42 Mal von hüben nach drüben

Kategorie: Allgemein (Seite 6 von 39)

Välkommen i Bullerbyn

Heute Morgen war es etwas weniger sonnig, aber deutlich windiger. Das Wetter war aber trotzdem noch sehr schön zum Fahren.  Leider erwischte mich vor dem Mittag einer der angekündigten Schauer und verfolgte mich bis kurz vor Bullerbü. Dann gewann endlich die Sonne wieder die Oberhand und es blieb schön bis zum Scluss.

Am Ortsschild Lönneberga hielt vor mir ein polnisches Wohnmobil, ein kleiner Junge stieg aus, stellte sich ans Schild und seine Mutter machte ein Foto. Ich habe aber nicht gefragt, ob das jetzt Michel aus Lönneberga war

Je näher ich zu Bullerbü kam, desto mehr deutsche Kennzeichen sah ich. In Bullerbü selbst waren bestimmt zwei Drittel Deutsche und alles war auf deutsch und schwedisch angeschrieben, praktisch nichts auf englisch.

Astrid Lindgrens Vater ist auf dem Südhof in Sevedstorp (so heißt Bullerbü eigentlich) aufgewachsen. Die Höfe sind ziemlich klein, ich hätte sie deutlich größer geschätzt. Heute sind es Ferienhäuser in Privatbesitz

Heute gab es viele Waldwege
Martin aus Lönneberga
In Bullerbü
Café in der Scheune des Südhofes
Die Scheune von außen
Von links nach rechts: Nordhof, Mittelhof, Südhof
Das einzige Schild welches nicht auch auf deutsch war.
Hat Lasse an diesem See den Nöck gespielt?
Bullerbü in klein auf dem zentralen Platz in Vimmerby

Plan für Tag 3 – Vetlanda bis Vimmerby

Heute komme ich durch die Landschaften von Astrid Lindgren: Ich plane in Lönneberga zu vespern (Das Restaurant hat leider am Wochenende geschlossen), dafür hat das Café in Bullerbü wahrscheinlich auf. Im Freizeitpark „Astrid Lindgrens Welt“ am Ziel könnte ich noch auf Pippi Langstrumpf, Emil aus Lönneberga oder Ronja Räubertochter treffen – der Park ist aber eher ideal für Familien mit jüngeren Kindern, also werde ich wohl stattdessen ein Bier der im Ort ansässigen Åbro Brauerei genießen.

Gesamtstrecke: 77.55 km
Gesamtanstieg: 919 m

Zwei Städte

Start und Ziel hätten nicht unterschiedlicher sein können. Das ist mir schon vor 11 Jahren aufgefallen und es hat sich wieder bestätigt. Växjö ist zwar deutlich größer als Vetlanda, dieses wäre mit 13000 Einwohnern aber doch groß genug für ein bisschen Atmosphäre. Gestern lagen Dutzende Restaurants und Cafés in der Fußgängerzone dicht an dicht, brechend voll ,so dass ich froh war, dass das Abendessen im Hotel inklusive war. Betrieb auf den Straßen bis deutlich nach Mitternacht. Växjö ist eine quirlige lebendige Stadt.

Heute tote Hose. Eine kleine Industriestadt mitten im Nirgendwo. Die wenigen Restaurants an denen ich vorbei gekommen bin gähnend leer oder gleich ganz geschlossen.  Ich bin der Empfehlung des Hotels gefolgt und sitze jetzt in „einem der ältesten Restaurants der Stadt“ (eröffnet 1997 ah ja, so so) von den 30 Tischen ist noch ein anderer besetzt – wie können die hier überleben?

Und dazwischen? Sehr schöner Fahrtag im stetigen auf und ab.  Mal kleine Straßen, mal Feldwege, hat mich oft an den Schwarzwald erinnert.  Genau die richtige Temperatur zum Fahren. Morgens in Växjö trugen die wenigen die schon unterwegs waren kurze Hosen in Erwartung des sonnigen Tages. Am Nachmittag zog es etwas zu und es braute sich über Vetlanda ein Gewitter zusammen. Das verzog sich aber ohne einen Tropfen zu hinterlassen und jetzt sitze ich draussen, genieße ein Bier und warte auf meinen Lachs mit Gemüse und Herzoginkartoffeln.

Nachtrag zu der Frage oben nachdem das Essen kam: Ich weiss es nicht.

Plan für Tag 2 – Växjö bis Vetlanda

Eigentlich wollte ich von Växjö aus mehr Richtung Osten, aber die angepeilte Übernachtungsmöglichkeit stand nicht zur Verfügung. In Vetlanda gab es aber genug Unterkünfte. Fast exakt die gleiche Etappe haben wir vor 11 Jahren schon mal gemacht, sogar das Hotel am Zielort ist das gleiche.

Gesamtstrecke: 80.22 km
Gesamtanstieg: 967 m

Schöner Start

Gestern Abend kam ich noch auf der Fähre ins Gespräch mit einem Paar aus Freiburg welche den Kattegattradweg machen wollte und einer jungen Frau aus Kiel die gerade mit dem Studium fertig ist, und jetzt einige verlängerte Wochenenden für Radtouren nutzt. Ihr Plan ohne Regenhose zu fahren fand ich etwas ambitioniert, aber ihre Strecke ist zum Glück nicht allzu lang – auf der schwedischen Seite von Malmö bis Helsingborg, und am zweiten Tag auf der dänischen Seite zurück.

