, danach komme ich durch andere Vororte, da diesmal meine Unterkunft nicht direkt in der Altstadt liegt, sondern auf Södermalm,

Gesamtstrecke: 71.98 km
Gesamtanstieg: 852 m

Der Tag begann mit einem ordentlichen böigen Wind und mäßigem Verkehr, nach Nyköping war es dann umgekehrt – der Wind war mäßig und der Verkehr ordentlich. Mit anderen Worten: es ging noch, aber gestern war es schon schöner zum Fahren.

Als ich durch Nyköping fuhr,  kam mir im ersten Moment nicht so viel bekannt vor, bis ich über die Brücke fuhr – da war doch vor 9 Jahren ein Restaurant in dem wir gegessen hatten.

Trosa ist ein netter kleiner Ferienort mit Gästehafen und Festival ( leider erst ab morgen), kleinen Lädenund vielen gut gefüllten Restaurants und Cafés. In einem davon hätte ich für ein erlesenes Rinderfilet so viel bezahlt wie ich alt bin, in einem anderen war auf der deutschen Speisekarte noch nicht mal der klitzekleinste Rechtschreibfehler. Der Ort passt sich halt an sein Klientel an.

Wieder weite Felder
In Nyköping
Vor 9 Jahren war hier ein Restaurant
In Nyköping
In Trosa
In Trosa
Interessanter Name für mein Hotelzimmer: Schwarz wie die Sünde
Ok, passt doch
Kleine Gasse in Trosa

Plan für Tag 6 – Kolmården bis Trosa

Ich komme allmählich in den Einzugsbereich von Stockholm. In der Gegend waren wir schon 2016 unterwegs, allerdings auf anderen Strecken. Nyköping – so groß wie Rheinfelden – war damals ein Etappenort, diesmal fahre ich nur durch. Trosa ist ein beliebtes Ziel für Touristen, und die Nähe zu Stockholm schlägt sich auch in der Vielfalt und den Preisen der Restaurants nieder.

Gesamtstrecke: 81.93 km
Gesamtanstieg: 833 m

Sonne und Wind

In der Nacht hatte es viel geregnet,  am Morgen war es dann wieder trocken und sonnig. Bis auf einen kleinen Schauer blieb mir die Sonne und ein frischer Wind (meistens von hinten) auch treu – mit anderen Worten: wieder schön zu fahren.

Schatten für die Schafe
 
Die Bucht ist hier schmaler als der Rhein
Die Fähre kommt
Sie hangelt sich am Seil auf die andere Seite
Strassenarbeit in voller Breite
Heu
Nach der zweiten Fähre

Eine schwimmende Sauna

Plan für Tag 5 – Valdemarsvik – Kolmården

Um zum Ziel des heutigen Tages zu kommen, muss ich zwei tief ins Land reichende Buchten mit Fähren queren – zuerst Slätbaken an deren Ende Söderköping liegt und dann Bråviken, an deren Ende Norrköping liegt. Die Buchten sind lang und schmal, die Fahrt dauert jeweils nur wenige Minuten.

Die Unterkunft liegt am Ostrand eines bewaldeten Bergrückens, dem Kolmården. Am Westrand, 12 km entfernt, liegt der größte Zoo Nordeuropas mit 250 Hektar und 720000 Besuchern pro Jahr.

Gesamtstrecke: 74.26 km
Gesamtanstieg: 902 m

Auf und nieder immer wieder

Heute war es fast den ganzen Tag bedeckt, nur kurz vor dem Ziel kam die Sonne etwas heraus. Aber wichtig war: Es blieb trocken.

Der Tag war anstrengender als die letzten beiden – das lag natürlich an der mit 108 km deutlich längeren Strecke, vor allem aber an den Anstiegen. Es war ein ständiges auf und ab, mal nur 10 m hoch und wieder 5 m runter, gleich drauf wieder 8 m hoch und das ganze auf weniger als 100 Metern. In der zweiten Hälfte wurden die Abstände zwischen den Anstiegen etwas größer, aber so richtig eben war es eigentlich nie. Der längste Einzelanstieg war weniger als 50 Meter, in der Summe kamen aber gut über 1000 Höhenmeter zusammen.

Was das Fahren aber angenehm machte waren die kleinen bis kleinsten Strassen mit wenig bis gar kein Verkehr. Spektakulär war die Etappe wirklich nicht, aber doch recht abwechslungsreich. Wälder und Felder, kleine Weiler und einzelne Häuser, Kühe auf der Weide und Pferde auf der Koppel.

Auf und nieder
Immer wieder
Felder vor
Und nach der Ernte
Im Hintergrund ein kleiner See

Und auch im Vordergrund

Im kleinen Hafen von Valdemarsvik gibt es einen „Holzbootverein“

Plan für Tag 4 – Vimmerby bis Valdemarsvik

Das Ziel des heutigen Tages ist ein kleiner Ferienort an der Schärenküste mit Rosarium im Stadtgarten, Minigolf am Hafen und einigen Restaurants.

Auch heute gibt es wieder viel Natur – der größte Ort unterwegs hat gerade einmal 1000 Einwohner.

Gesamtstrecke: 108.46 km
Gesamtanstieg: 1360 m
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