Der Tag begann richtig richtig früh. Um 07:03 saßen wir schon auf dem Rad.Es ging heute gefühlt bis Kilometer 74 nur nach oben….. stimmt zwar nicht ganz aber Gefühl ist Gefühl ?.Unfassbar was wir heute erlebt haben. Unglaublich tolle Bergkulisse, tolle kleine geteerte Strassen (eigentlich wichtige Bundesstrassen, aber mit extrem wenigem Verkehr). Wir hätten wohl 2x auf noch kleinere Straßen gemusst, haben wir haben nach studieren der Karte uns dagegen entschieden. Was super war. Wir sind durch viele kleine Ortschaften durchgekommen. Die Häuser könnten unterschiedlicher nicht sein. Manchmal tolle Villen, rausgeputzt und dann wieder sehr ärmlich, aber mit vielen tollen Blumen und wer kann der baut Wein an….Feigen gratis am Wegesrand….sind aber noch nicht reif, leider. Und ganz viel blühender duftender Jasmin. Und immer um uns herum diese unglaublichen Berge, Bergzüge, Bergketten. Man bzw. ich bekomme das kaum auf das Foto gebannt.Und wieder diese kaum auszuhaltende Hitze….ab und zu Mal eine Wolke die sich der Sonne in den Weg gestellt hatte. Das ist der Wahnsinn und muss erst im Körper ankommen. Heute habe ich am Nachmittag ein weißes Langarmshirt angezogen…hat trotzdem nicht verhindert das ich vollkommen ausgetrocknet am Zielort angekommen bin. Und wir trinken echt viel….das kann man schon als „saufen“ bezeichnen.Und nun sind wir in Bosnien Herzegowina angekommen, irre. Der Grenzposten hat sich kurz mit Martin unterhalten, wo wir herkommen und so und irgendwie war ihm das unheimlich, so mit dem Fahrrad von Österreich….und nun sind wir im Hotel Hum in Ljubuski, relativ neu und sogar mit eigenem Geschirr. Wie süß. Das Essen war sehr gut, wir haben uns angewöhnt falls auf der Karte zu bekommen, immer eine Rindersuppe oder Bouillon zu essen, damit wir noch verlorene Salze wieder auffüllen.Morgen nun das letzte Mal eine kroatische Tagesendankunft. Dubrovnik soll auch sehr schön sein…. vermutlich haben wir wenig Zeit um uns etwas anzuschauen. Ein weiterer langer Tag liegt vor uns. Wir freuen uns?













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Dass wir auf unserer Tour auch durch Bosnien-Herzegowina kommen war klar – denn die lange kroatische Küste wird bei Neum von einem kurzen bosnischen Streifen unterbrochen. Aber sollen wir wirklich die vielbefahrene Küstenstrasse nehmen? Oder doch lieber etwas mehr im herzegowinischen Hinterland? Kurz vor Ende des heutigen Tages verlassen wir die EU und kommen nach Ljubuški.
Heute wird es wieder anstrengend – zwar nicht ganz so lang wie vorgestern, aber dafür mehr Höhenmeter.
Gesamtanstieg: 1382 m
Wie haben wir heute unseren Ruhetag genossen….in vollen Zügen ?Das schöne an den meisten Urlaubsländern wo wir unterwegs sind, da haben am Sonntag auch die Lebensmittelgeschäfte auf und so konnten wir für morgen schon mal einkaufen, bevor es dann an die Stadtbesichtigung ging. Nicht das ich mir das für Deutschland wünschen würde, aber es ist herrlich so im Urlaub etwas zu bekommen, da wir ja immer eine kleine Mittagsrast mit Vesper machen.Split ist mega interessant als Stadt. Da haben die Kroaten einfach auf den noch vorhandenen Römerruinen die Stadt aufgebaut und so ist der Kernort eine ganz interessante Mischung aus Altem und eben Neuem. Kleine, verwinkelte Gassen sind dadurch entstanden. Dann gibt es da noch die tollen und prachtvollen Uferpromenade mit herrlichem Blick auf die Adria und seinen tollen Jachten umrahmt immer wieder von prachtvoll blühendem Oleander. Es war viel los, wuselig und sehr sehr heiß.Gut das wir uns heute morgen richtig angezogen hatten, sonst wären wir gar nicht in die Innenstadt gekommen. Es herrscht nämlich Dresscode…..?Wir haben uns dann den diokletianischen Palast mit seinen weiteren offenen Gebäuden angeschaut. Man hat sich fast wie in Rom gefühlt, naja kein Wunder die Römer bzw. Diokletian war ja hier auch zu Gange?.










