42 Mal von hüben nach drüben

Autor: Jeannette (Seite 12 von 16)

Tag 35: Nynorsk & Bokmål

Der Spaziergang in Brønnøysund war eine willkommene Abwechslung vom Schiffsalltag und das Wetter war wunderbar. Diese Art des Reisens ist uns ja vollkommen fremd, so ein Müßiggang will auch gelernt sein.

Was mir wieder einmal aufgefallen ist bei der Besichtigung der Kirche in Brønnøysund, das die protestantischen Kirchen sehr farbenfroh sind und meistens 2 Orgeln haben.

Heute Morgen sind wir recht früh losgezogen um Trondheim anzuschauen. Beeindruckend von außen der Nidarosdom. Leider macht der Dom erst um 09:00 auf und um 10:00 legte das Schiff wieder ab. Daher mussten wir auf eine Innenbesichtigung verzichten. Und so richtig tolle Bilder konnte ich auch nicht schießen, da die Sonne unglücklicherweise von vorne kam.

Den restlichen Tag haben wir viel gelesen, saßen an Deck und haben die traumhafte Landschaft die an uns vorüberzog genossen. Da es an Bord auch eine Waschmaschine gab, haben wir nochmal Wäsche gewaschen und so sind wir bestens für die letzten beiden Tage in Bergen gerüstet. Es gab noch einen wirklich interessanten Vortrag zur norwegischen Sprache und den Dialekten. Denn als Norwegen unabhängig von Dänemark wurde wollte man auch eine eigene Schriftsprache haben. Zwei Herren haben sich darum Gedanken gemacht und daher gibt es nun 2 Schriftsprachen (Nynorsk und Bokmål) und über 400 Dialekte. Die Kinder müssen beide Schriftsprachen lernen, damit sie sich in jedem Fall überall verständigen können. Interessant eben auch das die Dialekte auch wirklich gesprochen werden. Es gibt nicht so etwas wie Hoch- Norwegisch. Sie sind sehr stolz auf Ihre Dialekte und pflegen diese auch.

Nun sind wir fast am Ende unserer Reise angekommen. Morgen geht es nach Bergen und am Montag liegt dann noch der Abreisetag vor uns. Und ab Dienstag befinden wir uns im alltäglichen Wahnsinn wieder.

Tag 34: Sagen und Mythen

Gestern Abend haben wir einen Ausflug in die Inselwelt der Lofoten unternommen. Grandios, bei echt tollem Wetter. Für mich steht fest (ich war echt begeistert), da müssen wir unbedingt nochmal hin. Vielleicht zu meinem 50. Geburtstag eine Radtour vom Nordkap über die norwegische Seite ganz in den Süden von Norwegen…Mal schauen. Wir haben so viele Anregungen und Ideen bekommen….Bei dieser Rundfahrt wurde auch viel über die Fischerei und vor allem über den Kabeljau berichtet. Z.b. das die wirklich sehr einfache, aber extrem effiziente Haltbarmachung des Kabeljaus über Lufttrocknung (hierfür werden nur die Innereien herausgelöst und der Fisch auf Trockungsgestellen in Netzen aufgehangen) dazu führt, daß der Fisch sich bis zu 10 Jahren hält. Irre. Das haben die Wikinger schon so gemacht. An solchen Gestellen sind wir ja auf unserem Weg zum Nordkap vorbeigekommen, aber diese Details hatten wir ja nicht. Es hat nach Fisch gerochen und wir haben vermutet das dort Fisch aufgehangen wird, aber wie und warum?

Heute gegen 10:00 Uhr haben wir den Polarkreis überquert. Es wird nun allmählich wieder Nacht werden. Und wenn wir am Samstag dann in Bergen ankommen, dann werden wir das erste mal nach über 4 Wochen wieder eine „normale“ Nacht haben mit echter Dunkelheit.

Wahrscheinlich fragt Ihr Euch wo wir nun schon sind mit dem Schiff. Ich habe mal die Streckenkarte abfotografiert und heute um ca. 16:00 werden wir noch einen Landgang in Brønnøysund haben. Morgen früh erreichen wir dann Trondheim, wo wir gut 3 Stunden Aufenthalt haben werden. Das lassen wir uns nicht entgehen, so dass wir in jedem Fall einen Stadtrundgang planen.

