42 Mal von hüben nach drüben

Autor: Martin (Seite 5 von 26)

Plan für Tag 11 – Malmköping bis Vingåker

Gesamtstrecke: 73.36 km
Gesamtanstieg: 814 m

Wieder auf dem Rückweg

Es war gut,  dass ich mich dafür entschieden hatte,  die ersten 30 Kilometer mit der Bahn  abzukürzen. Zum einen, weil es doch noch 90 Kilometer waren, also keine zu kurze Etappe. Zum zweiten, weil ich keine Lust hatte, mich durch den Vorstadtdschungel zu schlagen, zum dritten, weil es auch so genug Höhenmeter waren, zum vierten, weil der böige Wind, der auf der Hinfahrt nach Stockholm eher von hinten bließ, jetzt eher von vorne kam, zum fünften weil viele der kleinen „Kreisstrassen“ nicht asphaltiert waren, und sechstens einfach so.

Heute waren viele unterwegs. Auf den größeren Straßen – und etwas überraschend heute  auch auf den ganz kleinen, nicht asphaltierten –  natürlich Autos, aber auch recht viele Rennradfahrer.

Wiesen und Wälder, Äcker und Felder – ähnlich wie auf der Hinfahrt, aber heute hatte ich das Gefühl,  dass die Landschaft etwas offener war.

 
 
 
 

Plan für Tag 10 – Stockholm bis Malmköping

Die heutige Etappe ist die längste, mit über 120 km. Je nachdem wie ich drauf bin, könnte ich die Etappe etwas abkürzen und den Zug bis Södertälje nehmen – es wären dann knapp 90 km. Wenn ich früh ankomme, reicht es vielleicht noch für das kleine Lokalverkehrsmuseum.

Gesamtstrecke: 122.39 km
Gesamtanstieg: 1633 m

Skansen

Heute habe ich das schöne Sommerwetter ausgenutzt und bin in das älteste Freilichtmuseum Europas gegangen – Skansen.

Höchster freistehender Glockenturm Schwedens mit 40 Meter von 1730.
Mühle aus Västergötland
Suchbild mit oder ohne Luchs
Wenn schon nicht in freier Wildbahn…
Im 17. Jh waren Wildschweine in Schweden ausgestorben. Die jetzigen 300 Tausend sind Nachkommen von in den 1970ern aus Gehegen ausgebrochenen Schweinen.
Um die Lebensmittelknappheit im 1. Weltkrieg zu lindern, bekamen die Stockholmer Land für Schrebergärten

Die beiden jungen Glasbläser hörten lautstark klassische Opern.

Groß

Das Hotel in dem ich gelandet bin ist ein riesiger Kasten. Vierstellige Zimmernummern, und die Anzahl der Tische im Frühstücksraum – äh, in der Frühstückshalle – ist dreistellig. Morgen geh ich früher, damit es sicht ganz so wie im Bienenstock anfühlt.

Die Stadt ist auch groß – mit Vororten liegt sie zwischen München und Hamburg.

Vor allem groß ist auch der Kontrast zum letzten Etappenort. Nach einem einsam gelegenen Gehöft, kilometerweit vom nächsten Weiler entfernt jetzt eine Millionenstadt.

Heute war ich zuerst im Strassenbahnmuseum, dann im nordischen Museum. Die ziehen ziemlich unterschiedliche Besucher an. Im ersten waren hauptsächlich schwedische Familien, im zweiten Touristen aus aller Welt. Es mag auch daran liegen, dass das Strassenbahnmuseum auf dem ehemaligen Gaswerksareal etwas außerhalb liegt.

Am Audioguide habe ich gemerkt, dass die Zeit auch in Museen voranschreitet. Früher hätte man sich für ein paar Euro ein Gerät ausgeliehen, mit viel Glück sogar auf Deutsch, heute lädt man sich im kostenlosen WLan eine App in 20 Sprachen herunter.

So, jetzt nach einer Zimtschnecke geht es weiter im Museum.