Ein besserer Titel fällt mir heute morgen, nachdem wir wieder unter den „Lebenden“ weilen, nicht ein. Wir sind wieder sehr früh aufgebrochen, da wir ja wussten es wird eine lange Strecke plus dazu die Höhenmeter…Unser netter Gastgeber gab uns bevor wir aufbrachen noch den Tipp nicht den Weg zu fahren der ursprünglich ausgewählt wurde, sondern der geteerten Strasse zu folgen, da der Weg wohl sehr schlecht sei, sprich ausgewaschen, ausgespült und mit vielen Steinen versehen. Das wollten wir uns nicht antun und sind somit am morgen schon mal einen weiteren Weg und ein paar zusätzliche Höhenmeter gefahren.Wir sind dann durch ehemaliges Kriegsgebiet gefahren. Ganze Dörfer völlig ausgestorben, Häuser die zerfallen…unheimlich. Auf einem Friedhof waren die Inschriften aller Gräber auf kyrillisch – hier müssen früher Serben gewohnt haben. Ich hätte gerne mehr Bilder davon gemacht, aber mir sass immer die Angst im Nacken, dass doch noch die Hunde kommen. Und sie kamen, in Form von 2 auch noch. Martin hatte sie aber gut im Griff und ich gewinne langsam zutrauen, dass wir hoffentlich solche Situationen im Griff behalten werden.Aber irgendwie zog sich der Tag und wir mussten leider wieder so einen steinigen, ungeteerten Weg fahren und zu allem kam noch dazu, dass der Planet stach… buchstäblich. Ich dachte „nun will die liebe Sonne auch noch unser Hirn verbruzzeln“. Kein höherer Baum der mal Schatten gespendet hätte ….puh. Wir sind dann noch einige Kilometer mehr Umweg gefahren, da wieder ungeteerte Wege drohten. Man hat das Gefühl, dass unter den Rädern Kaugummi klebt und es schüttelt und rüttelt einem durch…..und zu guter Letzt kam nachdem wir dann das überstanden hatten auch noch Gegenwind. Nichts aber auch gar nichts bleibt einem erspart?. Nicht falsch verstehen, aber man hat irgendwann bei so etwas dann doch Zweifel ob wir je unser Ziel erreichen werden.Bei Kilometer 72 kamen wir in eine etwas größere Stadt und konnten unsere Wasservorräte auffüllen. Die waren bis auf kleinere Pfützen in den Flaschen weg….7l haben wir in einem Laden erstanden plus Eis…..dann konnte es weiter gehen. Und die Sonne machte dann auch mal Pause bzw. einige Schleierwolken eilten uns zur Hilfe, so dass wir uns in 9:15h reine Radlzeit zum Schluss in Split wieder fanden. Da war es dann schon 19:00…und insgesamt waren es 12km mehr und gut 150 Höhenmeter. Das hört sich nach nichts an, aber für uns gestern eine pure Herausforderung. Da wollten wir nur noch duschen, eine Kleinigkeit essen und ohne Umwege ins Bett.Nun möchte ich aber noch kurz auf die Tierwelt zu sprechen kommen. Die ist wirklich etwas anders…Grosse Grashüpfer, eine giftgrüne grosse Echse lief uns über den Weg, tote Schlangen auf dem Weg oder Wegesrand (Gott sei Dank, einer lebenden bin ich noch nicht begegnet, aber es hat hier wohl einige), wieder viele unterschiedliche Schmetterlinge, Greifvögel (wenn ich wüsste wie die heißen, ich würde es euch verraten), krachmachende, fliegende Käfer (fett und schillernd grün) und ich habe am Wegesrand eine Schildkröte entdeckt.