Wenn bei ihr das Wetter heute so war wie bei mir hat sie Glück gehabt. Etwas frisch aber ansonsten ein gutes Wetter zum Rad fahren, ein paar Wolken aber meist sonnig.

Von Alvesta bis Växjö hätte ich auch einfach im Zug sitzenbleiben können, aber es war gut, endlich mal aufs Rad zu kommen. Ein paar Kilometer eine etwas größere Straße, dann ging es links ab auf ein kleines verträumten Strässchen. Manchmal fühlte ich mich wie im Schwarzwald. Da die Strecke sehr kurz war, hatte ich gut Zeit für das Glasmuseum. Zu Beginn des 20. Jh. gab es im „Glasreich“ rund um Växjö viele Dutzend Glasbläsereien, davon ist heute kein halbes Dutzend mehr übrig. Ich kam gerade recht zu einer kleinen Führung.

Jetzt sitze gerade ich im Hotel, genieße einen Kaffe und schreibe diesen Text.

Grünanlage in Alvesta
Ah!
Die kleine Strasse zieht sich dahin
Das könnte doch auch im Schwarzwald sein
See kurz vor Växjö
Im Glasmuseum – Übersicht über die Glashütten

Plan für Tag 1 – von Malmö bis Växjö

Früh morgens komme ich mit der Fähre in Malmö an. Die Strecke bis Växjö wäre um die 250 km, also drei schöne Fahrtage. Um mir zwei davon zu sparen, fahre ich gleich nach der Ankunft der Fähre mit dem Regionalzug bis Alvesta und stimme mich mit einer sehr kurzen Etappe von 23 km auf den Radurlaub ein. Das Ziel Växjö haben wir auf unserer allerersten Tour vor 11 Jahren bereits besucht. Von den 65000 Einwohnern sind fast ein Drittel Studenten. Für das Glasmuseum (die Stadt gilt als Hauptstadt des „Glasreiches“) habe ich wahrscheinlich genug Zeit

Gesamtstrecke: 22.95 km
Gesamtanstieg: 221 m

Langer Reisetag

Heute morgen ging es mit der Bahn los, der Zug war proppevoll, der Ferienbeginn machte sich bemerkbar, ansonsten war die Fahrt aber ganz angenehm. Wie so oft bekam ich viel Fahrzeit fürs Geld. Ich war also erst eine Stunde später in Travemünde. Das Wetter ist grade nicht so berauschend, es gab schon mehrere kleine Schauer. Also habe ich mich entschieden, nicht erst in den Ort zu fahren, sondern lieber gleich auf die Fähre zu gehen. Im Moment stehe ich noch in der Warteschlange. Besonders schöne Fotomotive sind mir hier im Hafen noch nicht untergekommen – die gibt’s dann ab morgen.

Plan für Tag 0 – Anfahrt nach Schweden

Eigentlich wollte ich am 1. Augst fahren – aber da gab es keine vernünftigen Verbindungen mit Fahrradbeförderung mehr, da viele Schweizer am Nationalfeiertag schon fleißig mit der Bahn unterwegs sind.

Also habe ich mich entschieden, einen Tag früher schon zu fahren. Zuerst von Basel nach Hamburg, und von dort mit dem Regionalzug bis nach Travemünde. Selbst wenn ich – wovon ich fast sicher ausgehe – auf dieser langen Fahrt etwas Verspätung einsammle, habe ich in Travemünde genug Zeit bis zur Nachtfähre nach Malmö

Südschweden 2025

Ich mache mich wieder auf den Weg nach Schweden… diesmal bleibe ich im Süden des Landes. Um die ganze Strecke mit dem Rad zu fahren war die Zeit etwas zu knapp, also habe ich mich dafür entschieden am Anfang und Ende etwas mit dem Zug abzukürzen.

Nach der Ankunft mit der Fähre in Malmö mache ich mich gleich mit dem Zug Richtung Växjö auf den Weg. Es fahren direkte Regionalzüge bis Alvesta, und ab dort geht es dann mit dem Rad weiter. In der ersten Woche bis Stockholm, und in der zweiten Woche zurück nach Göteborg.

Die letzte Etappe von Lundsbrunn bis Göteborg wäre mit über 150 km doch etwas lang, also kürze ich wieder mit dem Zug ab und spare mir die 50 km von Alingsås bis Göteborg.

Von Göteborg geht es mit der Nachtfähre – zweimal haben wir diese Fähre schon in der Gegenrichtung genutzt – bis Kiel, von dort mit dem Zug nach Hannover um meinen Schwager und Familie zu besuche, und dann wieder zwei Tage später nach Hause.

Im Gegensatz zu den letzten Touren bin ich diesmal ohne Zelt unterwegs. In Südschweden ist die Unterkunftsdichte doch höher als im Norden.

Gesamtstrecke: 1278.4 km
Gesamtanstieg: 11766 m

Zuhause

Gestern Abend kam von SAS die Nachricht, dass mein Flug gestrichen sei. Sieben Minuten lang machte ich mir schon Sorgen, dann kam die Entwarnung: Ich wurde umgebucht auf einen Flug über Helsinki, der zur exakt gleichen Minute in Zürich ankam wie der ursprüngliche Flug.

Die Heimreise verlief glatt und ich bin jetzt grade noch bei Jeannette, und genieße ein Bier.

🍻 Prost!

Schön war’s, eine lange und erlebnisreiche Fahrt, aber ich freue mich auch, wieder zuhause zu sein.

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