Was auch sehr interessant ist, sind die immer mal wieder von der Crew gegebenen Informationen zu den vorüberziehenden Felsen, oft verbunden mit Sagen oder auch Fjorden. In Norwegen gibt es viele Trollsagen, da die Samen diese wohl erfunden haben um die Kinder abends zum Nachhausegehen zu animieren. Denn die Trolle kommen nur nachts. Aber am Morgen ist alles wieder gut, denn die ersten Sonnenstrahlen des Tages würden sie versteinern. Das scheint öfters mal der Fall gewesen zu sein, denn sonst gäbe es die Felsformationen nicht z.b. wie die Sieben Schwestern.

Wir erholen uns, aber das Fahrradfahren fehlt uns doch sehr….Manchmal können wir es noch nicht glauben, daß wir so eine grosse Distanz gefahren sind und wirklich am Nordkap waren. Gut das es Bilder gibt?

Tag 33: Erholung kann so anstrengend sein…..

Ihr werdet uns auslachen, aber wir hatten ein bisschen Mühe in die Erholung & Entspannung zu kommen. Aber nun ist die Hürde auch genommen und wir genießen es sehr? und sind voll der Ansicht alles richtig gemacht zu haben. 4 Tage auf dem Schiff sind mehr als genug zumal man sich erst auch an den Rhythmus gewöhnen muss. Wann legt es wo und vor allem wie lange an. Kann man einen Landgang unternehmen, reicht die Zeit und ist es dann nicht schon Schlafenszeit?

Unser zweiter Landgang war dann gegen Mitternacht in Tromsø, aber die Stadt wollten wir unbedingt noch sehen. Speziell um diese Zeit aber es war ja hell und somit alles gar kein Problem eher im Gegenteil man hatte die Stadt so fast für sich alleine und es war extrem ruhig. Ausser an einer Bar, da gab es laute Mucke und viele junge leichtbekleidete Menschen…puh es hatte kaum über 10Grad, brr. Die Stadt hat uns sehr gefallen. In die Eismeerkathedrale sind wir nicht gegangen obwohl sie sehr schön sein soll. Aber da hätte man einen Ausflug buchen müssen, naja nicht so wirklich unser Fall.

Es ist so traumhaft schön an den Fjorden vorbei zu fahren. Beeindruckend und kann kaum auf den Bildern eingefangen werden. Gerade haben wir den Trollfjord passiert. Unglaublich, so eng und der ist nur 2Meter lang. Das Schiff hat sich dann um die eigene Achse gedreht und dann sind wir wieder raus.

Das Wetter ist traumhaft. Fast wolkenfreier Himmel. So macht der Whirlpool richtig Spaß.

Tag 32: Schiff geentert

Die Nacht war sehr kurz, richtig kurz. Nur 3,5h Stunden Schlaf haben wir abbekommen, da mit Essen gehen, Wäsche waschen (wir konnten in den 2 Tagen Jugendherberge immerhin 2x Wäsche waschen und haben nun saubere Kleidung im Gepäck?) und noch packen die Zeit einfach rasend schnell verging. Und durch die stetige Helligkeit hat man eh gar kein Gefühl mehr von Zeit.

Also wir zwei waren auch noch recht früh da, wir wollten ja schließlich nicht das Schiffchen verpassen. Und niemand war da…dachten schon wir sind falsch. Aber so nach und nach kamen noch mehr Fahrradfahrer. Einer aus der französischen Schweiz. ..Ganz verrücktes Kerlchen. Der ist in 33 Tagen von Straßburg zum Nordkap und zwar über Frankfurt/ Hannover/Hamburg/Dänemark / Oslo/ Lilehammer/Trondheim…Nordkap.

Die Polarlys ist ein angenehmes Schiff mit Jakuzi/ Sauna/ Fitnessraum/ ein paar Restaurants/ Café/ Job. Man kann es so hoffen wir ein paar Tage aushalten?

Um 07:00 gab es ein reichhaltiges Frühstück und anschließend noch einmal eine Mütze voll Schlaf, so dass wir unseren ersten Landgang um 10:45 für 2 Stunden in Hammerfest antreten konnten.

Wir haben den Gamelveien- Wanderrundweg um den kleinen Hausberg gewählt um uns einen Überblick über Hammerfest zu machen. Gelohnt hat es sich, war sehr schön. Und wir sind auch pünktlich wieder eingestiegen.

Den Whirlpool (Jakuzi) haben wir dann auch schon mal ausprobiert und festgestellt, so eine Erholung tut gut ist aber auch anstrengend. …Ich vermisse das Radfahren schon…..