Nach dem gestrigen langen Tag können wir uns heute in Split erholen. Die Altstadt gilt als Weltkulturerbe.
Heute ist wahrscheinlich der anstrengendste Tag, aber das Ziel und schon der nächste Ruhetag locken.
Es geht wellig auf und ab, in der Summe sind es nicht viel über 1000 Höhenmeter, aber die 140 Tageskilometer schlagen rein.
Gesamtanstieg: 1165 m
Nun haben wir das Winnetou Feeling (Gefühl) doch noch gehabt. Wir sind an traumhaften und sehr unterschiedlichen Arten von Karstlandschaften vorbeigekommen. Und immer um einen herum Berge, entweder hoch auftürmend vor einem liegend und man weiss genau…hmm irgendwie muss ich da durch oder ganz friedlich in weiter Entfernung links oder rechts von einem. Toll.Was uns noch eindrücklich vom heutigen Tag geblieben ist….Magerwiesen vom Feinsten. Selten so üppig und langanhaltend gesehen. Dabei noch ganz viele Schmetterlinge um uns herum…. unglaublich. Das sind die Momente in denen ich innehalte und dankbar bin dies zu erleben. Das ist einfach nur schön…Aber dann kämpft man bzw. wir auf einmal wieder mit der Strasse. Man biegt von der schon nervenden Hauptverkehrsstraße ab, freut sich und was dann…..etwas was ich kaum gefahren bin. Viel Schotter, trocken, schmal …kann man kaum beschreiben und selbst die Strassen in Schweden dagegen eine Wohltat. Naja irgendwann ist auch das überstanden und man ist doch froh wieder auf einer größeren Strasse gelandet zu sein.Bei Kilometer 79 endete auf einmal die Strecke…..keine Bahnüberquerung möglich. Was machen…ich kurzum Fahrrad auf Bahngleis geschoben und Martin zugerufen „komm helf mir dann sind wir schnell rüber“ …oh man das endete in einem grossen Kratzer im meinem Bein und einem Kommentar hier schnell rüber zu kommen“. Wir haben es geschafft, aber man wundert sich wer da so seine falschen Angaben in den Routenplanern angibt…. hoffentlich passiert das nicht noch häufiger.Nachdem wir dann unseren letzten Anstieg des Tages geschafft hatten, wurden wir mit einem traumhaften und gigantischen Blick belohnt. Unfassbar was sich uns da auf unserer 15km langen Abfahrt zum Zielort geboten hat……das müsstet ihr sehen. Man kann das gar nicht richtig auf den Bildern einfangen.Am Zielort angekommen gab es eine herrliche Erfrischung, denn wir haben eine kleine Hütte an einem unglaublich kühlen Fluss namens Zrmanja. Unser erster Badehupf… erfrischend.Und wir möchten noch etwas erwähnen…es ist heiss… unglaublich heiss. Eine echte Herausforderung für uns und heute sogar ohne erfrischendes Gewitter zwischen durch. Morgen geht es nach Split…..Was für eine Tour…so ganz anders wie alle anderen vorher und doch sehr schön.




Kö






Von den Plitvicer Seen geht es möglichst direkt in Richtung Split. Die ganze Strecke an einem Tag ist allerdings zu viel, und so übernachten wir in einem Blockhaus mitten im Nirgendwo am Zrmanja-Fluss.
Gesamtanstieg: 872 m
Was für ein Naturschauspiel diese Plitvicer Seen sind, unglaublich. Hier hat die Natur alles gegeben….
Terrassenförmig wandert ach was schlängelt, strömt das Wasser von oben nach unten.
Glasklar und kalt ist es. Man kann schön sehen das da im Wasser allerhand Pflanzen und Tiere wachsen und gedeihen. Wasserfälle angefangen von kleinen bis hin zu großen stürzen sich herab.
Ich hatte es mir komplett anders vorgestellt, hier wurde ja teilweise Winnetou gedreht. Doch die Szene wo Winnetou mit seinem Pferd unter einen Wasserfall reitet und sich versucht zu retten….naja den sucht man vergeblich. Vielleicht ist der sich dort wo die Touristen nicht hinkommen.






Apropos Touristen, ohje……schlimm. Ich war ja heute selber eine unter Ihnen, aber das ist schon extrem.Trotzdem wir haben es wirklich sehr genossen…und es war doch ein Fussmarsch von 12km und den Rest der Strecke sind wir mit einem Parkbus, Parkzug und Schiffchen gefahren.Morgen geht es wieder rauf aufs Radl und ich hoffe sehr, das wir den kleinen, gemeinen Vierbeinern nicht begegnen ?
Eigentlich wäre noch kein Ruhetag drin, aber Karl May ruft…
Die Plitvicer Seen waren Kulisse für viele Winnetou-Filme, und im Prospekt des Nationalparkes sind viele Ausflüge zu finden, von einer kurzen Bootsfahrt bis zu einer ausgedehnten Tageswanderung. Mal schauen, wie wir den Tag verbringen.