Wieder in Schweden

Autor: Jeannette (Seite 14 von 16)

Tag 16/17: der Waldraum- unendliche Weiten

Heute nun endlich wieder Internet und daher die Chance auch Bilder auf den Blog zu laden.

Nachdem wir in Sundsvall einen wirklich erholsamen Ruhetag hatten, ging es mit gut bestücktem Magen und bei schönstem Wetterchen wieder los.

Es radelte sich einfach so weg und so kamen wir nicht allzu spät auf einem wirklich schön gelegenen aber auch sehr kleinen Campingplatz an. Ich glaube ausser uns waren nur noch 2 weitere Gäste mit Camper da. Wir wollten ja noch etwas Essen und da sie gerade erst die Woche aufgemacht hatte war die Auswahl nicht sehr gross. Entweder Hähnchen oder selbst geräucherter Lachs mit Kartoffeln und Salat. Wir haben uns dann für den Lachs entschieden. KÖSTLICH…..Und als sie dann noch fragte ob wir ein Dessert haben wollen, wir sollten uns überraschen lassen, haben wir nicht gezögert und ja gesagt. Also das war Spitze…Waffel mit Früchten und Dreierlei Eis…..

Das Essen, vor allem Gutes, gehört ja eben auch zu unseren Hobbys wie Ihr ja wisst. Ein toller Tag….voller Landschaft und dann auch noch leckeres Essen, was will man mehr?

Der heutige Tag startete super. Wieder Kaiserwetter (am Morgen ging es schon los mit Glitzersternchen auf den Seen….herrlich, da geht mir das Herz auf und ich weiß auch wenn es immer wieder anstrengende Momente gibt, die Ausblicke und herrliche Natur sind es wert), aber der Wind lässt uns einfach nicht los. Heute leider wieder als Gegenwind und dann der Knaller: 15km ungeteerte Strasse mit Schotter (ca. mittelgroß). Mir haben schon die Finger wehgetan vom festen Zugreifen, denn man muss höllisch aufpassen das das Fahrrad nicht wegrutscht und man fällt. Ich weiß, mit so etwas muss man immer rechnen aber trotzdem ist es anstrengend da die Geschwindigkeit die man auf einmal fahren kann unterirdisch ist und man das Gefühl hat man kommt einfach nicht vorwärts.

Nun noch ein bisschen zur Landschaft, die sich nun doch merklich verändert. Wald ist nun die beherrschende Komponente, wenig Landwirtschaft eher Weidewirtschaft und hier und da Pferdekoppeln. Uns viel heute zum Thema Wald ein: der Wald, unendliche Weiten. Wir befinden uns in einer fernen Zukunft- ähh ….einem fernen Land. Dies sind die Abenteuer der Radler Martin & Jeannette…..Naja das kommt davon wenn man zuviel Zeit hat…..

Tag 16: Sommertag

Leider haben wir kein Internet hier auf dem kleinen aber schnuckeligen Campingplatz.

Daher gibt es heute keinen ausführlichen Bericht sondern erst morgen Abend wieder.

Aber soviel: toller Fahrtag und wir haben heute den Sommertag genossen.

Tag 15: Ein erholsamer Ruhetag

Nachdem wir erstmal richtig ausgeschlafen und uns am reichhaltigen Frühstücksbufet gestärkt hatten ging es dann raus. Da an Midsommar so gar nichts wirklich offen hat, sind wir auf den Hausberg (Norra Berget- Nordberg) gekraxelt um dort im Freilichtmuseum/ Haustierpark das Leben im 19. Jahrhundert nahe gebracht zu bekommen.

Ich wusste gar nicht, dass in Schweden Schnullerbäume wachsen? (siehe Bild).

Vom Berg hat man einen fantastischen Blick auf Sundsvall und es kam ja dann auch die Sonne um die Ecke, so dass wir es in vollen Zügen genießen konnten.

Wir kommen ja immer mal wieder ins Gespräch. Meistens werde ich beim Warten auf Martin der gerade den nächsten Nachschub für die Mittagsvesper einkauft angesprochen. ..ja wo kommt Ihr denn her und wo wohin gehts……. Und heute haben wir einen älteren Herren kennengelernt der im Projektmanagement bei den hiesigen Papierfabriken tätig war. Ja Sundsvall, das habe ich bei Wikipedia erfahren, hat auf diesem Gebiet ein grosses Standbein. Kein Wunder. ..wenn man sich so umschaut, viele Wälder und das ist ja bekanntlich ein wichtiger Bestandteil.

