42 Mal von hüben nach drüben

Monat: August 2025 (Seite 4 von 4)

Zwei Städte

Start und Ziel hätten nicht unterschiedlicher sein können. Das ist mir schon vor 11 Jahren aufgefallen und es hat sich wieder bestätigt. Växjö ist zwar deutlich größer als Vetlanda, dieses wäre mit 13000 Einwohnern aber doch groß genug für ein bisschen Atmosphäre. Gestern lagen Dutzende Restaurants und Cafés in der Fußgängerzone dicht an dicht, brechend voll ,so dass ich froh war, dass das Abendessen im Hotel inklusive war. Betrieb auf den Straßen bis deutlich nach Mitternacht. Växjö ist eine quirlige lebendige Stadt.

Heute tote Hose. Eine kleine Industriestadt mitten im Nirgendwo. Die wenigen Restaurants an denen ich vorbei gekommen bin gähnend leer oder gleich ganz geschlossen.  Ich bin der Empfehlung des Hotels gefolgt und sitze jetzt in „einem der ältesten Restaurants der Stadt“ (eröffnet 1997 ah ja, so so) von den 30 Tischen ist noch ein anderer besetzt – wie können die hier überleben?

Und dazwischen? Sehr schöner Fahrtag im stetigen auf und ab.  Mal kleine Straßen, mal Feldwege, hat mich oft an den Schwarzwald erinnert.  Genau die richtige Temperatur zum Fahren. Morgens in Växjö trugen die wenigen die schon unterwegs waren kurze Hosen in Erwartung des sonnigen Tages. Am Nachmittag zog es etwas zu und es braute sich über Vetlanda ein Gewitter zusammen. Das verzog sich aber ohne einen Tropfen zu hinterlassen und jetzt sitze ich draussen, genieße ein Bier und warte auf meinen Lachs mit Gemüse und Herzoginkartoffeln.

Nachtrag zu der Frage oben nachdem das Essen kam: Ich weiss es nicht.

Plan für Tag 2 – Växjö bis Vetlanda

Eigentlich wollte ich von Växjö aus mehr Richtung Osten, aber die angepeilte Übernachtungsmöglichkeit stand nicht zur Verfügung. In Vetlanda gab es aber genug Unterkünfte. Fast exakt die gleiche Etappe haben wir vor 11 Jahren schon mal gemacht, sogar das Hotel am Zielort ist das gleiche.

Gesamtstrecke: 80.22 km
Gesamtanstieg: 967 m

Schöner Start

Gestern Abend kam ich noch auf der Fähre ins Gespräch mit einem Paar aus Freiburg welche den Kattegattradweg machen wollte und einer jungen Frau aus Kiel die gerade mit dem Studium fertig ist, und jetzt einige verlängerte Wochenenden für Radtouren nutzt. Ihr Plan ohne Regenhose zu fahren fand ich etwas ambitioniert, aber ihre Strecke ist zum Glück nicht allzu lang – auf der schwedischen Seite von Malmö bis Helsingborg, und am zweiten Tag auf der dänischen Seite zurück.

Wenn bei ihr das Wetter heute so war wie bei mir hat sie Glück gehabt. Etwas frisch aber ansonsten ein gutes Wetter zum Rad fahren, ein paar Wolken aber meist sonnig.

Von Alvesta bis Växjö hätte ich auch einfach im Zug sitzenbleiben können, aber es war gut, endlich mal aufs Rad zu kommen. Ein paar Kilometer eine etwas größere Straße, dann ging es links ab auf ein kleines verträumten Strässchen. Manchmal fühlte ich mich wie im Schwarzwald. Da die Strecke sehr kurz war, hatte ich gut Zeit für das Glasmuseum. Zu Beginn des 20. Jh. gab es im „Glasreich“ rund um Växjö viele Dutzend Glasbläsereien, davon ist heute kein halbes Dutzend mehr übrig. Ich kam gerade recht zu einer kleinen Führung.

Jetzt sitze gerade ich im Hotel, genieße einen Kaffe und schreibe diesen Text.

Grünanlage in Alvesta
Ah!
Die kleine Strasse zieht sich dahin
Das könnte doch auch im Schwarzwald sein
See kurz vor Växjö
Im Glasmuseum – Übersicht über die Glashütten

Plan für Tag 1 – von Malmö bis Växjö

Früh morgens komme ich mit der Fähre in Malmö an. Die Strecke bis Växjö wäre um die 250 km, also drei schöne Fahrtage. Um mir zwei davon zu sparen, fahre ich gleich nach der Ankunft der Fähre mit dem Regionalzug bis Alvesta und stimme mich mit einer sehr kurzen Etappe von 23 km auf den Radurlaub ein. Das Ziel Växjö haben wir auf unserer allerersten Tour vor 11 Jahren bereits besucht. Von den 65000 Einwohnern sind fast ein Drittel Studenten. Für das Glasmuseum (die Stadt gilt als Hauptstadt des „Glasreiches“) habe ich wahrscheinlich genug Zeit

Gesamtstrecke: 22.95 km
Gesamtanstieg: 221 m
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