Vom Schiff aus hat man grandiose Ausblicke in die Fjordlandschaft….leider bekomme ich diese traumhaften Bilder nicht so in meine Kamera. ..und da wir eine Kabine mit Ausguck haben können wir auch mal in Ruhe im Zimmer entspannen obwohl es auch wunderbare Plätzchen auf dem Schiff gibt, wo man das volle Panorama hat.

So nun werden wir noch ein bisschen Ausruhen, Lesen, Essen und um Mitternacht steht der nächste Landgang in Tromsø an. Den wollen wir nicht verpassen.

Und nun noch ganz speziell für Marcelle & Walti: ein Gruß von Suite 601

Jeannette’s Zwischenfazit Radltour

Hier kommen demnächst meine Gedanken….Nur nicht heute. ..Bin noch so überwältigt aber auch platt. Es war doch auch irgendwie anstrengend und emotional aufwühlend, hm kann jetzt nicht anders schreiben. …Wollen nun los zum Essen.

Eine gute Nacht Euch allen?

Tag 31: Finis Terrae oder das Ende der Welt

Es ist geschafft, juhu. Wir haben zumindest das eine Ende der Welt erreicht. Und ich kann Euch heute sagen, das Ende der Welt ist nicht schlimm sondern wunderschön. Was für eine Landschaft…..grandios. Aber dafür muss man ganz schön rauf und runter…..

Das Wetter war super, für Nordkapverhätnisse sowieso.

Nun sind wir glücklich und möchten Euch danken für die großartige Unterstützung die Ihr uns alle von zu Hause aus mit Emails, Whatsapp und in Gedanken gesendet habt.

Mein ganz persönlicher Dank gilt Martin. Ohne seine akribische Vorarbeit (Reiseroute planen, Tracks aufs Navi laden, alle Einkaufsmöglichkeiten herausgefunden und aufgeschrieben, Hotels gebucht u.s.w.) wäre unsere Reise nicht so reibungslos abgelaufen. So konnten wir uns aufs Fahren und Erleben konzentrieren. Was für ein Erlebnis!

Und wir sind ja noch nicht am Ende angekommen. Morgen früh geht es sehr früh aufs Schiff (05:30) und ein hoffentlich sehr angenehmer Teil erwartet uns dann. Ich werde in jedem Fall unsere nächsten Tage bis wir wieder daheim sind per Blog dokumentieren. Also wer Lust hat kann ja weiter dran bleiben. Wer weiß vielleicht gibt es ja noch was Spannendes.

Tag 30: Hochgebirge am Meer

Gut das wir nicht ins Zelt gegangen sind. In der Nacht zog nochmal ein Regen durch und eine Regenankunft ist keine lustige Sache mit dem Zelt. Einige Kleider inkl. meine Schuhe mussten heute morgen noch trocken geföhnt werden. Aber nachdem wir gut gefrühstückt hatten und die ersten blauen Himmelstückchen zu sehen waren sind wir ganz beschwingt in den vorletzten Tag gestartet. Und was für ein schöner Tag er geworden ist. Entschädigung pur für den gestrigen Regentag. Der beste Freund, der liebe Wind war zwar auch wieder da, aber ab heute auch ok. Denn hier haben wir Ihn ja auch erwartet, an der Küste bei freiem Zugang, sprich wo kaum ein Baum oder Strauch oder Berg ihn abhalten könnten.

Oft bin ich heute mit offenem Mund gefahren, so traumhaft schön war es. Und so besonders. Kaum ein paar Meter über Meereshöhe aber alpine Landschaft zur Linken oder auch mal mittendrin, wenn wir eine Landzunge mittendurch überquerten. Und daneben das Meer, traumhaft schön.

Wir haben uns auch Zeit gelassen, das musste heute einfach mal sein. Zum Mittag auf einem Rastplatz mit tollem Meerblick haben wir uns unsere letzte Notration gekocht und hinterher gab es noch einen Kaffee. Das haben wir das einzige mal so gemacht, war aber heute passend.

Das Tunneln war interessant, besonders der Nordkaptunnel. Sehr speziell zu fahren. Wir haben uns warm angezogen für die Abfahrt, immerhin ca. 3,5km lang und die ging bis auf -212m Meereshöhe, wow. Und dann das ganze wieder hoch. Bei einer Luftfeuchtigkeit gefühlt von über 100%. Puh wir kamen da dampfend wieder hoch…..Ich musste so lachen. Herrlich. Aber sehr irritierend die Geräusche der Autos. Die Lautstärke extrem und vor allem die Ortung waren nicht einfach…Alles in allem echt ein Erlebnis. Muss ich aber nicht oft haben?

