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Kategorie: Allgemein (Seite 11 von 46)

Bara bada bastu

Heute war die Landschaft etwas offener als in den beiden letzten Tagen,  die Hügel waren flacher, die Äcker etwas länger. In der zweiten Hälfte wurden die Abstände zwischen den Anstiegen jedoch wieder kürzer, so dass es einige Höhenmeter zu bewältigen galt, insgesamt waren es aber doch weniger als in den beiden letzten Tagen.

Das Wetter ist schön, tagsüber vielleicht 20 bis 23  Grad und meist sonnig – ich bin froh,  noch nicht wieder zurück zuhause bei 35 Grad zu sein.

In Askersund bin ich jetzt zum dritten Mal. Zum ersten Mal durchgefahren auf dem Weg zum Nordkap, zum zweiten Mal bei der Vätternrunde 2022 und jetzt. Der Ort hat ungefähr die Größe von Kandern, ist aber noch touristischer geprägt. Ich habe das Gefühl, es gibt hier alleine schon mehr Eisdielen als gestern Restaurants insgesamt – und gestern war der Ort sogar noch größer.

Nach der Ankunft habe ich zuerst mal das gemacht was der Titel sagt: „Bara bada bastu“ – so hieß der schwedische Beitrag zum diesjährigen  Eurovision Song Contest — „Einfach in die Sauna gehen“. Hat gut getan.

Ich habe oft die Radroute „Seerosenweg“ gekreuzt. Hier hab ich mal endlich welche gesehen.
Einfach so auf dem Feld – ohne Zaun
Achtung Ziegen
Ein Feld mit Klee
Askersund liegt am Alsen –  dieser ist mit dem Vättern verbunden.
Abend im Hafen
Schweden lieben alte Strassenkreuzer

Plan für Tag 12 – Vingåker bis Askersund

Heute nähere ich mich wieder bekannteren Gegenden. Durch den Zielort sind wir schon mehrfach durchgekommen – Auf der Fahrt zum Nordkap 2018 und die Strecke der Vätternrunde führt seit 2021 auch durch Askersund.

Gesamtstrecke: 82.32 km
Gesamtanstieg: 925 m

Same procedure as last day

Im großen und ganzen  ähneln sich die Fahrtage gestern und heute schon, es sind die kleinen Unterschiede im Detail, die es immer wieder interessant machen. Gestern war die Strecke etwas länger, heute etwas weniger Höhenmeter. Gestern etwas mehr Äcker, heute mehr Wiesen. Gestern mehr Nadelbäume, heute mehr Laubbäume.

Beim Frühstück dachte ich schon, „warum haben die denn ein großes Buffet aufgebaut, ich bin doch hier gefühlt der einzige Gast“ dann kam ein komplettes Lehrerkollegium herein, die ein Seminar abhielten und sich davor mit einem gemeinsamen Frühstück stärkten.

Unterwegs traf ich auf zwei junge Niederländer,  die mit ihrem Tandem von Stockholm bis Kopenhagen radeln. Die beiden nehmen die Planung etwas locker, und sind dann überrascht, dass gestern statt der geschätzten 80 km zum Schluss 110 km auf dem Tacho standen. Aber sie kommen voran und haben Spaß. Letztes Jahr sind sie den Rheinradweg von der Quelle bis nachhause gefahren.

 
Elch in freier Wildbahn
 
Weite Felder
Preiselbeeren
Und Preiselbeeren
Auch mal ein Golfplatz

Plan für Tag 11 – Malmköping bis Vingåker

Gesamtstrecke: 73.36 km
Gesamtanstieg: 814 m

Wieder auf dem Rückweg

Es war gut,  dass ich mich dafür entschieden hatte,  die ersten 30 Kilometer mit der Bahn  abzukürzen. Zum einen, weil es doch noch 90 Kilometer waren, also keine zu kurze Etappe. Zum zweiten, weil ich keine Lust hatte, mich durch den Vorstadtdschungel zu schlagen, zum dritten, weil es auch so genug Höhenmeter waren, zum vierten, weil der böige Wind, der auf der Hinfahrt nach Stockholm eher von hinten bließ, jetzt eher von vorne kam, zum fünften weil viele der kleinen „Kreisstrassen“ nicht asphaltiert waren, und sechstens einfach so.

Heute waren viele unterwegs. Auf den größeren Straßen – und etwas überraschend heute  auch auf den ganz kleinen, nicht asphaltierten –  natürlich Autos, aber auch recht viele Rennradfahrer.

Wiesen und Wälder, Äcker und Felder – ähnlich wie auf der Hinfahrt, aber heute hatte ich das Gefühl,  dass die Landschaft etwas offener war.

