Grenzlandtour nach Aachen

42 Mal von hüben nach drüben

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zwischen Finnland und Norwegen

Die Schneemobiltrasse kreuzt die Strasse. Solche Kreuzungen haben wir heute haufenweise gesehen

Endlose Weiten, bedrohliche Wolken, aber zum Glück nur wenige Tropfen.

Heute macht’s Spass!

Tag 27: hyvästi Suomi!

Auf Wiedersehen Finnland!

Nachdem wir ordentlich Kraft für die letzten Fahrtage getankt haben ging es wieder sehr beschwingt heute morgen los.

Das Wetter hatte sich leider noch nicht verzogen, so dass es noch sehr kalt und teilweise auch ein bisschen feucht war. Man konnte es nicht Regen nennen, aber so ganz feiner Nieselregen falls Ihr wisst was ich meine. Gegen Mittag verzog der sich dann aber auch noch. Ja und was hat unser lieber neuer Freund gemacht? Ha der war auch da…

Trotzdem die Kilometer vergingen wie im Flug. Die Landschaft in Finnland war noch geprägt von sehr viel Wald, aber längst nicht mehr so hoher Baumbewuchs. Und in Norwegen ging dann die Landschaft in die Weite und weit am Horizont die Berge. Stellenweise kaum noch Baumbewuchs sondern eher Büschchen.

An der norwegischen Grenze beim Fotographieren sprach mit ein Deutscher an und war ganz interessiert wo wir gestartet sind und wo wir hinwollen. Er wird nächstes Jahr 50 und überlegt sich ob er evtl. auf Island Fahrrad fahren geht.

Kautokeino ist eine richtige Stadt und wir haben nun mal unser Zelt aufgeschlagen. Heute Abend soll noch auf dem Campingplatz ein Lagerfeuer angezündet werden. Alle sind herzlich dazu eingeladen, das gehen wir hin, klar doch….

Ich kann es noch gar nicht richtig glauben das wir nun in Norwegen sind und die letzten Radtage sind angebrochen. So langsam kommt die Wehmut das es nun bald zu Ende ist. SCHADE!

Wir haben dann noch mit den Fahrrädern die Stadt erkundet und noch ein Motorradpärchen getroffen aus Österreich und die waren erst neugierig. ..Wie wir das mit der Wäsche machen und wie lange Tagesstrecken wir fahren . .. Sie haben ja ganz ähnliche Platznöte wie wir und so ist es immer wieder spannend mit wem man ins Gespräch kommt.

Plan für Tag 27 – von Enontekiö nach Kautokeino

Gesamtstrecke: 79.59 km
Gesamtanstieg: 335 m

 

Tag 26: Herrlich, so ein Ruhetag. …

Um ehrlich zu sein, der Ruhetag kam goldrichtig und so waren wir nicht böse als wir am Morgen aus dem Fenster geschaut hatten und feststellen mussten das es heute regnet. Bei schönem Wetter hätten wir eine Kajaktour unternommen, so aber…..Zumal die Temperaturen heute in Enontekiö bei 8 Grad lag, also nicht einladend genug um nass und kalt zu werden. Gegen Mittag hörte der Regen zwar auf und so konnten wir einen kleinen Spaziergang auf einen Aussichtspunkt am Besucherzentrum der Stadt unternehmen. Um dort hinzu kommen haben wir das Fahrrad genommen, da es doch 2km vom Hotelzimmer entfernt lag. So haben wir schon wenigstens das Fahrradfahren nicht verlernt.

Die Aussicht war toll und es hat sich gelohnt. Die Stimmung war so friedlich und keine Hektik oder sonst störende Einflüsse. Von oben konnte man sehr gut den Fluss und die vielen Seen erkennen, aber auch den unendlich grossen Wald. Das Besucherzentrum wir uns dann ganz ausführlich angeschaut, denn sie haben eine wirklich sehr sehenswerte und interessante Ausstellung über das Leben und die Kultur der Samen. Wie so oft ist es auch mit den Samen so, die Kultur stirbt aus genauso wie die Sprache obwohl heute samisch als Fach wieder eingeführt wurde um dem entgegen zu wirken. Wir wollten uns dann noch eine sehr interessante Kirche anschauen, die hat aber Di und Mi nicht geöffnet. So haben wir dann den restlichen Nachmittag mit Lesen zugebracht. Herrlich und muss auch mal sein?