Ach und die kleinen winzigen Weiler….und in Honningsvåg selber ist es richtig schön.

Wir haben auf unseren Touren bisher ja immer Hotelzimmer gehabt aber diesmal ist es so unterschiedlich. Die nächsten zwei Nächte sind wir nun noch in einer Jugendherberge. Und unsere Verkehrsmittel sind auch extrem unterschiedlich: Fuss, Zug, Fahrrad, Fähre, Schiff, Flieger.

Und Rentiere haben wir heute auch noch zu Gesicht bekommen. Ich hatte vor ein paar Tagen ganz vergessen zu erwähnen das Martin sogar ein Albino- Ren gesehen hatte.

Gerade sitzen wir in einem Restaurant und lassen es uns gut gehen (lecker Fisch, wo sonst wenn nicht hier wo er direkt herkommt) und denken nun schon an morgen……

Tag 29: Ein hartes Stückchen Arbeit…

Was für ein Tag……

Grandiose Blicke auf und in die Natur, die heute alles zu bieten hatte. Unser Ziel lag ja am Porsanger Fjord und ab Kilometer 75 sind wir an der Küste entlang geradelt.

Aber es war gleichzeitig auch die anstrengendste Tour bislang. Auf den Weg haben wir uns gegen 08:45 gemacht und angekommen waren wir um 19:40. Ja es waren viele Kilometer & Höhenmeter, aber heute hat alles zugeschlagen. Massiver Gegenwind und dann kam noch der Regen. Ihr denkt wahrscheinlich solche Memmen….Aber das hat uns heute echt geschlaucht. Zumal wir durch den Wind am Morgen schon recht durchgefroren waren.

Als wir es endlich geschafft hatten nach Olderfjord zu kommen, haben wir nicht wie geplant um einen Zeltplatz angefragt hatten, sondern ob es noch ein Zimmer mit Dusche/ Bad hätte. Gott sei Dank, es gab noch eins. Und nun dürfen unsere nassen Kleider & Schuhe trocknen und wir hatten uns eine heiße Dusche verdient.

Das Restaurant hatte leider nur warme Gerichte bis um 20:00 und daher gab es für uns noch ein Stückchen Pizza und Sandwich plus Bier?.

In der Mitte der heutigen Strecke hatten wir noch einmal die Möglichkeit einzukaufen. Da morgen die Läden zu haben mussten wir nicht nur an Frühstück, sondern auch noch an die morgige Vesper denken. Und vor dem Einkaufsladen sind wir mal wieder angesprochen worden. Ein Finne war ganz neugierig, da er auch mit dem Fahrrad Urlaub macht aber eher in warmen Gebieten wie Portugal.

Was aber sehr auffällig ist, seit einigen Tagen kommen uns vereinzelt immer mal wieder Fahrradfahrer entgegen die alle vom Nordkap kommen. Mit zweien hat sich ein kleines Gespräch ergeben. Die hatten mega schlechtes Wetter gehabt. …Na mal schauen was auf uns die nächsten beiden letzten Tage wartet….

Und nach wie vor werden wir oft von Autofahrern/ Wohnmobilfahrern und auch Motorradfahrern nett gegrüßt (gewunken oder auch Daumen hoch Zeichen). Das finden wir natürlich cool….In Deutschland passiert uns das nie.

Zur Mittagszeit sind wir dutch eine 7km lange Speerzone vom Militär durchgekommen und wir mussten unbedingt Energie nachschieben. Daher haben wir in einer freien Hütte Rast gemacht, juhu dachten wir trocken und ein Sitzplatz. Wir saßen keine 5 Minuten da kam schon eine Streife angebraust und meinte wir müssen ganz schnell sein und ja nicht lange da bleiben….

Tag 28: Alles im Fluss

Ach hatten wir gestern am Lagerfeuer im traditionellen Sami- Zelt einen schönen Abend mit wirklich netten Leuten. Da war ein junges Pärchen aus Trier, die sind fertig mit Ausbildung bzw. Studium und haben sich einen alten Bus umgebaut und sind nun mit Hund 3 Monate unterwegs im Norden. Oder ein älteres Ehepaar aus Zittau, die haben Freunde besucht am Nordkap. Sie sprechen kein Wort englisch und sagen mit Händen und Füßen geht es auch….richtig so. Die sind seit der Wende viel gereist, finde ich toll. Und dann war da noch ein Franzose, der mit dem Schiff nach Honningsvag angereist ist mit seinem Fahrrad um nun vom Norskap bis nach Malta zu radeln. Er hat fast 5 Stunden bei schlimmsten Wind zum Nordkap gebraucht, puh hoffentlich blüht uns das nicht auch. Und dann waren noch 2 Wanderer. Die eine kam aus Neuseeland und wandert vom Nordkap den Wanderweg durch Norwegen. Pro Tag 30- 35km….und der andere Wanderer war ein junger Norweger, der möchte den gleichen Weg gehen vom Nordkap bis in den Süden und läuft ca. 20 km pro Tag. Crazy was es alles gibt und es war richtig schön bei einer Tasse Kaffee eben Geschichten auszutauschen was jeder so treibt….

Nun dafür sind wir nicht so früh ins Bett gekommen…naja die Sonne hat uns mal wieder wachgeküsst und so sind wir doch einigermaßen in der Zeit losgekommen.

Bis Kilometer 80 war die Sonne dann allerdings nicht mehr zu sehen. Es war echt toll durch die Finnmark zu radeln. So unterschiedlich die Landschaft, erst noch in der Ferne die Berge, wieder kleinerer Baumwuchs bzw. Büsche und dann später eher bei Karasjok dann sieht es aus wie im Süden, hohe Bäume..sattes Grün. Und wir sind heute daher auch der Titel ständig Flüssen gefolgt oder haben diese gekreut. Mehr wie die Tage zuvor. Und dann kam ja noch die Sonne und hat gerade die letzten 30km wieder Glitzersternchen aufs Wasser gezaubert. Einfach herrlich.

Nun noch zu den Wermutstropfen, die gibt es ja immer. Ein paar Killerbremsen und nun ganz schlimm die Mücken. Seit gestern Abend…puh. Das Zelt haben wir in Regenkleidung, Handschuhen und Moskitogesichtsnetz aufgebaut um nicht gefressen zu werden. Tja da sind die zu fahrenden Kilometer echt eine Erholung ….und trotzdem gehört Wetter und die Insekten eben irgendwie dazu, sonst wäre es nicht rund.

Morgen haben wir noch eine anstrengende Fahrt in die Berge vor uns….Daher gehe ich nun schlafen!

Das Feuerchen übrigens war das Sami Restaurant wo wir gegessen haben. Echt lecker und urig. Das Feuer denke ich ist originalgetreu aber das Essen sicher nicht? Es gab Rentier aber mit Brokkoli und Möhren.

Tag 27: hyvästi Suomi!

Auf Wiedersehen Finnland!

Nachdem wir ordentlich Kraft für die letzten Fahrtage getankt haben ging es wieder sehr beschwingt heute morgen los.

Das Wetter hatte sich leider noch nicht verzogen, so dass es noch sehr kalt und teilweise auch ein bisschen feucht war. Man konnte es nicht Regen nennen, aber so ganz feiner Nieselregen falls Ihr wisst was ich meine. Gegen Mittag verzog der sich dann aber auch noch. Ja und was hat unser lieber neuer Freund gemacht? Ha der war auch da…

Trotzdem die Kilometer vergingen wie im Flug. Die Landschaft in Finnland war noch geprägt von sehr viel Wald, aber längst nicht mehr so hoher Baumbewuchs. Und in Norwegen ging dann die Landschaft in die Weite und weit am Horizont die Berge. Stellenweise kaum noch Baumbewuchs sondern eher Büschchen.

An der norwegischen Grenze beim Fotographieren sprach mit ein Deutscher an und war ganz interessiert wo wir gestartet sind und wo wir hinwollen. Er wird nächstes Jahr 50 und überlegt sich ob er evtl. auf Island Fahrrad fahren geht.

Kautokeino ist eine richtige Stadt und wir haben nun mal unser Zelt aufgeschlagen. Heute Abend soll noch auf dem Campingplatz ein Lagerfeuer angezündet werden. Alle sind herzlich dazu eingeladen, das gehen wir hin, klar doch….

Ich kann es noch gar nicht richtig glauben das wir nun in Norwegen sind und die letzten Radtage sind angebrochen. So langsam kommt die Wehmut das es nun bald zu Ende ist. SCHADE!

Wir haben dann noch mit den Fahrrädern die Stadt erkundet und noch ein Motorradpärchen getroffen aus Österreich und die waren erst neugierig. ..Wie wir das mit der Wäsche machen und wie lange Tagesstrecken wir fahren . .. Sie haben ja ganz ähnliche Platznöte wie wir und so ist es immer wieder spannend mit wem man ins Gespräch kommt.

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