In der Stadt gibt es wie wohl seit einigen Jahren immer im Sommer 30 Drachenskulpturen von Künstlern gestaltet zu bewundern. Und ich habe doch glatt endlich 2 Elche gesehen (siehe Bilder). ..Habe schon gedacht die sind alle ausgebüchst….

An Abend haben wir uns noch in die Lounge mit vielen Schweden das Fußballspiel angeschaut. ..Ohje in der Halbzeit sind wir geflüchtet….Aber es ist ja nochmal gut gegangenen.

Wir hatten einen tollen Tag und freuen uns auch bedingt durch einen guten Wetterforecast (sonnig, steigende Temperaturen und für uns Seitenwind mit mittleren Böen) nun auf die nächsten Fahrtage?

Ps: Es freut uns übrigens ungemein, das Ihr so rege unseren Blog verfolgt und so positives Feedback gegeben habt. Danke?

Tag 14: Höhen & Tiefen

Um den gestrigen Tag zu beschreiben braucht es ein paar Worte wieder einmal zum Thema Wetter.

Es hatte die ganze Nacht geregnet. Pünktlich jedoch zum Aufstehen, frühstücken und reisefertig zu werden hörte es auf. Was für eine Freude. Die hielt leider nicht lange, kaum auf den Rädern fing es wieder an zu regnen. Und von da an bis zum Ende des Fahrtages war es ein ständiges Aus- und Anziehen von Regenbekleidung und wechseln auf atmungsaktive Bekleidung. Gefühlt haben wir 30 solcher Stopps einlegen müssen, die sehr zeitaufwendig sind. Aber die Gefahr völlig zu verschwitzten oder auszukühlen ist gross und somit krank zu werden eben auch. Und das könnten wir nun gar nicht gebrauchen.

Nun wenn es gestern nur der Regen gewesen wäre, das alleine hätte ja schon ausgereicht. Nein, unser ständiger Begleiter Wind war auch wieder da. Und zwar so heftig als Gegenwind (laut Wetterbericht Böen bis zu 65km). Das hat Körner gekostet.

Und was wir auch noch festgestellt haben, die Höhenmeterangaben für die Touren stimmen nicht. Z.b. sollten es gestern ca. 670 hm sein, am Ende des Tages standen 1040 auf dem Tachometer. Das wäre ja auch nicht schlimm, jedoch gegen den Wind noch die „Berge“ hoch. …Also wir waren gestern Abend einfach erschöpft.

Nun aber noch zu den Highlights des Tages. An der Küstenstrasse in Mellanfjärden angekommen, gab es ganz viel zu entdecken. Midsommar ist ein Fest das alle gerne feiern, am liebsten draussen mit Familie und Freunden. Sind ganz oft an solchen Szenen vorbei gefahren. Die Mädchen haben schöne Birkenkränze in den Haaren, manchmal noch mit Blumen verziert. Sieht nett aus. Und wir haben Cairns (Hügelgräber) entdeckt, die zogen sich an der Küste entlang. Toll diese dann schon mit Flechten überzogenen Steinansammlungen. An einer Stelle konnte man bis zur Ostsee runter laufen und hatte dort einen schönen Blick. Ein Gästebuch war auch dort zu finden und obwohl wir eigentlich vermuteten alleine unterwegs zu sein (wir haben nur wenige deutsche Nummernschilder entdeckt und dann nur auf den Campingplätzen), gibt es wohl doch ein paar Deutsche die auch noch in der Gegend sind.

Noch was Kurioses zum Schluß. Auf einem Waldabschnitt der Küstenstrasse entlang hab ich das „Achtung: Bären“ Schild entdeckt. Ein bisschen mulmig war mir dann doch beim Durchqueren des Abschnittes. Was macht man wenn dann wirklich einer aus dem Gebüsch kommt? Nette Konversation wie: Du auch hier, wohin des Weges? Hm…..

Nun freuen wir uns auf einen Ruhetag….

Tag 13: Ein nicht so perfekter Radltag (kommt eben auch mal vor)

Das kennt sicher jeder von uns, der Wecker klingelt und man möchte gar nicht aufstehen. So ging es uns heute morgen auch. Und so drehten wir uns einfach nochmal um….Ich schlafe einfach wie ein Stein, aber auch kein Wunder nach dem Tageswerk.

Auf einen Kaffee mussten wir heute leider verzichten, da der Spiritus nicht zünden wollte (China Streicherhölzer- die super Dinger aus dem Outdoorladen).

Bei Kilometer 33 gesellte sich zum leichten Gegenwind dann auch noch der Regen, der sich bis jetzt nicht verziehen wollte. So sind wir heute durch die immer verlässliche, wundervolle schwedische Landschaft gezuckelt.

Das Zelt haben wir wieder im Regen aufgebaut, nun schon eingespielt. Wahrscheinlich droht uns aber morgen das abbauen ebenso im Regen.

Jetzt waren wir noch lecker kurdisch Essen. 15 köstliche Vorspeisen und mit tollem Ostseeblick. Leider konnte ich heute keine Bilder schießen. Der Finger war immer zu nass um das Handy freizuschalten.

Tag 12: Ein fast perfekter Radltag

Heute ging es etwas früher los (8:45), da der Tag lang werden sollte mit den geplanten 137 Streckenkilometern.

Es ging bei strahlendem, wolkenfreien Himmel los. Obwohl die Schweden auch recht früh aufstehen war auf den Straßen wenig los. Die Vögel haben gezwitschert und ab und zu gab es ein Knacken im Wald, ansonsten Stille. Und der Wind, das himmlische Kind säuselte wieder (deswegen auch nur fast perfekt).

Die allermeiste Zeit waren wir allein, da es nur wenige Dörfer waren durch die wir heute gekommen sind. Was immer wieder erstaunlich ist, man fährt so auf einer geteerten Straße und plötzlich geht es weiter auf einer Schotterpiste. Unglaublich aber wahr. Und das ist egal wo, das kann eine Kreisstrasse sein oder aber auch nur der Weg zwischen zwei Dörfern. Was auch noch sehr auffällig war heute, überall am Wegesrand Lupen in pink, violett und blau.

Gegen 18:00 hatten wir unser Ziel erreicht. Ein toll gelegener Campingplatz, sehr idyllisch und nicht allzu gross.

Gerade eben sind wir beim Abendessen in einem Pub und verfolgen ein bisschen Spanien/Iran. Also ich wäre für den Iran….Mal schauen, derzeit sieht es ja nicht danach aus.

Tag 10: Erste Zwischenbilanz

Kilometer: 1050, sprich gut 1/3 der Strecke ist geschafft

Höhenmeter: ca. 6250, sprich hier haben wir noch nicht ganz 1/3 geschafft.

Bierkonsum: 22 Liter

Urlaubslektüre: 2 Bücher plus ein angefangenes

Ach da gäbe es noch viel mehr, das sind mal die Kerndaten!

Tag 10: Wind

Nachdem der gestrige Abend schon sehr windig war und wir nach dem Tütenessen (Chili von Carne- kein kulinarisches Highlight aber ok) sofort ins Zelt sind, da sonst Unterkühlung drohte, sind wir mit einem heftigen Wind wieder aufgestanden. Ich wollte ehrlich gestanden heute gar nicht aufstehen, da ich befürchtete das der Wind sich komplett gegen uns richtet. Es kam Gott sei Dank nicht ganz so schlimm. Aber es war heftig…..

Trotzdem gab es wieder tolle Natur zu bestaunen… Die Landschaft verändert sich. Übernachtet hatten wir im größten Nationalpark Schwedens und die Fahrt ging dann heute sehr hügelig nach Falun wo nun sehr saftige Wiesen mit Kühen, Rinder und Pferden zu bestaunen waren. Alles sehr idyllisch (Bilder hat Martin gemacht). Und an ganz vielen tollen Seen sind wir wieder vorbeigekommen.

Nun in Falun gibt es zur Abwechslung ein Hotelzimmer mit Dusche und gerade eben eine Pizza zum Abschluss des Tages, lecker!

Tag 10: Einsame Wege

Heute waren es die einsamen Wege die uns auf unserer Reise begleitet haben. Oft lange lange kein Auto, keine Zivilisation. Toll, einfach nur Natur…..

Der Tag war mal zur Abwechslung komplett regenfrei aber stellenweise recht kühl. Als wir am Zielort ankamen hat uns der Campingplatzbesitzer nochmal bestätigt was wir ja schon wussten, vor 8 Tagen hatten sie noch Hitzewelle und seit April keinen Regen. Super, das hatten wir schon oft. Wenn wir kommen gibt es schlechtes Wetter…..Wahrscheinlich um uns zu testen. Aber das macht uns mittlerweile nicht mehr soviel aus, es gibt immer was zu entdecken und jedes Wetter hat eben auch seine eigene Stimmung.

Der Campingplatz ist super schön gelegen aber auch volles Abenteuer. Keine Dusche, dafür der See direkt vor der Nase☺ Das werden wir gleich mal ausprobieren. Und unsere erste von vier Notrationen wird heute verspeist. Hier gibt es nichts ausser Natur.

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »