Grenzlandtour nach Aachen

42 Mal von hüben nach drüben

Seite 33 von 42

Kämpfe auf der und mit der Strasse

Was für ein kurioser Tag….

Dieser begann zunächst mit einem ersten Frühstück draussen. Wie schön… friedlich und vor allem schon sehr sonnig. Was uns gestern auch schon auffiel, dass die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist, es gab Tautropfen auf dem Rasen.

Dann ging es los über kleine Wege, immer wieder rauf und runter. Es hätte richtig schön sein können, wenn da nicht immer wieder kleine, kläffende und gerne auch zubeissende Hunde, wenn wir sie gelassen hätten, in den kleinen Häuseransiedlungen zum Vorschein gekommen wären. Das ist ja so gar nicht meins und ich hatte dann schon ständig Panik, sobald ich nur Häuserdächer sah. Martin war aber ganz aufmerksam und hielt sie in Schach, meist mit einem bestimmenden Ton. Puh wenn ich da an die noch vor uns liegenden Tage denke wie Albanien…ohje ich hoffe sehr das wir nicht mehr allzu vielen von denen begegnen werden….Kampf pur.

Bei Kilometer 50 trafen wir auf einen deutschen Mitstreiter. Der ist in Graz gestartet und möchte auch nach Thessaloniki bzw. noch ein kleines bisschen weiter. Ein Freund feiert seinen 50ten in der Nähe von Thessaloniki und da wollte er mit dem Rad anreisen. Er fährt nur nach Karte und es ist so ziemlich sein erstes Mal. Mal schauen, vielleicht begegnen wir Ihm auch wieder. Ca. 15km sind wir gemeinsam unterwegs gewesen und haben so das eine oder andere ausgetauscht. Er hatte mit dem zweiten „Kampf“ auch schon Erfahrung gesammelt und so wussten wir in dem Moment noch nicht was er meinte.

Da er aber ein bisschen schneller war , trennten sich unsere Wege und nach einer kurzen Pause fuhren wir bei Kilometer 65 alleine weiter. Allerdings wurden wir dann von einem Gewitter überrascht, so dass wir erstmal ein bisschen Unterschlupf auf dem Waldweg suchten. Soweit so gut. Nachdem der Regen etwas nachgelassen hatte, fuhren wir weiter. Ungeteerte Straße ist ja nicht so unser Favorit aber was soll’s, wenn der Weg da lang geht dann geht er halt da lang. Aber was wir dann fahren bzw. schieben mussten …..Wahnsinn, hatten wir glaube ich noch nie. Schmal, zugewachsen, ausgewaschen, uneben….irgendwann kamen wir auf die grosse Strasse und man wusste nicht was einem lieber war …LKW’s, Reisebusse etc. ok, kennen wir aber die waren schon sehr hart…..schnell und knapp überholt ….auch kein Vergnügen. Nun mal schauen was die nächsten Tage noch so dazu kommt……da sind wir ja vom Norden anderes gewohnt und manchmal wird es einem schon mulmig….

Landschaftlich jedoch mega schön und nun sind wir schon bei „Winnetou“. Allerdings auch ein gigantischer Rummel hier bei den Plitvicer Seen….ob das Karl May so geplant hatte?

Das war der Weg…..

Plan für Tag 5 – von Bosiljevo zu den Plitvicer Seen

Heute sind wir in dem Teil Kroatiens unterwegs, der am dünnsten besiedelt ist. Meistens recht flach, aber zum Schluss geht es dann hoch in den Nationalpark.

Gesamtstrecke: 94.79 km
Gesamtanstieg: 1059 m

 

 

Tschüss Slowenien

Heute sind wir sehr früh in den Tag gestartet, was mit frischer Luft und noch sehr moderaten Temperaturen belohnt wurde. Und dann wurden wir von einem Regenguss „überrascht“. Ausser einer Regenjacke brauchten wir allerdings nichts, um dies zu „überstehen“. Eine ganz neue Erfahrung, wärmer Regen….Es hat heute ganz viel geduftet nach Weizen, kennt ihr das?Und uns ist heute auch aufgefallen, dass in Slowenien noch viel geraucht wird. Wir sind ja nun im nord-westlichen Zipfel nach Slowenien reingekommen und im Süden wieder rausgekommen und man kann folgendes feststellen, dass die im Nord-Westen eher zu den Österreichern zu zählen sind und die im Süden eher zum Balkan zuzuordnen sind. So unsere heutige Vermutung…mal schauen ob es sich bestätigt.Nun sind wir schon in Kroatien und freuen uns morgen an den Plitvicer Seen anzukommen?

Plan für Tag 4 – von Ljubljana nach Bosiljevo

Heute verlassen wir Slowenien wieder – der Zielort Bosiljevo liegt schon in Kroatien, wenige Kilometer hinter der Grenze. Immer wieder stellen sich uns kleine Anstiege und Hügel in den Weg, und so kommen wir auch auf gut 1100 Höhenmeter

Gesamtstrecke: 113.01 km
Gesamtanstieg: 1194 m

 

Slowenien, eine kleine Perle in Europa

Der heutige Tag durch Slowenien war wunderschön. Ein nicht so heisser und anstrengender Fahrtag…..nach Aussage von Martin vermutlich einer der verträglicheren Tage, denn wir werden Sonne haben ohne Ende. Wir werden uns wohl nach Regen sehnen, wer hätte das gedacht?. Selbst der Gegenwind, ja er war wieder da, bringt wenig Abkühlung. Man könnte meinen das Wetter kann es uns nie recht machen. Sogar ein paar Regentropfen waren eine willkommene und kurzweilige Abwechslung. Kein Grund nur eine Sekunde an Regenkleidung zu denken, einfach nur eine willkommene Abkühlung.

Warum Perle….wohin man schaut, es sind schmucke Häuser zu sehen, alles ist sehr ordentlich. Hie und da mal ein paar noch nicht so tolle Ecken. Viel Natur und immer wieder schöne kleine Dörfer. Und es ist schön so mit den Alpen links und rechts entlang den Weg zu radeln, zumal es heute sehr viel bergab ging. Und so waren wir doch recht früh in Ljubljana….und was uns noch aufgefallen ist, viel mehr Vogelgezwitscher wie bei uns. Ein schönes Eck für die Mittagsrast ist auch leicht gefunden. Da hatten wir es in den letzten Jahren nicht immer so leicht. Hoffentlich bleibt es so….

Ljubljana selber ist eine sehr lebendige und aufgeweckte Hauptstadt und es wird viel investiert….wir waren ja 2007 schon mal hier und konnten uns kaum noch erinnern, ohje wir werden alt. Bars, schicke Restaurants…. eben sehr lebendig dadurch.

Wir freuen uns auf das was noch vor uns liegt. Morgen sind wir dann schon in Kroatien.

Plan für Tag 3 – von Kranjska Gora nach Ljubljana

Mehr bergab als bergauf bis zur slowenischen Hauptstadt, Ljubljana. Wir waren schon vor 12 Jahren einmal dort, allerdings ohne Räder

Gesamtstrecke: 91.07 km
Gesamtanstieg: 429 m

 

 

Gelungener Start in den Urlaubs- Radlmodus

Nach einer ersten ruhigen, schlafvollen Nacht sind wir frohen Mutes mit tollem Sonnenschein in den Tag gestartet. Das erste Etappenziel war Hermagor, denn dahin hat es seit Ostern Bernd und Lola verschlagen. Trotz Gegenwind (irgendwie scheinen wir den adoptiert zu haben, so was….) kamen wir um 11:30 an und Bernd hat uns abgeholt an der Tankstelle Ortseingang.  Es gab zunächst eine “Schlossbesichtigung” und wir nicht schlecht gestaunt wie gut geschnitten und wirklich mit tollem Blick die Wohnung zentral in Hermagor gelegen ist. Sie sehen mit dem ersten Blick beim Aufstehen die Alpen, fantastisch. Nach ein paar Stunden mussten wir jedoch unsere Reise fortsetzen, da das Ziel Kranjka Gora war. Gegen 15:00 brachen wir wieder auf und der Tag hatte ja schon heiss begonnen und wurde immer heisser und heisser. Da haben wir realisiert das die Sonne uns sehr herausfordern wird. Unsere zwei wichtigsten Utensilien werden Wasser und Sonnencreme werden. Falls es geht ist auch früh loskommen, lange Siesta angesagt.

Aber nun noch ein paar Worte zur Landschaft. Ich bin ja Alpenfan und es war einr traumhafte Landschaft um uns herum. Sie wirken so majestätisch…,fantastisch.  Die letzten Höhenmeter konnten wir mal wieder auf einer ehemaligen Bahnstrecke zurücklegen…traumhaft. Was uns aufgefallen ist, schlagartig ab Italien/Slowenien nahm die Zahl der E-Bike Fahrer ab….

Kransjka Gora ist ein wunderschöner Ort!

Plan für Tag 2 – Von Villach über Hermagor nach Kranjska Gora

Am ersten Tag machen wir gleich einen Abstecher nach Hermagor, um Bernd und Karola besuchen zu können. Deshalb geht es auch mit der Fahrt nicht in Klagenfurt, wie ursprünglich geplant los, sondern in Villach. 

Gesamtstrecke: 52.87 km
Gesamtanstieg: 192 m

 

Und am Nachmittag geht es weiter bis Kranjska Gora. Wir kommen nach Slowenien, auf dieser Tour unser erstes „neues“ Land, in dem wir noch nicht mit den Rädern waren.

Gesamtstrecke: 53.21 km
Gesamtanstieg: 515 m

 

Anreise nach Villach

Nach einer kurzen Nacht sind wir so gegen 04:00 Uhr aufgestanden um noch den Rest fertig zu packen um pünktlich 2h später am Bahnhof Weil in den Zug zu steigen. Wir waren aber zu so früher Zeit nicht die einzigen „Radlfahrer“ , denn da kam ein sehr nettes Ehepärchen aus Dresden mit Ihrem Tandem um ebenfalls in den Zug zu steigen. Und so verging die Fahrt bis Karlsruhe wie im Fluge, da wir uns sehr gut unterhalten und über so die diversen Raderlebnisse ausgetauscht haben.  Nachdem ich dann gegen 08:15 durch den ganzen Zug musste um einen Kaffee zu ergattern  wurde es wieder nicht langweilig; da der Zug mit mind. 2  Junggesellen-Horden bevölkert wurde, die so allerhand neckischen Tinnef dabei hatten und der angehende Ehemann all seinen Charme beim Verkaufen spielen ließ. Es gab auch gekühltes Bier, so daß ich damit verhinderte das rosa Einhorn „Made in Germany“ kaufen zu müssen. Nochmal Glück gehabt. Die Züge waren voll, vor allem die Radabteile….der Radsport erfreut sich großer Beliebtheit. Vor allem E—Bikes wohin man nur schaut. Endlich gegen 19:00 in Villach angekommen, wollten wir nur noch eine Kleinigkeit essen und landeten in einem schönen urigen Innenhof mit sehr guter Küche und leckerem Craft Beer aus der Gegend. Das hiesige Museum hat gerade eine Sonderausstellung zum Thema Bier und da Martin Luther wohl schon gesagt hat „wer kein Bier hat, hat nichts zu trinken“ zögerten wir nicht lange mit der Wahl des richtigen Getränkes. Der Grillmeister hat mir sogar zum Abschied ein aus dem Garten selber angebautes Lavendelsäckchen geschenkt. Nun sind wir müde und hoffen morgen auf einen schönen ersten Radltag mit Zwischenstopp bei Bernd und Karola  .

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »