Wieder in Schweden

Autor: Jeannette (Seite 13 von 16)

Tag 26: Herrlich, so ein Ruhetag. …

Um ehrlich zu sein, der Ruhetag kam goldrichtig und so waren wir nicht böse als wir am Morgen aus dem Fenster geschaut hatten und feststellen mussten das es heute regnet. Bei schönem Wetter hätten wir eine Kajaktour unternommen, so aber…..Zumal die Temperaturen heute in Enontekiö bei 8 Grad lag, also nicht einladend genug um nass und kalt zu werden. Gegen Mittag hörte der Regen zwar auf und so konnten wir einen kleinen Spaziergang auf einen Aussichtspunkt am Besucherzentrum der Stadt unternehmen. Um dort hinzu kommen haben wir das Fahrrad genommen, da es doch 2km vom Hotelzimmer entfernt lag. So haben wir schon wenigstens das Fahrradfahren nicht verlernt.

Die Aussicht war toll und es hat sich gelohnt. Die Stimmung war so friedlich und keine Hektik oder sonst störende Einflüsse. Von oben konnte man sehr gut den Fluss und die vielen Seen erkennen, aber auch den unendlich grossen Wald. Das Besucherzentrum wir uns dann ganz ausführlich angeschaut, denn sie haben eine wirklich sehr sehenswerte und interessante Ausstellung über das Leben und die Kultur der Samen. Wie so oft ist es auch mit den Samen so, die Kultur stirbt aus genauso wie die Sprache obwohl heute samisch als Fach wieder eingeführt wurde um dem entgegen zu wirken. Wir wollten uns dann noch eine sehr interessante Kirche anschauen, die hat aber Di und Mi nicht geöffnet. So haben wir dann den restlichen Nachmittag mit Lesen zugebracht. Herrlich und muss auch mal sein?

Was uns gestern schon aufgefallen ist, die Finnen sind geschäftstüchtiger als die Schweden. So ein schönes Besucherzentrum mit Café und Souvenirshop, das sieht man in Schweden ganz selten. Zumindest da wo wir bisher waren. Und was auch sehr schön ist, man findet so tolle Hütten in denen eine grosse Feuerstelle ist und Holz. Also wenn man lustig ist darf man alles benutzen.

Morgen werden wir ungefähr nach der Hälfte der Strecke Finnland schon wieder verlassen um dann nach Norwegen zu kommen. Aber eine Radtour durch Finnland, das wäre so denken wir auch ein lohnendes Ziel. Pläne kann man ja mal machen oder????

Tag 25: Hej då och välkommen åter Sverige!

… Tschüss und auf Wiedersehen Schweden!

Die Nacht haben wir dann doch in einem Bett verbracht, denn nach einer weiteren Stunde warten kam dann die Familie und hat uns ein sehr einfaches Zimmer mit Dusche gegeben und die Küche konnten wir auch noch mitbenutzen. Nachdem wir geduscht und wieder eine unserer Notrationen verspeist hatten, war dann noch ein bisschen entspannen angesagt.

Beim Frühstück ging es heute sehr ruhig zu. Offen gestanden wären wir schon heute für den Ruhetag parat gewesen. Aber nachdem wir die Räder gesattelt hatten und die ersten Meter gefahren waren….tja da ging es wieder und von Müdigkeit keine Spur mehr….

Der Tag war vom Wetter etwas gedämpfter, da es heute Wolken gab. Juhu ich hab mich gefreut, nur leider gab es die Killerbremsen auch bei dem Wetterchen. Naja was soll’s. Es war jedenfalls wieder traumhaft und die Landschaft sehr ähnlich wie gestern. Am Horizont die Berge und wir inmitten von Bergen und Moorlandschaft. Bis Kaesuando dem Grenzort ging es ganz fix. Aber wir haben fast 1,5h gebraucht um uns von Schweden loszureissen und die Grenze nach Finnland überquert. Irgendwie sind die nun fast 3,5 Wochen nicht spurlos an uns vorbei gegangen. Mittag haben wir vor der Kirche auf einer Bank in Karesuando gemacht und vorher waren wir noch drinnen. Dort hat uns dann ein netter junger Mann ein wenig von der Kirchengeschichte erzählt.

Nachdem wir dann doch noch die Grenze überquerten ging es erstmal dem Grenzfluss entlang und nach weiteren 32 Kilometern sind wir ins Landesinnere nach Ennontekio abgebogen. Kurz vor der Stadt haben wir dann nochmal Pause an einem Beobachtungspunkt für Vögel gemacht. Da lag ein Gästebuch aus, leider hatte es keine freien Seiten mehr. Aber war witzig drin zu blättern und zu lesen. Es gab viele Eintragungen mit „wir haben hier Rast gemacht auf dem Weg zum Nordkap mit dem Fahrrad „….? Na schön wir sind nicht die einzigen Bekloppten.

Nach 121km hatten wir das Tagesziel erreicht und sind nun froh morgen mal nicht aufs Fahrrad zu steigen. Hier am Ziel haben wir noch 2 Motorradfahrer aus Rotweil kennengelernt und per Zufall auch zusammen zu Abend gegessen. Die kamen gerade vom Nordkap und sind nun auf der Rückreise durch Finnland bevor sie dann nach Schweden kommen. War echt nett…..

Nun regnet es ein bisschen, mal schauen was wir an unserem Ruhetag so machen…..Übrigens im Finnland sind wir jetzt schon eine Stunde voraus. Das heisst in jedem Fall Wecker stellen sonst verpassen wir das Frühstück.

Tag 24: …..und wir düsten düsten düsten im Fahrrad- Schritt……

Ja das mit dem Düsen war heute zumindest bis zur Mittagsrast bei Kilometer 100 in Vittangi das was unseren längsten Fahrtag am Besten beschreibt. Nun das liegt wohl daran, dass wir uns ab dem heutigen Tag auf den größeren Straßen tummeln müssen zusammen mit dem restlichen Verkehr. Wir würden ja kleinere Straßen nehmen, aber es gibt schlicht weg keine. Der komplette Verkehr muss über die paar wenigen Straßen abgewickelt werden. Wenn wir in Deutschland wären, dann würde ich sagen ein Graus, aber hier ist alles okay. Soviel sind die nicht befahren und die meisten überholen anständig. Nach dem Essen waren wir etwas träger unterwegs. Aber das ist ja auch ok, denn es gibt soviel zu bestaunen. Am Horizont konnten wir immer mal wieder Blicke auf die Berge erhaschen. Die Moorlandschaften von gestern sind uns erhalten geblieben und auch der viele Wald. Einfach nur traumhaft. Ab und zu dann noch ein zauberhafter See und da die Sonne schien wieder mit herrlichem Glitzersterncheneffekt. Das müsstet Ihr mit eigenen Augen sehnen, es ist so traumhaft schön.

Und heute haben wir sogar 2 Rentiere gesehen. Das eine davon lief einfach auf der Straße und ist erst gegangen, als Auto‘ s es weggehubt hatten. Hab versucht schnell ein Foto zu machen, hm leider nichts geworden.

Das Wetter ist nun heiss. Am frühen Morgen als wir losfuhren hatte es schon 17Grad und es hatte bestimmt in Spitzenzeiten bis zu 28Grad. Für das Wetter hier oben bedeuten solche Temperaturen: very very hot!

Die Killerbremsen waren auch wieder da. Mein Stich von gestern war so angeschwollen, das ich noch eine Tablette gegen Entzündung genommen und gekühlt habe was ging, da ich kaum auftreten konnte. Mich haben sie heute nicht erwischt, dafür Martin. Bei Ihm sind die Stiche aber nicht so angeschwollen. Gut so!

Nun in Övre Soppero angekommen haben wir festgestellt das es mit dem Zelten keine gute Idee ist. Sieht gar nicht einladend aus. Wir warten nun darauf das jemand vom Campingplatz uns eine Stuga gibt. Martin hatte schon angerufen, kein Problem sie haben noch was frei. Aber das war vor einer Stunde. …Mal schauen wo wir heute Nacht schlafen?

Tag 23: „…..so ein Tag der dürfte nie vergehn…..“

Ps: habe zu den beiden letzten Tagen nun noch die Bilder angehangen im Anschluss an den Text.

Ich kann den Tag kaum in Worte packen, so schön war er? aber ich versuche es mal,wird wohl etwas mehr Worte brauchen ?

Nachdem uns die Sonne buchstäblich aus dem Bett geküsst hatte (um 06:30 hatten wir schon Saunafeeling im Zelt) startete der Tag mit einem Sonnenfrühstück auf der Bank vor dem Zelt. Herrlich…..und vor allem so friedlich. Nur ein paar Vögelchen waren auch schon wach. Und oh Wunder es war kein Wind ?