Was uns gestern schon aufgefallen ist, die Finnen sind geschäftstüchtiger als die Schweden. So ein schönes Besucherzentrum mit Café und Souvenirshop, das sieht man in Schweden ganz selten. Zumindest da wo wir bisher waren. Und was auch sehr schön ist, man findet so tolle Hütten in denen eine grosse Feuerstelle ist und Holz. Also wenn man lustig ist darf man alles benutzen.

Morgen werden wir ungefähr nach der Hälfte der Strecke Finnland schon wieder verlassen um dann nach Norwegen zu kommen. Aber eine Radtour durch Finnland, das wäre so denken wir auch ein lohnendes Ziel. Pläne kann man ja mal machen oder????

Plan für Tag 26 – Ruhetag in Enontekiö

Endlich wieder mal ein Ruhetag! Nicht jeden Abend auspacken, und jeden Morgen wieder einpacken.

Falls wir Lust haben und das Wetter mitspielt, könnten wir eine vierstündige geführte Paddeltour auf den Seen Moutkajärvi und Ounasjärvi machen.

 

 

Tag 25: Hej då och välkommen åter Sverige!

… Tschüss und auf Wiedersehen Schweden!

Die Nacht haben wir dann doch in einem Bett verbracht, denn nach einer weiteren Stunde warten kam dann die Familie und hat uns ein sehr einfaches Zimmer mit Dusche gegeben und die Küche konnten wir auch noch mitbenutzen. Nachdem wir geduscht und wieder eine unserer Notrationen verspeist hatten, war dann noch ein bisschen entspannen angesagt.

Beim Frühstück ging es heute sehr ruhig zu. Offen gestanden wären wir schon heute für den Ruhetag parat gewesen. Aber nachdem wir die Räder gesattelt hatten und die ersten Meter gefahren waren….tja da ging es wieder und von Müdigkeit keine Spur mehr….

Der Tag war vom Wetter etwas gedämpfter, da es heute Wolken gab. Juhu ich hab mich gefreut, nur leider gab es die Killerbremsen auch bei dem Wetterchen. Naja was soll’s. Es war jedenfalls wieder traumhaft und die Landschaft sehr ähnlich wie gestern. Am Horizont die Berge und wir inmitten von Bergen und Moorlandschaft. Bis Kaesuando dem Grenzort ging es ganz fix. Aber wir haben fast 1,5h gebraucht um uns von Schweden loszureissen und die Grenze nach Finnland überquert. Irgendwie sind die nun fast 3,5 Wochen nicht spurlos an uns vorbei gegangen. Mittag haben wir vor der Kirche auf einer Bank in Karesuando gemacht und vorher waren wir noch drinnen. Dort hat uns dann ein netter junger Mann ein wenig von der Kirchengeschichte erzählt.

Nachdem wir dann doch noch die Grenze überquerten ging es erstmal dem Grenzfluss entlang und nach weiteren 32 Kilometern sind wir ins Landesinnere nach Ennontekio abgebogen. Kurz vor der Stadt haben wir dann nochmal Pause an einem Beobachtungspunkt für Vögel gemacht. Da lag ein Gästebuch aus, leider hatte es keine freien Seiten mehr. Aber war witzig drin zu blättern und zu lesen. Es gab viele Eintragungen mit „wir haben hier Rast gemacht auf dem Weg zum Nordkap mit dem Fahrrad „….? Na schön wir sind nicht die einzigen Bekloppten.

Nach 121km hatten wir das Tagesziel erreicht und sind nun froh morgen mal nicht aufs Fahrrad zu steigen. Hier am Ziel haben wir noch 2 Motorradfahrer aus Rotweil kennengelernt und per Zufall auch zusammen zu Abend gegessen. Die kamen gerade vom Nordkap und sind nun auf der Rückreise durch Finnland bevor sie dann nach Schweden kommen. War echt nett…..

Nun regnet es ein bisschen, mal schauen was wir an unserem Ruhetag so machen…..Übrigens im Finnland sind wir jetzt schon eine Stunde voraus. Das heisst in jedem Fall Wecker stellen sonst verpassen wir das Frühstück.

Plan für Tag 25 – von Övre Soppero nach Enontekiö

Heute verlassen wir Schweden über den schwedisch/finnischen Doppelort Karesuando/Kaaresuvanto

Gesamtstrecke: 119.38 km
Gesamtanstieg: 371 m

 

 

Tag 24: …..und wir düsten düsten düsten im Fahrrad- Schritt……

Ja das mit dem Düsen war heute zumindest bis zur Mittagsrast bei Kilometer 100 in Vittangi das was unseren längsten Fahrtag am Besten beschreibt. Nun das liegt wohl daran, dass wir uns ab dem heutigen Tag auf den größeren Straßen tummeln müssen zusammen mit dem restlichen Verkehr. Wir würden ja kleinere Straßen nehmen, aber es gibt schlicht weg keine. Der komplette Verkehr muss über die paar wenigen Straßen abgewickelt werden. Wenn wir in Deutschland wären, dann würde ich sagen ein Graus, aber hier ist alles okay. Soviel sind die nicht befahren und die meisten überholen anständig. Nach dem Essen waren wir etwas träger unterwegs. Aber das ist ja auch ok, denn es gibt soviel zu bestaunen. Am Horizont konnten wir immer mal wieder Blicke auf die Berge erhaschen. Die Moorlandschaften von gestern sind uns erhalten geblieben und auch der viele Wald. Einfach nur traumhaft. Ab und zu dann noch ein zauberhafter See und da die Sonne schien wieder mit herrlichem Glitzersterncheneffekt. Das müsstet Ihr mit eigenen Augen sehnen, es ist so traumhaft schön.

Und heute haben wir sogar 2 Rentiere gesehen. Das eine davon lief einfach auf der Straße und ist erst gegangen, als Auto‘ s es weggehubt hatten. Hab versucht schnell ein Foto zu machen, hm leider nichts geworden.

Das Wetter ist nun heiss. Am frühen Morgen als wir losfuhren hatte es schon 17Grad und es hatte bestimmt in Spitzenzeiten bis zu 28Grad. Für das Wetter hier oben bedeuten solche Temperaturen: very very hot!

Die Killerbremsen waren auch wieder da. Mein Stich von gestern war so angeschwollen, das ich noch eine Tablette gegen Entzündung genommen und gekühlt habe was ging, da ich kaum auftreten konnte. Mich haben sie heute nicht erwischt, dafür Martin. Bei Ihm sind die Stiche aber nicht so angeschwollen. Gut so!

Nun in Övre Soppero angekommen haben wir festgestellt das es mit dem Zelten keine gute Idee ist. Sieht gar nicht einladend aus. Wir warten nun darauf das jemand vom Campingplatz uns eine Stuga gibt. Martin hatte schon angerufen, kein Problem sie haben noch was frei. Aber das war vor einer Stunde. …Mal schauen wo wir heute Nacht schlafen?

Plan für Tag 24 – von Gällivare nach Övre Soppero

Die heutige Etappe wird wohl die längste der Tour werden – 150 km.  Der größte Ort unterwegs ist Vittangi, mit 800 Einwohnern und einem kleinen Laden. Und dazwischen? 

Gesamtstrecke: 151.84 km
Gesamtanstieg: 737 m

 

 

… und wieder ein paar Bilder

Endlose Weiten

Blick auf den aufgestauten Lule-Älv, kurz hinter Vuollerim

Jeannette wartet auf das kreuzende Schneemobil

 

Jeannette hält es nicht am Polarkreis – sie flieht vor den Mücken, Bremsen, Schnaken, Libellen, Wespen, Bienen, Kriebelmücken, und was es sonst noch so alles hässliches gibt

Unser wunderschöner Rastplatz kurz vor Nattavaara

Ja, so eine Rast tut gut – und heute endlich ohne den „neuen besten Freund“ ( den böigen Gegenwind)

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