 
 
 
 

Plan für Tag 10 – Stockholm bis Malmköping

Die heutige Etappe ist die längste, mit über 120 km. Je nachdem wie ich drauf bin, könnte ich die Etappe etwas abkürzen und den Zug bis Södertälje nehmen – es wären dann knapp 90 km. Wenn ich früh ankomme, reicht es vielleicht noch für das kleine Lokalverkehrsmuseum.

Gesamtstrecke: 122.39 km
Gesamtanstieg: 1633 m

Skansen

Heute habe ich das schöne Sommerwetter ausgenutzt und bin in das älteste Freilichtmuseum Europas gegangen – Skansen.

Höchster freistehender Glockenturm Schwedens mit 40 Meter von 1730.
Mühle aus Västergötland
Suchbild mit oder ohne Luchs
Wenn schon nicht in freier Wildbahn…
Im 17. Jh waren Wildschweine in Schweden ausgestorben. Die jetzigen 300 Tausend sind Nachkommen von in den 1970ern aus Gehegen ausgebrochenen Schweinen.
Um die Lebensmittelknappheit im 1. Weltkrieg zu lindern, bekamen die Stockholmer Land für Schrebergärten

Die beiden jungen Glasbläser hörten lautstark klassische Opern.

Groß

Das Hotel in dem ich gelandet bin ist ein riesiger Kasten. Vierstellige Zimmernummern, und die Anzahl der Tische im Frühstücksraum – äh, in der Frühstückshalle – ist dreistellig. Morgen geh ich früher, damit es sicht ganz so wie im Bienenstock anfühlt.

Die Stadt ist auch groß – mit Vororten liegt sie zwischen München und Hamburg.

Vor allem groß ist auch der Kontrast zum letzten Etappenort. Nach einem einsam gelegenen Gehöft, kilometerweit vom nächsten Weiler entfernt jetzt eine Millionenstadt.

Heute war ich zuerst im Strassenbahnmuseum, dann im nordischen Museum. Die ziehen ziemlich unterschiedliche Besucher an. Im ersten waren hauptsächlich schwedische Familien, im zweiten Touristen aus aller Welt. Es mag auch daran liegen, dass das Strassenbahnmuseum auf dem ehemaligen Gaswerksareal etwas außerhalb liegt.

Am Audioguide habe ich gemerkt, dass die Zeit auch in Museen voranschreitet. Früher hätte man sich für ein paar Euro ein Gerät ausgeliehen, mit viel Glück sogar auf Deutsch, heute lädt man sich im kostenlosen WLan eine App in 20 Sprachen herunter.

So, jetzt nach einer Zimtschnecke geht es weiter im Museum.

Um 1900 hatten die Strassenbahnfahrer noch kein Fahrerhaus und schützten sich so im Winter
Am Anfang war die Pferdebahn
Im Museum
Der alte Gasspeicher wird zum Kulturzentrum
Ausruhen an einem großen Platz mit Brunnen

Pläne für Tag 8 und 9

Mal schauen, was ich diesmal in Stockholm anschauen werde – vielleicht besuche ich wieder den Skansen, anstelle von Vasamuseum und Abbamuseum vielleicht das nordische Museum oder das Straßenbahnmuseum.

In Norrmalm und Södermalm waren wir das letzte Mal gar nicht, auch nicht auf der kleinen Insel Riddarholm westlich der Altstadt.

Und wenn das Wetter zu ungemütlich ist, kann ich dieses Mal auf den Wellnessbereich im Hotel ausweichen.

Fahrpause

Auch wenn die letzten Tage schön zum Fahren waren,  bin ich jetzt doch froh zwei Ruhetage zu haben. Heute war es schön sonnig mit der richtigen Temperatur, die Strcke war nicht allzu lang und es fuhr sich gemütlich bis zum Ziel. Die Nähe zu Stockholm war deutlich zu spüren. Bis Tumba ging es noch, dann verlief die Strecke sehr oft an großen Ausfallstrassen. Zwar auf Radwegen, aber es war doch laut und nervig. Ich glaub wenn ich mich am Sonntag wieder auf den Weg mache, nehme ich für die ersten 30 Kilometer lieber den Zug.

Gänse
Diese Fähre hatte ich nicht mehr auf dem Schirm
 
  Bei der Überfahrt
Ich nähere mich Stockholm
Riddarholm direkt bei der Altstadt- und doch kaum was los

Ich war grad in der Altstadt – nach der Fahrt übers Land waren es mir viel zu viele Menschen. Ich denke, ich mach morgen was ruhiges, ein Museum vielleicht oder den Skansen. Aber schön war es trotzdem, durch die Gassen zu schlendern.

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