Und so starteten wir in einem friedlichen, sonnigen Sonntag. Die ersten Kilometer ging es erstmal kräftig den Berg hinauf bevor es mehr oder weniger langsam bis am Zielort stetig aber langsam bergauf ging.

Ihr hättet dabei sein sollen an welch herrlicher Landschaft wir heute vorbeigezogen sind. Ich kann es kaum beschreiben, geprägt von Moorlandschaften, niedriger Baumbewuchs….So wie man sich die Taiga vorstellt….und sind in einer Meereshöhe von 360m angekommen.

Ein Rentier haben wir auch schon gesehen, juhu! Lappland lässt grüßen. Und die Polarkreisgrenze haben wir nebenbei auch noch erreicht.

Nachdem wir einen perfekten Mittagsrastplatz an einem See gefunden hatten und anschliessend wieder ein wenig in die Gänge kamen, trafen wir unverhofft bei Kilometer 63 auf ein schön gelegenes Sommerkaffee, welches gerade von 2 Deutschen bewirtschaftet wird. Klar kamen wir schnell ins Gespräch und es stellte sich heraus das sie aus Frankfurt/Main und er aus Ostfriesland kam und sie beide 3 Wochen lang das Sommerkaffee betreiben und im Winter Arbeit auf einem Hof mit Rentieren, Schneewanderunge, Skitouren haben. Sie würden gerne nach Schweden auswandern und es sieht ganz gut aus, dass sie Fuss fassen könnten bezüglich Arbeit. Die beiden sind übrigens auch schon mal mit dem Fahrrad nach Nattavaara By von Deutschland aus hingefahren und zwar von September bis November letzten Jahres…..Die letzten 10 Tage haben sie dann noch Schnee gehabt und im Zelt bzw. Schutzhütten übernachtet. Auch extrem abenteuerlich. Dagegen sind wir ja Waisenknaben…….

In Gällivare angekommen hatten wir ja schon eine Stuga (kleine Hütte) auf dem Campingplatz vorgemietet gehabt, da erstens wir auch soetwas ausprobieren wollten (das ist echt schwedisch, die lieben das) und morgen ja die längste Etappe ansteht und es früh losgehen soll. Die Stuga hat 2 Betten, Kochgelegenheit und ein eigenes Bad….urig. Ach und eine kleine Vorterrasse hat’s auch noch auf der wir gerade sitzen und uns die Sonne mit einer Kraft bescheint, puh!

Allerdings muss ich Euch noch von einem Wermutstropfen berichten. Es gibt in Schweden Killerbremsen. Ja echt….ganz schlimm. Die Stiche brennen wie Hölle, werden riesig und ganz heiß und Tage später spürt man die noch. Mich hatten bisher 3 auf dem ganzen Weg erwischt, ok. ABER heute..Sie sind um uns herum geschwirrt beim Fahren, manchmal um die 20/30 Stück. Unglaublich …..Leider haben all unsere Abwehrversuche nichts genutzt und wir sind gestochen worden. Jede Mücke ist mir da lieber, Antibrumm ist ja dabei. Aber Antibrumm hilft nichts, da lachen die sich schlapp.

Und nun noch ein paar Worte zum Thema Sonnenuntergang. Der nächste ist nämlich erst am 13.Juli. Nun merkt man es deutlich, daß es keine Nacht mehr gibt. Ein unglaubliches Gefühl….Gott sei Dank konnte ich bisher wie ein Stein schlafen.

Die Wettervorhersage sagt super Sonnenschein und Temperaturen um die 25Grad an, juhu kein Regen…Wir freuen uns. Mal schauen wie es morgen mit den Killerbremsen weiter geht.

Neuer Zwischenstand

Kilometer: ca. 2155, sprich nun sind mehr als 2/3 geschafft

Höhenmeter: ??? (Hab den Überblick verloren, da es immer in Echt mehr sind als ursprünglich geplant)

Bierkonsum: da geht es mir ähnlich, keinen Plan mehr…Aber viel war es da wir ja und lecker schmeckt es (ist ja isotonisch und das brauchen wir ja?)

Tag 22: Lappland (wow)

Der heutige Fahrtag wurde begleitet von meinem neuen besten Freund. Heute morgen kamen wir ja noch ein wenig ins Gespräch mit der Campingplatz – Betreiberin und sie meinte, das dieses Jahr der Wind so stark ist wie schon selten. Dafür gibt es aber weniger Mücken und das stimmt. Bisher war es echt erträglich mit den Biestern.

Nun denn alles Gute hat man eben nie beisammen und so fügen wir uns und strampeln ein bisschen stärker um vorwärts zu kommen. Aber die Landschaft….Sehr waldig und heute wieder sehr einsam. Bestimmt auf 20km kein Auto, kein Haus einfach nur Straße und Wald. Da es ein wenig in die Höhe ging hat man aber auch fantastische Blicke ins Tal und in die Weite. In Lappland angekommen, so zeigt es jedenfalls die Karte. Ich kann es noch gar nicht fassen, das wir es bis hierhin geschafft haben.

Und dann haben wir doch nochmal das Glück gehabt zwei Elch- Minis zu sehen. Die waren noch klein, aber eben Elchproportion halt. Süß!

Und was auch noch cool war: wir werden ja auch immer mal wieder aus dem Auto gegrüßt per Handzeichen. Und heute kam uns auf einer dieser mega einsamen Straßen ein Auto vollbesetzt mit Frauen entgegen und die haben uns vielleicht angelacht, gewunken und angefeuert. Einfach herzig.

Auch heute sind wir auf einem Campingplatz gelandet ohne WiFi. Daher auch heute keine Bilder. Morgen sind wir hoffentlich auf einem größeren Campingplatz, so dass ich dann alle Bilder der letzten 3Tage laden werde. Habt Geduld, da kommen wieder welche!

Tag 21: Tante Lila, Tante Grün & Tante Braun

Wie Ihr Euch sicher denken könnt waren wir gestern mehr als nur froh eine Hotelankunft gehabt zu haben und zu unserem kompletten Glück gab es auch ein hoteleigenes Restaurant wo wir es uns haben gut gehen lassen. Das hatten wir uns auch verdient.

Der Tag hatte uns mit Sonnenstrahlen geweckt. Wie schön nach dem gestrigen Tag. Nachdem wir das leckere Frühstücksbufet genossen hatten, alle getrockneten Regenkleider verstaut hatten konnte es losgehen. Es sollte ja ein „Ruhetag“ mit sehr wenigen Kilometern werden.

Nach 7km kamen wir in Öjeby vorbei, wo gerade ein Markt/ Strassenfest stattfand. Mitten im alten Dorfkern rund um eine Kirche aus dem 15. Jh. Toll, das war was für uns. Also Fahrrad abgestellt und dann sind wir schlendern gegangen. Und dabei sind auf 3 ältere Damen gestossen welche Tracht getragen haben. Die musste ich natürlich fotografieren und dabei sind wir ins Gespräch gekommen. Daher weiß ich das sie die Tanten Grün, Lila und Braun waren….Ich habe mir dann noch ein schönes Andenken gekauft, ein samisches Armband. Die Bedeutung muss ich noch googeln, denn leider konnte ich die Erklärungsversuche der Verkäuferin nicht verstehen.

Das Wetterchen war heute mal wieder recht freundlich zu uns. Bis auf den Gegenwind (wir sind mittlerweile dicke Freunde geworden) war es herrlich, zwar etwas kühler aber meistens sonnig. Und so soll es auch in den kommenden Tagen bleiben.

Wir folgen jetzt dem Tal des Pite- Älv flussaufwärts und dieser Fluss endet da, wo wir heute gestartet sind, in Piteå. Die Ostsee haben wir somit nun hinter uns gelassen. Die Felder verschwinden fast entgültig und um uns herum fast nur noch Wald. Und was heute auch wieder war, die Vögel haben gezwitschert, herrlich. Das Regenwetter finden die auch doof…..

Da wir heute auf einem kleinen, schön gelegenen Campingplatz ohne Internet gelandet sind, kann ich Euch erst morgen die Bilder hochladen?

Tag 20: Fisch & Elch & Wundersocken

In der Nacht kam der Regen, erst ganz leicht und dann zum Morgen etwas stärker. Wir hatten einen guten Campingplatz erwischt, sprich neben unserem Zelt war gerade die Küche so dass wir dort frühstücken konnten, ganz bequem und trocken. Kaum losgekommen hörte es fast auf zu regnen, so dass das Spielchen mit dem Ausziehen der Regenklamotten begann. Aber nicht 20 min. später hatte sich das Wetter dann entgültig entschieden heute komplett durch zu regnen. Das ist ja auch ok, nur es war viel Regen (gemäß Wetterbericht ca. 35 Liter) und das für 130km….schnüff. Ein Härtetest für alle Regenklamotten. Und irgendwie fühlte ich mich dann wie ein Fisch, das mir noch keine Schwimmflügelchen gewachsen waren, war echt noch alles.

Ja die Wundersocken. Ich hatte ja schon berichtet, daß ich mir neue Regenüberschuhe gekauft hatte, die leider nicht dicht sind. Aber ich ziehe sie trotzdem an, denn sie taugen noch als Spritzschutz für die Schuhe. So bleiben die schön sauber. Wir waren in Vorbereitung auf die Tour in einigen Radgeschäften und bei meiner letzten Einkaufstour meinte die Verkäuferin ob ich denn auch wasserdichte Socken hätte. Wie bitte was? So was gibt es????Also ich hab sie eingesteckt und bin heilfroh…..Ich habe nämlich trockene Füße! Das sind echt meine Wundersocken und bei so einem Wetter ein Segen. Denn man kühlt doch ganz schön aus.

Ja und unser Highlight heute? Schon gar nicht mehr mit gerechnet, aber bei Kilometer 41 war es soweit, gleich 2 Elche. Leider gibt es kein Foto, es sind eben sehr scheue Tiere und obwohl wir mit dem Fahrrad nicht soviel Krach machen wie ein Auto haben sie uns dann doch beim Näherkommen entdeckt und sind geflüchtet. Tolle Tiere und nun haben wir schon 4 von Ihnen in freier Wildbahn gesehen plus die letztes Jahr im Safari- Park, wo wir einen sogar streicheln konnten.

Auch wenn es heute nur geregnet hat und es hart ist bei so einem Wetter noch etwas positives zu entdecken gab es die Stimmung, die es eben nur bei Regen gibt, wenn über den Baumwipfeln dann noch der Nebel/Regenschwaden liegen…einfach mystisch. Und ich habe mal versucht ein Foto von den typisch Straßen zu machen, die wir heute gefahren sind. Es ist ja ein eher auf und ab und man kann immer ganz gut erkennen wie die Straße verläuft. Ganz typisch, das längste gerade Stück war übrigens 3,5km lang heute.

Tag 19: „Alles Käse“

Unseren Plan konnten wir ganz gut umsetzen mit dem früh Aufstehen und loskommen, damit wir die Käserei noch besichtigen können.

Was uns schon gestern aufgefallen war, eine Reisegruppe aus Regensburg. Die saßen schon und waren mitten am Frühstücken als wir kurz nach 07:00 im Saal ankamen. Frühstück sollte aber erst ab 07:00 losgehen ….komisch entweder Sonderregelung oder einfach nur Mega schnell. Die mussten glaube ich schon um 08:00 am Bus sein….Das wäre ja so gar nichts für mich. Nicht das früh aufstehen und so, sondern das gekarre…Wahrscheinlich auch zum Nordkap?

Wir haben es gut gehabt mit dem Fahrtag, obwohl streckenweise ziemlich strenger Gegenwind mal wieder auf uns wartete. Aber es war warm und da wir heute ausschließlich nur größere Straßen gefahren sind, haben auch die Höhenmeterangaben gestimmt. Oft liegen wir nämlich ca. 1/3 daneben.

Da heute kein Café oder ähnliches auf der Strecke lag hatten wir beschlossen schon früh Mittagspause zu machen, sprich so gegen 12:00. Das war dann heute bei Kilometer 60. Wir machen ja dann nur Brotzeit und da diesesmal so wenig Platz in den Packtaschen ist müssen wir immer schauen wo ein ICA (der Lebensmittelladen in Schweden neben Coop) ist damit wir dann auch etwas zum Futtern haben. Aber Martin ist perfekt vorbereitet und hat voran alle Optionen für den jeweiligen Tag notiert. Nun und für eine Brotzeit braucht man auch nicht viel, ausser einem netten Platz wo man sich hinsetzen kann. In der Regel finden wir nach mehr oder weniger suchen dann immer etwas. Und so auch heute. Erst wollte so gar nichts Nettes kommen und dann siehe da ein Café inkl. Laden. Den hatte Martin nicht verzeichnet. Kaum dort eingetrudelt schmiss Martin alle Packtaschen vom Rad und meinte: Kettenglied kaputt, ohje das hatten wir ja noch nie. Also um ehrlich zu sein, wir haben in all den Jahren (16!) noch nie etwas gehabt….Aber es gibt bekanntlich immer ein erstes Mal…..Dann kamen plötzlich 3 Schweden um die Ecke und fingen an sich mit uns zu sehen unterhalten, aber da sie so gar kein Englisch konnten extrem mühsam und sehr unterhaltsam. Also ich hab dann etwas essbares geholt (es gab dann Cola und ein Blåbärmuffin für Martin) und als ich wieder zurück war, war alles schon repariert. Gut das wir alles mitschleppen?! Ein Kettenschloss war dann die Rettung von denen Martin 2 dabei hat. Nachdem wir uns gestärkt hatten, alles wieder aufgespannt hatten ging es auf dem n den Endspurt. Und gegen 14:35 waren wir am Zielort angekommen. Dann noch schnell geduscht und das Zelt aufgebaut und schon ging es in die Käserei. Eine Führung wäre um 14:00 auf schwedisch gewesen, aber das geht trotzdem wir ein bisschen verstehen nun noch gar nicht. Aber sie hatten eine ganz tolle Ausstellung mit Informationen sogar auf Deutsch. Es ist ein wirklich leckerer und kein gewöhnlicher Käse. Die Informationen waren zum Teil sehr zum Schmunzeln geschrieben. Ich habe mal ein paar abfotografiert, vielleicht könnt Ihr lesen. Und nun lassen wir den Abend noch Ausklingen bei Bares für Rares auf dem Campingplatz. …der ist so schön….und morgen gibt es laut Wetterbericht keinen tollen Tag, daher jetzt noch Sonne tanken?. Und Wäsche waschen, ganz wichtig!

Tag 18: Umeå, eine lohnende Etappenankunft

Die Nacht war sehr windig, fast schon stürmisch. Jedoch als wir dann aufgestanden sind war es deutlich ruhiger geworden. Da wir heute wirklich früh aufgestanden sind war der Campingplatz noch sehr verschlafen und wir genossen ein ruhiges Frühstück. Nun wieder mit Kaffee , nachdem ich Streichhölzer eingekauft hatte. Die Erfahrung der letzten Tage zeigte doch, dass es ratsam ist früher loszukommen, man weiß einfach nicht wofür die Zeit benötigt wird. Entweder für den Wind, schlechte Straßen oder gar beides…..Manchmal wenn wir ein Cafe sehen oder einen Eisladen, dann halten wir natürlich an und dann ist es wie auf der Tour nach Rom, da gab es immer ein Spätstück mit Cappuccino und einem süßen Teilchen. Nun Schweden ist nicht Italien, wenn man ein Café oder Eisladen findet sind das die seltenen Ausnahmen. Daher unbedingt anhalten und genießen!

Heute fuhr es sich wieder toll, wir hatten sogar mal Rückenwind. Und trotz ungeteerten Strassen, die kein Vergleich zu den Schotterpisten der letzten Tage waren, war es richtig toll.

Schweden ist wie wir heute gesehen haben auch ein Anglerpradies. Bei einer Überquerung eines Flüsschens, konnten wir den Angler entdecken und es folgten noch einige solcher Momente.

Angekommen sind wir nun in Umeå, einer größeren Stadt. Beim Schlendern hat sie uns richtig gut gefallen. Eine quirlige Studentenstadt und lebenswert. Unser Abendessen haben wir glaube ich im Hotspot der Stadt gehabt (Ratskeller)…..es waren nur junge Hipsters oder Chicks um uns herum, das ist ja dann toll die Szenen zu beobachten und man fragt sich“ war ich auch mal so jung?“ Ich hatte Rentier gehabt. Vom Geschmack her ein bisschen strenger als Lamm, aber sehr lecker.

Nun lassen wir den Tag bei einem Cocktail in der Hotellobby ausklingen und freuen uns auf morgen. Evtl. schaffen wir es rechtzeitig am Zielort anzukommen. Dann könnten wir eine Käserei besichtigen.

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