Um 1900 hatten die Strassenbahnfahrer noch kein Fahrerhaus und schützten sich so im Winter
Am Anfang war die Pferdebahn
Im Museum
Der alte Gasspeicher wird zum Kulturzentrum
Ausruhen an einem großen Platz mit Brunnen

Pläne für Tag 8 und 9

Mal schauen, was ich diesmal in Stockholm anschauen werde – vielleicht besuche ich wieder den Skansen, anstelle von Vasamuseum und Abbamuseum vielleicht das nordische Museum oder das Straßenbahnmuseum.

In Norrmalm und Södermalm waren wir das letzte Mal gar nicht, auch nicht auf der kleinen Insel Riddarholm westlich der Altstadt.

Und wenn das Wetter zu ungemütlich ist, kann ich dieses Mal auf den Wellnessbereich im Hotel ausweichen.

Fahrpause

Auch wenn die letzten Tage schön zum Fahren waren,  bin ich jetzt doch froh zwei Ruhetage zu haben. Heute war es schön sonnig mit der richtigen Temperatur, die Strcke war nicht allzu lang und es fuhr sich gemütlich bis zum Ziel. Die Nähe zu Stockholm war deutlich zu spüren. Bis Tumba ging es noch, dann verlief die Strecke sehr oft an großen Ausfallstrassen. Zwar auf Radwegen, aber es war doch laut und nervig. Ich glaub wenn ich mich am Sonntag wieder auf den Weg mache, nehme ich für die ersten 30 Kilometer lieber den Zug.

Gänse
Diese Fähre hatte ich nicht mehr auf dem Schirm
 
  Bei der Überfahrt
Ich nähere mich Stockholm
Riddarholm direkt bei der Altstadt- und doch kaum was los

Ich war grad in der Altstadt – nach der Fahrt übers Land waren es mir viel zu viele Menschen. Ich denke, ich mach morgen was ruhiges, ein Museum vielleicht oder den Skansen. Aber schön war es trotzdem, durch die Gassen zu schlendern.

Plan für Tag 7 – Trosa bis Stockholm

Alle Wege führen nach Stockholm – und so ist es nicht verwunderlich, dass die Route ähnlich wie vor 9 Jahren ist. Im ersten Teilstück bis Tumba fahre ich praktisch den gleichen Weg wie damals, danach komme ich durch andere Vororte, da diesmal meine Unterkunft nicht direkt in der Altstadt liegt, sondern auf Södermalm,

Gesamtstrecke: 71.98 km
Gesamtanstieg: 852 m

Der Tag begann mit einem ordentlichen böigen Wind und mäßigem Verkehr, nach Nyköping war es dann umgekehrt – der Wind war mäßig und der Verkehr ordentlich. Mit anderen Worten: es ging noch, aber gestern war es schon schöner zum Fahren.

Als ich durch Nyköping fuhr,  kam mir im ersten Moment nicht so viel bekannt vor, bis ich über die Brücke fuhr – da war doch vor 9 Jahren ein Restaurant in dem wir gegessen hatten.

Trosa ist ein netter kleiner Ferienort mit Gästehafen und Festival ( leider erst ab morgen), kleinen Lädenund vielen gut gefüllten Restaurants und Cafés. In einem davon hätte ich für ein erlesenes Rinderfilet so viel bezahlt wie ich alt bin, in einem anderen war auf der deutschen Speisekarte noch nicht mal der klitzekleinste Rechtschreibfehler. Der Ort passt sich halt an sein Klientel an.

Wieder weite Felder
In Nyköping
Vor 9 Jahren war hier ein Restaurant
In Nyköping
In Trosa
In Trosa
Interessanter Name für mein Hotelzimmer: Schwarz wie die Sünde
Ok, passt doch
Kleine Gasse in Trosa

Plan für Tag 6 – Kolmården bis Trosa

Ich komme allmählich in den Einzugsbereich von Stockholm. In der Gegend waren wir schon 2016 unterwegs, allerdings auf anderen Strecken. Nyköping – so groß wie Rheinfelden – war damals ein Etappenort, diesmal fahre ich nur durch. Trosa ist ein beliebtes Ziel für Touristen, und die Nähe zu Stockholm schlägt sich auch in der Vielfalt und den Preisen der Restaurants nieder.

Gesamtstrecke: 81.93 km
Gesamtanstieg: 833 m
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